Archiv für Februar 2010

Gewerkschaftsfreiheit verteidigen!

Am Samstag den 20.02.2010 fand in Berlin eine Demonstration der FAU (Freie ArbeiterInnen Union) statt. Diese Demonstration von circa 600 Teilnehmern (nach Angaben der FAU) wurde im Rahmen der FAU-Aktionen zur Zeit der international hoch angesehenen Berlinale veranstaltet, um auf das im Dezember erhobene Verbot vom Landesarbeitsgericht gegen die FAU Berlin sich Gewerkschaft nennen zu dürfen aufmerksam zu machen.
Leider wurde der Startpunkt der Demonstration noch kurzzeitig vom Potsdamerplatz auf die Leipziger Straße verlegt und somit etwas weiter weg von der Aufmerksamkeit der Berliner Bürger und Touristen. Komischerweise waren sehr wenige grün gekleidete Beamte vor Ort. Anwesend waren nicht nur Berliner, sondern auch Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus Frankreich und Tschechien. An einigen Stellen auf der Demoroute gab es interessante Redebeiträge, worin unter Anderem auf die Illegalität des Verbots gegen die FAU Berlin hingewiesen wurde. Dieses Verbot verstößt nämlich gegen das Grundgesetz und gegen internationale Konventionen. Die Demonstration endete vor dem Kino Babylon Mitte, welches der Auslöser der ganzen Geschichte rund um das Verbot gegen die FAU Berlin ist.
Auch in Zukunft werden wir nicht kampflos zu gucken, sondern aktiv gegen die Willkür des Staates vorgehen.

anarchistischer Funke

Gewerkschaftsfreiheit verteidigen!

Die Kirchliche Doppelmoral

Seit kurzem macht ein neuer sexueller Missbrauchsskandal bei der Katholischen Kirche die Runde. So könnte nach den USA 2002 (seit 1950 missbrauchten mehr als 5000 Priester etwa 12000 Heranwachsende) und Irland 2000 (seit 1914 etwa 35000 Kinder geschlagen und missbraucht) auch in Deutschland die Mauer des Schweigens brechen. Mindestens 94 Geistliche und Laien stehen oder standen seit 1995 unter dem Verdacht des Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen, doch die Dunkelziffer ist um einiges Höher und die bekannt gewordenen Zahlen scheinen auch nur der Anfang einer großen Welle zu sein.
Es ist kein Zufall, dass diese Missbräuche nie oder erst viel später bekannt werden. Die Kirchenhierarchie versucht wie früher auch schon solche Fälle durch Aussitzen oder Versetzung vergessen zu machen. Wann immer an katholischen Schulen, in Pfarrgemeinden, in Jugendgruppen, Heimen oder anderen vom Staat mitfinanzierten kirchlichen Einrichtungen Gerüchte auftauchten, Opfer ihre Scham überwanden und ihren Missbrauch meldeten, war seitens der Kirche meist von Einzelfällen die Rede also von “bedauerlichen Ausnahmen“.

So berichtet einer, der die Nächstenliebe eines Jesuiten am eigenen Leibe erleben musste, wie folgt: „Die sexuellen Annährungen des Paters an uns kleine Jungen waren schwer erträglich. Das reichte von hochnotpeinlichen Befragungen zu den kleinsten Details von „Unschamhaftigkeit“ in der Beichte über die Aufforderung zu küssen und Kuscheleien bis zu handfesten, sadistischen-sexuellen Übergriffen. Ein Pater ließ kleine Jungen auf sein Zimmer komme, den Unterleib entblößen, dann musste man sich auf das Bett des Paters legen. Mit einem Kleiderbügel und voller Wucht wurde vom Pater auf das Gesäß geprügelt, danach gab es Zärtlichkeiten.“

Es ist an der Zeit zu erkennen, dass solche Übergriffe keine Einzelfälle sind, sondern Alltag in Kirchen und Sekten! Die Fehler sind nicht an Einzelpersonen zu suchen, denn das ganze System der Kirchen mit Geheimprozessen, hierarchischem Aufbau, strengen Dogmen und sexueller Unterdrückung, ist nicht nur zu kritisieren, sondern zu bekämpfen! Denn auch in den neuen Leitlinien der Bischofskonferenz steckt das alte Denken.

Brecht die Mauer des Schweigens und des Vergessens!
Liberate your mind!

anarchistischer Funke

Gewerkschaftsfreiheit verteidigen! Demo am 20. Februar

… und weitere Aktionen während der Berlinale-Zeit

Während Stars und Sternchen sich im Glanze und Glamour der Berlinale feiern lassen, herrschen hinter den Kulissen trübe Zustände. So z.B. im Babylon Mitte, das Teil der Berlinale ist. Dort kämpfen nicht nur Beschäftigte seit einem Jahr für bessere Arbeitsbedingungen, dort geht es sogar um die Gewerkschaftsfreiheit. Die FAU Berlin ruft deshalb zu vielfältigen Aktionen während der Berlinale auf, u.a. einer Demonstration am 20. Februar.

weitere Termiene zur Aktionswoche findet ihr hier