Archiv für September 2010

Ergänzung: Generalstreik vom 29. September in Spanien Erklärung der CGT

Dies sind unsere ersten Eindrücke von den Ereignissen des heutigen Generalstreiks. In bestimmten Schlüssel-Sektoren gab es Massenbeteiligungen am Streik in nahezu dem ganzen Land. Als Beispiele seien genannt die Lebensmittelmärkte in Madrid, Barcelona, Valencia, Valladolid, Sevilla und Zaragoza; die (SEAT) Ford, Renault, Opel und Volkswagen Autofabriken; Petrochemische and Stahlfabriken und Anlagen; Mineralsektor, Gasversorgung, öffentlicher Dienst wie die Müllabfuhr und die Postfilialen, Großbaustellen, Hafenarbeiter in Barcelona, Valencia, Alegeciras und so weiter. Es isr wichtig anzumerken, das der Bedarf an Elektrizität gegenüber normalen Tagen um über 20% gefallen ist.

Ein anderer Bereich mit einer sehr hohen Beteiligung war der, der audiovisuellen Kommunikation, mit der kompletten Schließung von Canal Sur und Telemadrid bei verbleibenden öffentlichen Medien mit minimalen Dienstleistungen.

Der öffentliche Transport funktionierte auf einem Standart von 25%igem Minimal-Service, während große Teile des privaten Transportsektors (Fluglinien, Landverkehr und Seefverkehr von sowohl Gütern als auch Passagieren) am Streik teilnahmen.

Die CGT möchte unterstreichen dass dieser Erfolg erreicht wurde, trotz der langen Medienkampagne der Autoritäten und Industriellen gegen die Gewerkschaften und der Kriminalisierung von Arbeits- und Sozial-Aktionen. Gleichzeitig will die CGT ihre Dankbarkeit an die über hundert Arbeiter- und Sozial-Organisationen aus der ganzen Welt ausdrücken, die den Generalstreik unterstützten.

Wir sollten auch die zahlreichen Info- und Streikposten erwähnen, die in den Haupt Arbeitsgebieten (gemeint sind die Industriegebiete – Anm. Syndikalismus.tk) eingerichtet wurden, etwas, das demonstriert wie groß die enorme Verbitterung bei den Arbeitenden ist. als Resultat der unerträglichen Situation die wir wegen der Attacken von Politikern und Industriellen durchleben müssen.

Die CGT will auch in den stärkst möglichen Worten die Brutalität der Polizeiattacken gegen ArbeiterInnen anprangern, die schlicht und ergreifend ihr Grundrecht auf Streik und das Recht zur Verteilung von Information vor Fabriktoren in Anspruch nahmen. Als ein Resultat dieser rücksichtlosen Polizeiangriffe gab es zahlreiche Verhaftungen und dutzende von verletzten ArbeiterInnen, von denen einige (auch Mitglieder der CGT) aktuell ohne Anklage gefangen gehalten werden.

Ebenso prangert die CGT die Schikane und Verhaftung einer Gruppe von RadfahrerInnen im Stadtteil Atocha vpn Madrid an. Dies ist ein erheblicher Angriff auf ihre Rechte und ihre Freiheit.

Abschließend verurteilt die CGT die Verletzung einer Gewerkschaftsgenossin, die von einem Lastwagen des Boyac-Unternehmens an der Pforte der Bermont-Fabrik in Coslada (Madrid) angefahren wurde. Obgleich ihre Verletzungen nicht schwerwiegend sind musste eine Behandlung im Krankenhaus erfolgen.

Ständiges Sekretariat des CGT Konföderations-Kommitee

Mittwoch, 29. September 2010-09-30

Übersetzung aus dem Englischen durch Syndikalismus.tk.

10 Millionen im Generalstreik in Spanien

Mittlerweile liegen erste Infos zum gestrigen Generalstreik in Spanien vor. Während die bürgerlichen deutschsprachigen Medien sich in Hetze über die Streikenden und den Generalstreik ergehen und einmal mehr „Fluggäste“ und „Touristen“ als „Opfer“ des Streiks darstellen sowie Behauptungen aufstellen, demnach durch die Streiks „Arbeitsplätze gefährdet würden“ ist es beachtlich zu sehen, zu welchen Mobilisierungen die syndikalistischen und anarchosyndikalistischen Gewerkschaften in der Lage waren.

Im gesamten Land beteiligten sich nach Angaben verschiedener Medien über 10 Millionen Lohnabhängige am Generalstreik. Der letzte liegt 8 Jahre zurück. Allein in Barcelona lag die Beteiligung bei 400.000 Streikenden! Der spanische sozialdemokratische Präsident Zapatero“ hatte schon im Vorfeld erklärt, keinerlei Änderung an den beschlossenen Kürzungen und der Verlängerung der Lebensarbeitszeit vornehmen zu wollen.

Wie die taz heute berichtet, mischten sich Trupps von Zivilpolizisten unter die Streikteilnehmer und hefteten sich Gewerkschaftsaufkleber an die Brust. Die Zivilpolizisten schlugen auf Streikende mit Gummiknüppeln ein, als diese an nicht geschlossenen Geschäften vorüber kamen und diese zur Arbeitsniederlegung aufforderten. Nach Informationen des unabhängigen Nachrichtenportals „Diagonal“ wurden mindestens 100 Streikende durch die Gewalt von Polizisten schwer verletzt. Zahlreiche Vorfälle von Polizeigewalt sind dokumentiert.

Beteiligung der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaften

Zum Generalstreik hatten neben den reformistischen Gewerkschaften, der sozialistischen UGT und der kommunistischen CCOO auch das Spektrum der Basisgewerkschaften mit anarcho-syndikalistischem Anspruch, die CGT und die Solidaridad Obrera, sowie die anarcho-syndikalistische CNT Catalunya und die CNT-.AIT aufgerufen. An den Demonstrationen der schwarz-roten Gewerkschaften nahmen insgesamt mehrere 10.000 wenn nicht sogar mindestens 100.000 Menschen teil.

Auf einer gemeinsamen Demonstration von CGT, Solidaridad Obrera und Coordinadora Sindical beteiligten sich in Madrid 7000 Menschen. An der CNT-AIT Demo am selben Abend in Madrid, die unter dem Motto: „Gegen die Arbeitsreform und vertikale Gewerkschaften“ stattfand, beteiligten sich etwa 1000 Menschen.

Zu einer gemeinsamen Demonstration von CNT-AIT und CGT kam es in Palma de Mallorca.

Weitere Ergänzungen sind willkommen

Spanisch lesenden Genossinnen und Genossen können wir die Webseite des „Periodoco Diagonal“ wärmstens empfehlen. Unter anderem findet sich dort ein „Minute-für Minute-Streikbericht“

http://www.diagonalperiodico.net/Minuto-a-minuto-de-la-Huelga.html

Quelle: http://syndikalismus.wordpress.com/2010/09/30/s29-%E2%80%93-10-millionen-im-generalstreik-in-spanien

Anarcho-Syndikalistischer Bund in den Niederlanden gegründet

In Utrecht in den Niederlanden hat sich eine neue anarcho-syndikalistische Gruppe gegründet. Der „Anarcho-Syndicalistische Bond“ (ASB) ist über eine Webseite zu erreichen und wird auf den kommenden „Freien Büchertagen“ am 23. Oktober in Utrecht Präsenz zeigen.

Die Gruppe hat bereits eine eigene kurze Selbstverständniserklärung veröffentlicht, wonach sie sich als „Arbeiterorganisation, deren Hauptziel die Abschaffung von Kapitalismus und Staat ist“ erklärt. Die „freie Gesellschaft des libertären Kommunismus, die der ASB anstrebt, kann durch die Arbeiterorganisationen, basierend auf dem revolutionären Syndikalismus erreicht werden“ heißt es weiter in der kurzen „Einführung“.

Neben dem Vrije Bond und der Anarchistischen Gruppe Amsterdam gibt es damit einen dritten öffentlichen Vertreter anarcho-syndikalistischer Positionen und Kampfformen in den Niederlanden.

Die Homepage des ASB findet sich hier: anarcho-syndikalisme.nl

Freiheit für Weißrussische Gefangene

Am 19. Dezember 2010 ist Präsidentschaftswahl in der ex-Sowjetischen Republik Weißrussland. Es gilt als sicher daß sich der Weißrussische „letzte Diktator Europas“ wieder zum Präsidenten krönen lassen will. Doch alle anderen Stimmen sollen unterdrückt werden. Am 30. August wurden Molotow-Cocktails in die Russische Botschaft in Minsk in Weißrussland geworfen. Anlaß soll laut der insurrektionalistischen Gruppe „Freunde der Freiheit“ die Russische Repression beim Bau der Moskauer Autobahn in Chimki sein. Aus Solidarität zu den Verteidigern und den Gefangenen Alexej Gaskarow und Maxim Solopow wäre diese Aktion gewesen. Es brannten Autos aus und niemand wurde verletzt.

Am 2. September gab es ein „Bekennerschreiben“ im Open-Posting des Indymedia-Belarus. Am 3. September wurde in Weißrussland einer der führenden Regimekritiker und Journalist Oleg Bebenin erhängt aufgefunden. Er ist unter ungeklärten Umständen zu Tode gekommen. Der Offiziell ist von Selbstmord die Rede. Kollegen und politische Weggefährten des Journalisten haben Zweifel an dieser Darstellung geäußert.

Ebenfalls am 3.September wurden 7 Anarchisten verhaftet, am 8. September 3 weitere. Es fanden Hausdurchsuchungen in Minsk, Gomel, Soligorsk und Grodno statt. Dabei wurde eine Verhaftete im Verhör beim KGB so stark unter Druck gesetzt, daß sie sich das Leben nehmen wollte. Sie wurde während der „Erste-Hilfe-Maßnahmen“ weiter verhört. Von den internierten sitzen noch 2.

Brandanschläge auf eine Polizeistation in Soligorsk bieten den Vorwand für weitere Repressionen. Alexander Franzkewitsch soll dieser Angelastet werden und wurde der Staatsanwaltschaft in Soligorsk übergeben. Ein weiterer „Verdächtiger“ in diesem Fall, ein Typ mit Spitznamen „Canada“ wurde unter Druck gesetzt. Es wurde ihm angeboten, wenn er auspacke komme er nicht in den Knast. Daß er gegen seine ehemaligen Genossinnen und Genossen trotzdem aussagte und sie beschuldigte ist schockierend. So hat er behauptet daß Alexander Franzkewitsch, der immernoch einsitzt, Schuld sei an diesem Brandanschlag in Soligorsk. Alexander sollte daraufhin eine Erklärung unterschreiben, er sei dabei gewesen.

Exkurs Nicolai Dedok

In Weißrussland gibt es ein Gesetz, daß wenn jemandes verdächtiger einer Straftat ist, darf er oder sie 3 Tage lang ohne Gründe interniert werden. Wird nichts herausgefunden wird die Person freigelassen. Bereits sieben Mal wurde Nicola beinahe rausgeführt wurde dann jedoch immer wieder für 3 weitere Tage interniert. Mal sei es eine kaputte Bankfiliale mal eine angezündete Polizeistation. In dem Ermittlungseifer lassen sich KGB und Polizei nicht dabei stören immer neue Anklagen gegen Nicola zu sammeln.

So gab es letztes Jahr eine Lohnkürzung in der Weißrussischen Arbeiterklasse, damit eine gemeinsame Schulung von Russischen und Weißrussischen Armeeangehörigen für mehrere Milliarden stattfinden konnte.

Anarchistinnen und Anarchisten hatten daraufhin in Weißrussland am 20. September letzten Jahres eine kleine Protestdemo initiiert. Bei dieser Demo flog eine Rauchgasgranate in das Hauptquartier der weißrussischen Streitkräfte. Der Typ namens „Canada“ aus Soligorsk der bei der Polizei aussagt sei auch dabei gewesen und beschuldigte Nicola, er hätte diese organisiert. Laut Bürgerrechtlern ist es wie folgt: „Im weißrussischen Strafgesetzbuch gibt es einen Artikel, der bis zu zwei Jahre Gefängnis vorsieht für diejenigen, die sich an Aktionen von nicht registrierten Organisationen beteiligen“. Das droht auch nun mindestens Nicola, wenn nicht sogar 10 oder mehr Jahre. Die anderen die schon wieder draußen sind sollen ebenfalls in den Knast gesteckt werden.

http://belarus.indymedia.org/21042

Mittlerweile gab es Solikundgebungen vor weißrussischen Botschaften in Litauen, in der Ukraine so auch in Kiew.

Heute morgen wurden Alexander Yaroshevich (ein Journalist der ‘PostMedia’ Agentur) und Alena Dubovik verhaftet und zur „Generaldirektion für die Bekämpfung der organisierten Kriminalität“ gebracht. Hanna Charnyshova wurde verhaftet weil sie angeblich dabei war als vor einem Jahr die „Schulung“ von russisch-weißrussischen Armeeangehörigen mit einer Rauchgasgranate gestört wurde. Ihr Computer wurde beschlagnahmt.

Die zuletzt internierten haben sich stark für die Freilassung der bereits inhaftierten eingesetzt und sich um Öffentlichkeitsarbeit gekümmert.

Freiheit für alle Gefangenen! Stopp die angeblichen Ermittlungen!

Quelle: Indymedia

Inoffizieller IAA-Sektionen Blog online

Seit kurzem findet sich ein weiteres anarcho-syndikalistisches Online-Projekt im Netz. Ein inoffizieller Blog der anarcho-syndikalistischen „Internationalen Arbeiter Assoziation“, der auf Initiative polnischer GenossInnen der ZSP über Aktivitäten der verschiedenen Landessektionen der IAA informiert. Dabei überwiegend allerdings die Beiträge in den Muttersprachen der IAA-Sektionen. In mehrere Sprachen übersetzte Artikel sind bislang nur wenige zu finden. Aktuelle Beiträge finden sich auch zu den kommenden europäischen Generalstreiks vom 29.09 zu Polen und Spanien.

Hier gehts zum inoffiziellen IAA Blog

Quelle: Syndikalismus.tk

Hollywood: Atheisten sind die neuen Bösen

60 Prozent der Amerikaner glauben, dass ihr Land in die falsche Richtung geht. Viele glauben, dass der Atheismus Schuld an dieser Entwicklung sei.

Nach dem Fall der Berliner Mauer gingen Hollywood die Superschurken aus, die Kommunisten als Feindbild hatten ausgedient. Terroristen, Islamisten und Nazis sind abgedroschen.

Nun scheint mit dem Atheismus aber ein neues Schreckensbild gefunden zu sein. Die DVD „Christmas with a Capital C“ macht den Anfang und erzählt wie ein Atheist Weihnachten zu stehlen versucht.

Quelle: AtheistMedia

Unser Kommentar:
Was zunächst nur ein Scherz zu sein scheint wird bittere Realität. Religiöse Fundamentalisten missbrauchen in letzter Zeit immer häufiger die Macht der Medien um gegen Andere zu hetzen und die Leute zu ihren Schäfchen zu machen. Etliche Christen haben in den USA und mittlerweile auch in Europa eigene Fernsehshows. Mit dem Film „Christmas with a capital C“ erreicht dieser mediale Feldzug der Demagogen einen Höhepunkt. Jeder weiß wie einflussreich Filme sein können. Es scheint als ob wir zurück in mittelalterliche Zeiten reisen wo Wörter wie „Aufklärung“ und „Säkularisierung“ Fremdwörter sind.
Wenn wir dann noch den Streit um den Islam mit einbeziehen, so fragt man sich als Atheist: Was zur Hölle ist hier eigentlich los???

anarchistischer Funke

Aktionswoche für die Freiheit der gefangenen Anarchisten in Russland

Noch immer sitzen unsere Genossen Ljoscha und Maxim in russischen Gefängnissen. Deshalb beginnen von heute an bis zum 20. September Aktionstage für ihre Freilassung. International wird es zu Protesten vor russischen Einrichtungen und russischen Botschaften kommen mit der Forderung nach der sofortigen Freilassung von Ljoscha und Maxim!

Beteiligt euch in eurer Stadt oder Region an dieser Kampagne. Eine Übersicht russischer Botschaften und Konsulate findet sich hier: http://www.russische-botschaft.de/index.php?id=181

In Berlin ruft die Anarcho-Syndikalistische Jugend (ASJ) zu einer Kundgebung am 20.09. vor der Russischen Botschaft auf. Beteiligt euch daran, jede Stimme für die Freiheit unserer Genossen zählt!

Berlin: Heraus zur Solidarität mit den Inhaftierten Aktivisten Ljoscha und Maxim!

Treffpunkt : Russische Botschaft, Unter den Linden in Berlin am 20.09.2010, 17.00 Uhr

http://asjberlin.blogsport.de/

Quelle: http://syndikalismus.tk/

CNT-AIT ruft zum Generalstreik am 29. September auf

Die neue Arbeitsmarktreform, die die [sozialdemokratische Regierungspartei] PSOE einführen möchte, bedeutet einen Angriff auf die demokratischen Rechte der Arbeiter/innen.

Der Tag des Streiks soll als ein Auslöser für weitere und größere Mobilisationen dienen. Sie rechtfertigen die Arbeitsmarktreform mit der Krise, aber in Wirklichkeit hat sie das Ziel, den Firmen kostengünstigere Möglichkeiten für ungregelte Verträge, Tarifbruch und Kündigung von Arbeiter/innen zu geben.

Die Reform bedeutet:
- mehr zeitliche Begrenzung und Entregelung von Arbeitsverträgen
- eine deutliche Verringerung von Abfindungszahlungen für ungerechtfertigte Entlassungen
- enorme Möglichkeiten für Firmen, um Tarifverträge teilweise nachzuverhandeln (Löhne, Arbeitsstunden, Schichten)
- mehr Prekarität, mehr ungesicherte Arbeitsplätze, weniger Lohn, weniger Rechte

Das ist die Regierung der PSOE!

Aber abgesehen davon, ist diese Reform nur die Spitze des Eisbergs. Die Wirklichkeit liegt tiefer. Es sind die schlechten Arbeitsbedingungen in der überwiegenden Mehrheit der Firmen, der dauernde Bruch von Tarifverträgen, der Halbtagsvertrag für Vollzeitarbeit, der Zwang zu Überstunden mit drohender Kündigung oder gestrichenem Urlaub. Oder Arbeit machen zu müssen, weil sie es dir sagen, auch wenn sie unangemessen ist. Wenn du das nicht willst, dann setzen sie dich vor die Tür.

Ein anderer Teil dieser Wirklichkeit ist die Verachtung, mit der die Herrschenden, Politiker/innen und Medien uns behandeln, indem sie uns als faul, unproduktiv und nutzlos darstellen. Wir Arbeiter/innen leben in dem Wissen, dass wir ersetzbar sind. Dass wir nur Abschaum sind, der nur dann Arbeit bekommt, wenn er sie billiger macht als zuvor. Wir leben in der Angst nicht zu wissen, ob wir morgen noch bezahlt werden oder was zu essen haben.

Und was machen wir? Warten und zusehen, wie sie alles für sich behalten? Denken, dass wir eines Tages einen anständigen Job bekommen? Mit Ellbogen gegeneinander um den letzten Vorteil kämpfen?

Wer das will, wird später mit Elend belohnt werden. Doch die CNT schlägt vor, dass die Arbeiter/innen andere Aktonsformen wählen: Für unsere Rechte und unsere Würde zu kämpfen! Ohne staatliche Gelder für Gewerkschaften, ohne bezahlte Funktionär/innen, ohne politisches Aushandeln. Obwohl wir niemandem versprechen können diese Reform zu stoppen, versichern wir alles dafür zu geben. Wir rufen alle dazu auf, die ein Teil dieses Kampfes sein wollen, zu unserer Gewerkschaft zu kommen und sich in der CNT zu organisieren.

Und daher rufen wir zum Generalstreik am 29. September 2010 auf!
Auf dass dieser Tag des Streiks jene Mobilisierung auslöst, die wir Arbeiter/innen vor uns haben, wenn wir die Arbeitsmarktreform stoppen wollen – und unsere Würde wiederherstellen.

CNT-IAA

Quelle: http://www.cnt.es/node/2430

Übersetzung: http://anarchosyndikalismus.org/

„Warum ich kein Christ bin“

Bertrand Russell hielt diesen Vortrag am 6. März 1927 für die National Secular Society, South London Branch in der Battersea Town Hall. Im selben Jahr veröffentlicht erlangte der Aufsatz später neuen Ruhm durch Paul Edwards Ausgabe des Russell-Buches ‚Warum ich kein Christ bin und andere Aufsätze’ (1957).

Der gesamte Vortrag kann auf dem Atheist Media Blog gelesen werden.

Hier ein Auszug:

Angst als Grundlage der Religion

Die Religion stützt sich vor allem und hauptsächlich auf die Angst. Teils ist es die Angst vor dem Unbekannten und teils, wie ich schon sagte, der Wunsch zu fühlen, dass man eine Art großen Bruder hat, der einem in allen Schwierigkeiten und Kämpfen beisteht. Angst ist die Grundlage des Ganzen – Angst vor dem Geheimnisvollen, Angst vor Niederlagen, Angst vor dem Tod. Die Angst ist die Mutter der Grausamkeit, und es ist deshalb kein Wunder, dass Grausamkeit und Religion Hand in Hand gehen, weil beide aus der Angst entspringen. Wir beginnen nun langsam, die Welt zu verstehen und sie zu meistern, mit Hilfe einer Wissenschaft, die sich gewaltsam Schritt für Schritt ihren Weg gegen die christliche Religion, gegen die Kirchen und im Widerspruch zu den überlieferten Geboten erkämpft hat. Die Wissenschaft kann uns helfen, die feige Furcht zu überwinden, in der die Menschheit seit so vielen Generationen lebt. Die Wissenschaft, und ich glaube auch unser eigenes Herz, kann uns lehren, nicht mehr nach einer eingebildeten Hilfe zu suchen und Verbündete im Himmel zu ersinnen, sondern vielmehr hier unten unsere eigenen Anstrengungen darauf zu richten, die Welt zu einem Ort zu machen, der es wert ist, darin zu leben, und nicht zu dem, was die Kirchen in all den Jahrhunderten daraus gemacht haben.

Moers: ASJ in Gründung

Nach der jüngsten Gründung einer Anarcho-Syndikalistischen Jugend in Mainz, formiert sich jetzt eine seit einiger Zeit bestehende Initiative für eine ASJ in Moers. Die Stadt Moers liegt im westlichen Ruhrgebiet und ist Libertären bekannt vom Kulturzentrum „barrikade„. Auf der Webseite der FAU wird zur Mitarbeit eingeladen: „InteressentInnen aus den Kreisen Wesel und Kleve erreichen die Gründungsgruppe der ASJ Moers über asjmoers[at]lohnsklaven.org. Wir wünschen den GenossInnen viel Erfolg!“

Quelle: Syndikalismus.tk