Sozialdemokraten als Handlanger der Kapitalisten gegen (Anarcho-) Syndikalisten

Interessierten an der Geschichte der anarcho-syndikalistischen Arbeiter-bewegung in Deutschland werden wir mit der Veröffentlichung dieses Zeitdokumentes nichts Neues erzählen: Sozialdemokratische Gewerkschaftsfunktionäre bekämpften die syndikalistischen Arbeiter und ihre Gewerkschaft FAUD (Freie Arbeiter Union Deutschland) bis hinein in größte tägliche Not. Damit erwiesen sie nicht nur den kapitalistischen Ausbeutern einen Gefallen, in dem sie diese kämpferische Arbeiterbewegung angriffen, sie versuchten auf diese Weise auch den Einfluß und die Etablierung der anarcho-syndikalistischen Gewerkschafter in den Betrieben zu brechen, sie also zu entwurzeln, da sie in der FAUD eine ernstzunehmende Konkurrenz zu ihrem satten und lethargischen Gewerkschaftsapparat vorfanden. Der Syndikalist, die Wochenzeitung der FAUD, berichtet in seiner Ausgabe Nr. 19 von 1922 über einen solchen Fall. Die sozialdemokratischen Gewerkschaftsfunktionäre in Langenberg sorgten dafür das die Mitglieder der lokalen FAUD erwerbslos wurden, in keinem Betrieb der Stadt mehr eine Anstellung fanden, obdachlos wurden und schließlich auf der Suche den Lebensunterhalt zu sichern, den Ort verlassen mussten. Die FAUD Ortsgruppe musste aufgelöst werden. Dies ist Terror und wurde von der FAUD auch als solcher benannt.

Schon Gustav Landauer sagte einige Jahre zuvor, nach dem Verrat der Sozialdemokraten an der Revolution von 1918/19: „Ich kenne kein widerlicheres Wesen als die deutsche Sozialdemokratie“.

Quelle: Syndikalismus.tk