Archiv für März 2011

(K)ein Tag ohne ! / ?

Erfreuliche Nachrichten aus Köln. Verhandlungsgespräche beendet.

AZ KÖLN BLEIBT!!!

Kommunique #4 des AZ Kölns

Kurz vor der Räumung noch mal ein klares Videostatement der Gruppe die hinter dem AZ Köln steht:

VIDEO

ACHTUNG: AZ Köln soll geräumt werden!

Hier die Nachricht:

Nach Gesprächen mit verschiedenen politischen Parteien und zusätzlichen Informationen die wir erhalten haben, ist es definitiv:
AM DIENSTAG MORGEN
WIRD GERÄUMT.

Die einzige Chance, die wir haben, ist massenhaft vor Ort zu sein. Wenn wir das AZ Köln schützen wollen, brauchen wir die Unterstützung von euch allen! Auf diese Art haben wir schon einmal eine Räumung verhindert – wir schaffen das auch noch einmal!

Wenn es euch möglich ist kommt noch heute abend/nacht in das AZ und helft uns, das Haus zu schützen. Richtet euch bitte darauf ein, die Nacht im AZ zu verbringen. Schlafplätze sind ausreichend vorhanden.

Falls ihr das nicht könnt oder wollt kommt morgen früh um 4:00 Uhr vor das AZ und zeigt der Stadt, dass wir viele sind und uns nicht vertreiben lassen. Wir werden nicht zulassen, dass uns unsere Häuser genommen werden!

Get off the internet – We see you in the streets! Kein Tag ohne Autonomes Zentrum!

Quelle: unsersquat.blogsport.eu

Im Falle einer Räumung werden in den nächsten Tage wohl Gegenaktion durchgeführt. Die geplante Nachttanzdemo zum einjährigen Jubiläum des AZs findet auf alle Fälle weiterhin am 15.4. statt.

Also ab nach Köln und das Haus verteidigen!

UPDATE!
Räumung konnte vorerst verhindert werden, dank der guten Mobilisierung. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass die Polizei in den nächsten Tagen kommen wird.
Alle weiteren Infos unter: unsersquat.blogsport.eu
oder
twitter/unsersquat

UPDATE Nr.2 !!!
Räumung wohl nur noch eine Frage der Zeit. +
Kurz was zur rechtlichen Lage: Ab dem 1.April würde das Gebäude wohl der Stadt gehören. Somit würde der Sparkasse eine Immobilie und damit Kapital flöten gehn. Deswegen will die Sparkass unbedingt vor dem 1.April eine Räumung.
Mindestens 2 Hundertschaften der Polizei sind bereits vor Ort. Also wenn ihr Solidarität zeigen wollt dann ab nach Köln oder denkt euch eigene nette Aktionen aus um auf die Lage aufmerksam zu machen.
Im Falle einer Räumung wird es am Samstag eine Demonstration in Köln geben. Um 18Uhr ausgehend von der Domplatte. An diesem Tag gibt es auch in Dortmund die Gedenkdemonstration für den ermordeten Punker „Schmuddel“. Es sollte aber möglich sein an beiden Veranstaltungen teilzunehmen.

Weitere Infos unter:
selbermachen.blogsport
unsersquat.blogsport
twitter.unsersquat
Und zur Demo in Dortmund:
dortmunder-antifa-bündnis

Köln: Anti-Atom Großdemo

Am Samstag den 26.03.2011 fand in Köln eine Großdemonstration mit 40.000 Teilnehmern und deutschlandweit 250.000 Teilnehmern statt. Wir waren in Köln vor Ort und haben uns an den Protesten beteiligt. Wir freuen uns über die für Deutschland hohe Teilnehmerzahl und denken das ein Grundstein für weitere Proteste hiermit gelegt sein kann. Dennoch zeigen die aktuellen Wahlergebnisse das die Menschen den Lügen der Parteien vertrauen die Wahlbeteiligung ist gestiegen und die Grünen welche sich als „Umweltretter“ und „Anti Atom“ Partei Präsentieren haben ordentlich zugelegt. Und das trotz des Atomkonsens von 2002. Da wird auch schnell ein Politiker wie Jürgen Trittin, der sich damals noch gegen Proteste gegen Atom Energie starkmachte, zu einem erbittertem Atomkraftgegner. Wir werden sehen, wie lange sich die Menschen noch auf den Arm nehmen lassen, die Proteste am Samstag zeigen zumindest das viele selbst aktiv werden wollen und nicht abwarten bis irgendwann einmal sich an der Situation etwas ändert.

Dennoch ist es klar das Es um die gesamte Scheiße gehen muss! Aber genau hier können die Proteste einen ersten Schritt bieten wir als Anarchisten sollten uns mit den Protesten der Bevölkerung solidarisieren nicht nur aus genereller Ablehnung der Atomenergie, sondern auch um den Menschen zu zeigen das wo immer Missstände angeprangert werden wir auf ihrer Seite sind und Alternativen zum Bestehenden bereithalten! Außerdem gilt es darauf zu Achten das nicht Parteien die Proteste für sich vereinnahmen welches von allen Seiten: DKP, Die Grünen, Die Linke, MLPD, SPD usw.versucht wurde.

Für eine revolutionäre Anti-Atom Bewegung!

anarchistischer Funke

Zur Erinnerung: Heute also Montag den 28.03.2011 gibt es wieder in Vielen Städten Mahnwachen.

Hier noch einige Bilder:

London: Über 400.000 protestieren gegen Sparkurs

Im Zuge einer Großdemonstration des reformistischen Gewerkschaftsverbandes TUC kam es am 26. März 2011 in der britischen Hauptstadt zur größten Demonstration seit Jahren. Fast eine halbe Million Menschen gingen gegen die Sparmaßnahmen infolge der Wirtschaftskrise auf die Straße und bis abends lieferten sich tausende Straßenschlachten mit der Polizei.

Ausser den bürgerlichen Gewerkschaften und einigen Studentenorganisationen hatten unter anderem anarchosyndikalistische Gruppen zu einem Radical Workers Bloc aufgerufen. Tausende Leute, darunter zahlreiche Anarchist/innen, führten spontane Demonstrationen und direkte Aktionen in der Innenstadt durch, während sozialdemokratische Redner einige der Sparmaßnahmen auf ihrer Kundgebung verteidigten. Bei den Ausschreitungen wurden Banken und Luxusgeschäfte mit Farbe beworfen und Fensterscheiben zertrümmert.

Das Nobelkaufhaus Fortnam & Mason wurde sogar einige Zeit besetzt, bis in die Nacht brannten auf den Plätzen umgeworfene Mülltonnen. Die aggressiv vorgehende Polizei wurde mit Feuerwerk zurückgeschlagen, jedoch gab es mindestens 200 Ingewahrsamnahmen und dutzende verletzte Demonstrant/innen.

Anarchosyndikat Köln/Bonn

Quelle: Anarchosyndikat Köln/Bonn

Köln: Zehntausende gegen Atomkraft

Am 26. März 2011 haben im Rahmen einer bundesweiten Anti-Atom-Demonstration anlässlich der andauernden Reaktorkatastrophe von Fukushima auch in Köln zehntausende Menschen für einen sofortigen Ausstieg aus der Kernenergie protestiert.

Die Veranstalter/innen sprechen dabei von 40.000 Teilnehmer/innen – zusammen mit den Protesten in Berlin, Hamburg und München soll es mit über 200.000 Demonstrant/innen die größte Anti-Atom-Demo in der deutschen Geschichte gewesen sein.

Auf einer Auftaktkundgebung am Neumarkt, die das Kölner Anti-Atom-Plenum organisiert hatte, nahmen am Mittag etwa 15.000 Demonstrant/innen teil. Nach Redebeiträgen von linken Basisaktivist/innen und einem Attac-Vertreter ging der Protestzug vorbei an der „Gesellschaft für Reaktorsicherheit“ in der Glockengasse zum Dom und über Heumarkt und Severinsbrücke zur Deutzer Werft.

Die Abschlusskundgebung des bürgerlichen NGO-Bündnisses fand am Deutzer Rheinufer statt. Zu der nachmittaglichen Bündnisveranstaltung mit Bühnenprogramm hatten neben Umweltschutzverbänden auch bürgerliche Parteien und DGB-Gewerkschaften aufgerufen. Als zweiter Demonstrationszug mit rot-grünen Politiker/innen an der Spitze zogen sie, unterstützt von sozialdemokratischen und marxistischen Parteien, vom Busparkplatz am Deutzer Bahnhof zu dem „Volksfest“ am Rheinufer. Dort Reden durften die Parteivertreter/innen allerdings nicht, das war den Umweltschutzverbänden und Künstler/innen vorbehalten.

Denn das Großspektakel soll keine Wahlkampfveranstaltung für die eine oder andere Partei gewesen sein, sondern der kämpferische Auftakt für einen dauerhaften Anti-Atom-Protest: Schon am Montag, den 28. März, findet um 18 Uhr die wöchentliche Anti-Atom-Mahnwache von „ausgestrahlt“ am Dom statt. Am 20. April werden dann Aktivist/innen die Jahreshauptversammlung des Atomstrom-Konzerns RWE in Essen belagern. Und für den Jahrestag des Super-GAU in Tschernobyl am 25. April sind bundesweit Proteste an Atomanlagen in Planung – für Nordrhein-Westfalen wird zu einem Ostermarsch an der Uran-Anreicherungsanlage in Gronau mobilisiert.

Anarchosyndikat Köln/Bonn

Quelle: anarchosyndikalismus.blogsport.de

Wien ist…. anarchistisch! – Samstag, 7. Mai 2011

Alles hat heutzutage ihre lange Nacht – Museen, Partys, Kirchen und die U-Bahn. Worauf Ihr bisher aber vergeblich warten musstet, findet nun endlich und erstmals statt: die lange Nacht der Anarchie.

Wo sich Herrschaft zementiert, ein rassistischer, sexistischer, transphober, kapitalistischer, antisemitischer und homophober Konsens sich täglich aufs Neue wieder erfindet und verschärft, ist Widerspruch gefragt wie eh und je. Nur vermeintlich alles ist möglich in Zeiten neoliberaler „Diversity“, die Dich dann hin und wieder ein wenig „anders“ sein lässt, wenn Du Dich prinzipiell brav ausbeuten und vereinnahmen lässt. Aber das kann’s doch nicht sein, nicht nur wir wissen (ihr doch auch, oder?) um die Möglichkeit und Notwendigkeit herrschaftsfreier Gesellschaft.

Selbst in Wien gibt es linke, emanzipatorische autonome Projekte, Initiativen und Räume, die sich in einen herrschenden Mainstream nicht integrieren wollen und diesen in Frage stellen. Ein Außerhalb gibt es nicht, aber viel Dagegen-Sein. Und den Versuch, Gelerntes zu verlernen, um jenseits der geschriebenen, ungeschriebenen und verinnerlichten Gesetze und Normen die eigenen Regeln zu finden. Machtverhältnisse sind vielfältig und recht verschieden -dementsprechend gibt es trotz aller Überschneidungen und (un)möglichen Abgrenzungen

feministische,

anarchistische,

linksradikale,

queere,

antikonsumistische,

antirassistische,

libertäre,

lesbischwule,

antiautoritäre, (…)

Projekte, um eben diese verschiedenen Unterdrückungsmechanismen sichtbar zu machen und nicht einem „Hauptwiderspruch“ unterzuordnen und damit ad acta zu legen. Die Initiativen bespielen und organisieren Bars, Bibliotheken, Wagenplätze, Kost-Nix-Läden, temporäre Räume, Cafés, Hausprojekte, Werkstätten, Archive, Diskussionsrunden, Besetzungen, Lesekreise und vieles mehr. Gemeinsam haben sie alle, dass sie immer wieder in Frage gestellt werden und um ihre Existenz zu kämpfen haben.

Die Bandbreite dieser Szenerie aufzuzeigen und politische Räume für alle jene sichtbar zu machen und zu öffnen, die sie bisher noch nicht kannten oder besucht haben, emanzipatorische Projekte und linke Kritiken vorzustellen – dazu lädt die Lange Nacht der Anarchie. Um damit zu ermöglichen, Gesellschaft anders zu denken und zu machen, zu kollektivieren und dabei Hedonismen und Spaß nicht außer Acht zu lassen. Diverse Räume öffnen am 7.5. ihre Pforten und machen Programm in Form von Lesungen, Festen, Volxküchen, Diskussionen,Ausstellungen und Konzerten…. Kommt vorbei!

„Und wenn die Nacht am tiefsten, ist der Tag am nächsten.“

Für weitere Infos (auch zu den konkreten Veranstaltungen) siehe http://langenachtderanarchie.wordpress.com/

Bundesweite Anti Atom Großdemonstrationen! Appell zum Aktiv werden!

Berlin, Köln, Hamburg, München fahrt zu den Großdemos! Jetzt ist die Zeit, um endlich aktiv zu werden und sich mit den Protesten zu solidarisieren! Zeigt das ihr keine Lust auf Atomenergie habt und zeigt den Parteien die die anti Atom Bewegung für sich vereinnahmen wollen um an die Macht zu kommen den Stinkefinger! Jetzt ist es Zeit sich zu Organisieren und sich der Bewegung gegen Atomkraft und für eine bessere Welt anzuschließen! Bildet revolutionäre Banden den es, kann nicht nur um die Atomenergie gehn, sondern es muss um eine umfassende Veränderung unserer Lebenssituation und die aller Menschen gehn! Baut eigene Projekte und Initiativen auf! Geht den Schritt zu einer Alternativen, Ökologischen Lebensweise, gründet Kommunen und Wohnprojekte, schließt euch zusammen den alleine machen sie dich ein! Es gibt genug Menschen, denen es in den Fingern brennt, etwas zu unternehmen aber nicht Wissen, wie und sich nicht trauen.

anti Atom Großdemonstrationen Termine:
26. März:
Berlin – 12 Uhr – Potsdamer Platz
Hamburg – 12 Uhr – Moorweide
Köln – 14 Uhr – Deutzer Werft
München – 14 Uhr – Odeonsplatz

Durchbrecht die Vereinzelung! Eignet euch das Wissen der anarchistischen Bewegung an und werdet Aktiv!

anarchistischer Funke

Demo gegen die Pelzindustrie

Kommt und kämpft mit uns gegen den dekadenten Tiermord für Pelz und für Tierrechte! Die Frankfurt Pelzfrei, die als Demo gegen die Pelzmesse Fur & Fashion begann, ist eine der größten Tierrechtsdemos in Deutschland. Das erste Ziel haben wir erreicht: Die Fur & Fashion hat ihre Pforten 2009 endgültig dichgemacht. Die Proteste in Frankfurt gehen jedoch weiter – denn so lange Frankfurt die Hochburg der Kürschnerbetriebe in Deutschland bleibt und so lange wie in Frankfurt noch Pelz in Geschäften angeboten wird, so lange werden wir auch dagegen protestieren.

Die Proteste gegen die ethiklose Pelzindustrie werden sich auf einige pelzverkaufende Geschäfte in der Frankfurter Innenstadt konzentrieren. Mit Musik, Redebeiträgen und Aktionen werden wir auf die blutverschmierte Pelzindustrie aufmerksam machen, die auch im 21. Jahrhundert noch die Kleidung der Steinzeitmenschen als einen Teil der Mode sieht.

Samstag, 26. März 2011 um 13 Uhr
Demo gegen die Pelzindustrie
Treffpunkt: Hauptwache
Infostände ab 11 Uhr

Quelle und weitere Infos unter: fuf.tirm.de

Gründung der ASJ Bielefeld am 12.04.