Archiv für Oktober 2011

Griechenland: „Autonome Krankenhäuser“

Der angeblich überzüchtete griechische „Wohlfahrtsstaat“ kracht zunehmend in sich zusammen. Es gibt keine Sozialhilfe, Arbeitslosigkeit wird nur maximal ein Jahr mit 450 Euro gestützt und danach ist für immer Schicht. Dann kann man ja mit an die kärgliche Pension der Alten ran und zusammen drauf warten, daß im kommenden Winter der Strom abgestellt wird. Zudem braucht sich niemand wundern, wenn soviele Menschen keine Krankenversicherung haben: Bereits vor der „Krise“ wurde jeder 5.Job von kleinen Selbstständigen erledigt, denen jetzt auch noch steuerfreies Einkommen von früher 12.000 über 8.000 auf jetzt lecker 5.000 gekürzt wurde.
„Medecines Du Monde“ (Ärzte Der Welt) muß bereits erste Hilferufe rauskeulen – „Unterernährte Kinder“, „kein Geld für Impfungen“, etc. – und braucht seine Container erst gar nicht raus aus Hellas in weltweite Krisengebiete bringen; wie praktisch.
Auf dem Peleponnes schafft man es seit geraumer Zeit nicht eine bereits ausgebrochene Malaria einzudämmen und in Nordgriechenland gibt es den West-Nil-Virus; keine Ahnung was das ist, aber bitte nicht den Touristen erzählen…
Es war ja auch nicht zu erwarten, daß die Medizin des 4.Reichs für die kranke Frau an der Ägais auch noch Hartz IV beinhalten würde.

In Thessaloniki und Athen gibt es jetzt als erste Reaktionen auf die unhaltbaren Zustände medizinische Freiräume!
Die brutalen Sparmaßnahmen, die die griechische Regierung und die Troika (EC/ECB/IMF) durchprügeln, führen zum totalen Kollaps des „Wohlfahrtsstaats“ mit massiven Kürzungen und Kündigungen im Gesundheitsbereich, mit wachsender Armut, Arbeitslosigkeit und sozialem Ausschluß. Als Antwort auf diese Entwicklungen, die das Leben tausender betreffen, hat eine Initiative Freiwilliger in Thessaloniki eine Struktur des Widerstands eingerichtet.

Am 7. November 2011 wird die „Soziale Apotheke der Solidarität“ ihre Pforten öffnen und zwar im 1. Stock des Hauses in der Asopou Straße 24 (im Stadtteil von Vardari). Dieser Raum wurde vom Arbeitszentrum von Thessaloniki der Initiative der Gesundheitsarbeiter_innen zur Verfügung gestellt.

Die medizinische Praxis wird an Werktagen täglich kostenlos für alle griechischen und ausländischen Bürger_innen, die keine soziale Absicherung haben, geöffnet sein und sowohl allgemeinmedizinische Hilfe anbieten, als auch neurologisch, kinderärztlich, psychiatrisch, zahnärztlich und pharmakologisch zur Seite stehen. Um einen Termin zu vereinbaren, rufen Sie bitte vormittags folgende Nummer an: +30 2310 520386.

Sie können mit ihrer Erfahrung oder finanzieller Hilfe an diesem Projekt teilhaben, oder mit medizinischem Equipment, medizinischen Gütern und Medikamenten (vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums). Es gibt keinen anderen Weg; alles, was wir tun können, ist uns gegenseitig zu helfen.

Und in Athen im Besetzten Haus:

Since Tuesday, October 11th, the social space for health operates in PIKPA squat, located in Timodimou and Antoniadou streets (‘Petrina’), in the neighbourhood of Ano Petralona —not far from Petralona metro stop.

The exclusion of more and more people from an already dismantled health care system led the local popular assembly in the decision to try, for the second time in recent years, to operate a self-organized space for health.

The free services provided will be of primary health care and directly related to an advisory reception which will function inside the squat by health care workers and other volunteer residents.

During October 2011, the social space for health will be open every Tuesday (5–8 pm) and Wednesday (5.30–8 pm). On Wednesdays, at 8 pm open meetings of the working group on health of the popular assembly of residents in Petralona, Koukaki, Thissio will also take place in PIKPA squat.
http://en.contrainfo.espiv.net/2011/10/28/athens-social-space-for-health-operates-in-ano-petralona/
http://en.contrainfo.espiv.net/2011/10/28/thessaloniki-solidarity-medical-practice-will-operate-in-a-few-days/

Längerer Artikel von/über „Ärzte Der Welt“ – in Englisch:
http://www.grreporter.info/en/humanitarian_crisis_greece_deepening_medecins_du_monde_warning/5337

Quelle: Indymedia

Griechenland: Waren eines Supermarktes in Patras enteignet

Am Morgen des 20. Oktobers hat eine Gruppe AnarchistInnen aus einem Supermarkt in Partas eine große Menge Lebensmittel einteignet und diese sofort auf einem in direkter Nähe gelegenen Markt verteilt.

Die Gruppe erklärt ihre Aktion in einem Kommuniqué, das während der Aktion verteilt wurde:

Wir sind keine Robin Hoods oder Leute, die bereits ihre Probleme gelöst haben und daher Revolution machen, wie die wichtigtuerischen Massenmedien uns darstellen. Wir führen diese Aktion nicht aus, weil wir die RetterInnen sind. Wir haben keine Lust jedermanns / jederfraus RetterInnen zu sein. Wir sind einfach Leute, die verstehen, dass Lebensperspektive nur durch Kampf gewonnen wird. Wir sind Leute, die neben dir leben und heute beschlossen haben einen Weg aufzuzeigen, sich vom Elend loszureißen und unsere Zeit und unser Leben wiederzugewinnen. Wir betrachten derartige Gesten als Aktionen, die im Hier und Jetzt stattfinden, mit dem Herz und Verstand, basierend auf eine Welt von Gleichheit, Solidarität und gegenseitiger Hilfe- eine Welt von individueller und kollektiver Freiheit.

Quelle: Contra Info

Das Netzwerk der KKE: Lügen und ihre Verbreitung

Es ist nicht nur die Korrespondentin der Jungen Welt Heike Schrader, die sich am 19./20. Oktober gegen die vielen Demonstrierenden gestellt hat, die sich nicht von einer stalinistischen Partei die Form ihres Protests diktieren lassen wollen. Auf die junge Welt und ihre Art und Weise der Berichterstattung wurde bereits eingegangen und hoffentlich Lehren gezogen. Dieser Text ist als Ergänzung zu verstehen.

Vor allem die Deutsche Kommunistische Partei DKP übernimmt die Lügen der Kommunistischen Partei Griechenlands. Kontakt zu den griechischen StalinistInnen besteht seit vielen Jahren. Hierunter fallen z.B. Einladungen zu Parteittagen, gegenseitige Besuche von Konferenzen, Veröffentlichung gegenseitiger Grußworte, Solidaritätschreiben und allgemein die Publikation von Texten. Das Verhältnis wird auch nicht dadurch getrübt, dass die DKP in der Vergangenheit eine Kritik an der offiziellen Rehabilitation Stalins (2009) durch ihre griechischen GenossInnen geäußert hat und im Gegensatz zur KKE von Verbrechen Stalins spricht.
Quelle: http://xxxkommunisten.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3089:eine-kritk-an-den-kke-thesen-ueber-den-sozialismus&catid=77:analysen&Itemid=154 (Link funktioniert nur ohne xxx)

So verwundert es nicht, dass die DKP recht zeitnah zum Geschehen in Athen eine offizielle, kader-gehorsame Presserklärung abgeliefert hat. www.xxxkommunisten.eu/attachments/3090_Erklärung_Griechenland.pdf

Die obskuren Thesen der KKE werden weitgehend übernommen, den eigenen Verhältnissen etwas angepasst und teilweise vage formuliert. Hierdurch gewinnen sie scheinbar an Glaubwürdigkeit. So wird sich z.B. auf die eher im deutschsprachigen Raum bekannten Autonomen besonnen und nicht explizit gesagt, dass es sich bei diesen auf jeden Fall um Polizeispitzel handeln muss, sondern auf angebliche Erfahrungen aus der Vergangenheit verwiesen.

Zusammengefasst geht die DKP in ihrer Stellungnahme davon aus, dass:

- die KKE und PAME, wie andere linke Organisationen eine wesentliche Rolle bei den Protesten spielen.
- friedliche DemonstrantInnen vor das Parlament zogen
- diese plötzlich von 500 sogenannten Autonomen angegriffen wurden.
- bei vorangegangenen Demonstrationen sogenannte „Autonome“ als Polizeiprovokateure eingeschleust wurden und die Polizei tatenlos zugesehen hat, wie sich diese Leute mit Steinen und Prügel bewaffneten.

Um diese Behauptungen seriös zu belegen werden auf dem Nachrichtenportal „Kommunisten“ der DKP dann „Der Spiegel Online“ und “Süddeutsche Zeitung“ als Quellen herangezogen, Massenmedien, die dieses mal (nicht vollkommen unerwartet) ganz im Sinne der eigenen Parteilinie berichten. Da braucht sich die DKP dann keine Gedanken zu machen, ob es in Wahrheit anstatt „der Massen von Protestierenden“ nicht doch nur die Freunde der KKE / PAME waren, die sich vor dem Parlament aufhielten und „unter den Augen der Polizei“ sich männliche Mitglieder der stalinistischen Partei mit Knüppeln bewaffneten und Helme trugen und mit den Rücken zur Polizei aufreihten. Auch keine Rolle spielt in der Parteipropaganda die Tatsache, dass die stalinistische Partei gewalttätig versucht hat die Masse von DemonstrantInnen vom Protest direkt vor dem Parlament abzuhalten, was ihr auch letztendlich mit Hilfe der Polizei erfolgreich gelang.

Die Online Plattform „Kommunisten aus der Schweiz“ www.xxxkommunisten.ch beklagt sich auf ihrer Seite bitter darüber, dass Indymedia gegen die „organisierte Arbeiterklasse Griechenlands“ hetzen würde. Sie bezieht sich auf einen „am 20. Oktober auf Indymedia Schweiz“ erschienenen, „gegen den Kampf der organisierten Arbeiterklasse Griechenlands gerichtetem Artikel – unter dem bezeichnenden Titel: «Stalinisten – Die letzten Büttel der herrschenden Klasse?“

Dieser Beitrag, den irgendwer Unbekanntes auf die offene Plattform gestellt hat, beinhaltet folgenden Satz:

«Nachdem es zwischen Demonstranten und PAME/KKE-Stalinisten zu kleinen Rangeleien kam, als die Demonstranten versuchten auf das Parlament loszugehen und die KKE-Ordner die Leute zurückhielten, z.T. verprügelten und schliesslich den Bullen übergaben, sind nun schwere Auseinandersetzungen zwischen Antiautoritären und Stalinisten ausgebrochen.»

Als kleine Anekdote bleibt zu erwähnen, dass es sich bei diesem angeblichen Artikel um einen Auszug unseres auf Contrainfo veröffentlichten Tickers zum 48-stündigen Generalstreik handelt und diese Quelle auch auf Indymedia Schweiz genannt wird. Contrainfo beklagt sich übrigens nicht, dass die “Open Posting” Funktion der deutschsprachigen Indymedias auch vom KKE Netzwerk beherrscht und genutzt wird und echauffieren uns auch nicht darüber, dass Indymedia die Stalinisten verteidige. Indymedia ist bei uns weder der AnarchistInnen, Libertären bzw. Antiautoritären Bewegung zuzuordnen, noch Sprachrohr von StalinistInnen. In “Griechenland” ist das komplett anders, dort hat die stalinistische KKE tatsächlich keine Plattform.

Im weiteren Verlauf spricht der Text dann von einigen Hundertschaften Anarchofaschisten, die einen „mörderischen Überfall auf eine Demonstration der Klassengewerkschaft PAME ausgeübt hätten. Ein Genosse der Bauarbeiter wurde dabei getötet, etwa 80 Gewerkschafter zum Teil ernsthaft verletzt. “

Das Wort „Anarchofaschisten“ entstammt u.a. den Sprachgebrauch der KKE und ist seltsamerweise gängige Alternative, wenn diese Partei die AnarchistInnen, Libertäre, Antiautoritären gerade nicht einmal als Agents Provokateur bezeichnet. Es dürfte inzwischen bekannt sein, dass es eine Lüge ist, dass der Bauarbeiter bei dieser Auseinandersetzung ums Leben kam. Er ist das Opfer eines Tränengaseinsatzes der Polizei. Der Tote wird hier in beschämender Weise funktionalisiert.

Suggerierte der DKP Text noch in etwas weichgespülter Form , dass am 22.10 höchstwahrscheinlich Agents Provokateur sich eine Auseinandersetzung mit der KKE lieferten, ist sich der Verfasser dieser Zeilen sicher, dass die “Antiautoritären” “am 20.10. „einen speziellen Tagesbefehl erhalten hatten, Ausführung eines direkten bewaffneten Angriffs auf die vor dem Parlament unter dem Banner der PAME demonstrierenden Arbeitermassen. Dabei warfen die Angreifer Steine und Molotow-Cocktails, setzten aber auch Tränengas, Schockgranaten und andere polizeiübliche Waffen gegen die Arbeiter ein.“

Fakt ist, dass dieser Satz nur in einem Punkt wahr ist, Steine werden tatsächlich von der MAT (Bereitschaftspolizei „Griechenlands“ geworfen, ob es ich dann aber um „polizeiübliche“ Waffen handelt sei dahingestellt.

Die Kommunistische Initiative übernimmt diesen Text dann einfach. http://www.xxxkommunistische-initiative.de/solidaritaet/internationale-solidaritaet/1005-indymedia-hetzt-gegen-die-organisierte-arbeiterklasse-griechenlands.html.

Auch der Blog „kritische Massen“ http://xxxkritische-massen.over-blog.de/ für den sich ein Sepp Aigner verantwortlich zeichnet, bläst ins gleiche Schamei. Er verbreitet wieder einmal altbekannte Lügen, auf dass sie sich durch stängiges Wiederholen in Wahrheit wandeln:

„Diese Gruppen sind durchsetzt mit Polizeispitzeln, Geheimdienstleuten, bezahlten Schlägern aus dem Lumpenproletariat, dem Rotlicht-Milieu und privaten “Sicherheitsdiensten”. Sie repräsentieren nicht eine “andere Linke” oder den “entschiedensten Teil der Linken“.

Im Anschluss wird, wie so oft, auf die Quelle der Glückseligkeit, eine aktuelle Stellungnahme der KKE zurückgegriffen, die die gewagten These dann unterfüttern soll. Harthmuth-Barth-Engelbart (lt. Wikipedia Eintrag: Schriftsteller, Lyriker, Musiker Liedermacher, Sänger, Grafiker, Grundschullehrer) und Kommunist hat diesen Artikel dann für wertvoll befunden und gleich mal für seinen eigenen Online Auftritt abgekupfert.

Die wirre Behauptung, dass der berüchtigte bewaffnete Ordnungsdienst einer stalinistischen Partei beim Generalstreik die gesamte Arbeiterklasse geschützt und nicht die Interessen der KKE (und Herrschenden) durchsetzte, zieht weite Kreise in den Reihen dieser autoritären KommunistInnen. Sie sind überzeugt, dass die KKE einerseits eine revolutionäre Kraft in Griechenland ist, treten aber gleichzeitig auf die Bremse, weil die Zeit noch nicht reif sein soll für eine revolutionäre Veränderung.

„Die Kommunisten und die von ihnen beeinflussten Massenorganisationen tun alles, um das zu ändern, und sie sind dabei erfolgreich. Aber noch sind die Bedingungen für einen “Bruch mit dem System”, für eine Revolution nicht gegeben.(…)“ ist auf dem Sepp Aigner Blog zu lesen.
Nichts Neues von dieser Front. .

So endet diese kurze Reise, die wenig Freude bereitet hat. Es ist erschreckend und empörend, wie diese (und andere nicht genannten, wie z.B. die SDAJ, die in der Vergangenheit auch immer für die KKE geworben hat) dogmatischen Stalinisten bzw. Marxisten ihre Erkenntnisse gewinnen und was sie uns als Wahrheit andrehen wollen. Haben wir sie bisher eher belächelt oder der eine bzw. die andere vielleicht auch mal aus unverständlichen Gründen das UZ (Unsere Zeitung) – Pressefest besucht, ist es jetzt an der Zeit sich eindeutig abzugrenzen und zu positionieren und die Hetze und Lügen nicht einfach hinzunehmen. Aus Solidarität mit den sozialen Kämpfen in Griechenland kann es keine Bündnisse und Zusammenarbeit mit diesen Feinden der Freiheit geben, sondern nur die Konfrontation…

Quelle: Contra Info

Berlin: Räumung des letzten besetzten Projekts?

Wenn der Linienhof geräumt wird, verschwindet damit das letzte seit 20 Jahren besetzte Projekt Berlins.

Das Werkstattprojekt Linienhof befindet sich auf einem Gelände in der Kleinen Rosenthalerstr.9 in Berlin Mitte, das im Jahre 1991 besetzt wurde.

Im Laufe der Zeit ist es von unterschiedlichen Gruppen und Initiativen zu verschiedenen Zwecken genutzt worden. In den letzten Jahren ist es in erster Linie ein offenes Werkstattprojekt, dessen Metall- und andere Werkstätten, Schmiede, Autoselbsthilfe usw. nach Absprache oder zu selbstorganisierten Workshops genutzt werden können.

Als der Hof vor gut 10 Jahren von der Wohnungsbaugesellschaft Mitte wbm verkauft wurde, wurde mit den neuen Eigentümer_innen mündlich eine unentgeltliche Weiternutzung des Geländes vereinbart.

Doch dann fand 2007 der nächste Eigentümer_innenwechsel statt – die Ex-Linken Mathias Greffrath (taz, le monde diplomatique) und Hortensia Völckers (künstlerische Direktorin Bundeskulturstiftung) planten bei vollem Bewußtsein die Zerstörung des Projekts zugunsten ihres Eigenheims. Der Abriß und Baubeginn im Sommer 2010 wurden durch massive Proteste verhindert.

Durch öffentlichen Druck verschreckt zogen sie sich dann im Juni 2011 angeblich von dem Vorhaben zurück, das Gelände wurde wieder verkauft – an eine frisch aus dem Bekanntenkreis gegründete GmbH.
Sofort versuchte diese KLES-GmbH Räumung und Abriß, Anwohner_innen und Unterstützer_innen verhinderten dies abermals.

Doch wofür sich Greffrath und Völckers zu schade waren – für die KLES GmbH kein Problem:
Nun werden die Besitzrechte gerichtlich verhandelt und dem langjährigen Projekt droht endgültig die Räumung (Termin: 7.11.2011, 9:45, Landgericht Berlin, Tegeler Weg 17-21).

Wir lassen uns unsere Freiräume nicht nehmen!!

Linienhof bleibt!!
Wir bleiben alle!!

Quelle: linienhof.blogsport.de

Heike Schrader lügt in ihrem Artikel in der jungen welt zum Generalstreik in Griechenland

Heike Schrader lügt!

Betrifft den Artikel „Mörderischer Angriff“ in der Tageszeitung junge welt vom 21. Okt. 2011. In der fett gedruckten Unterüberschrift behauptet die junge welt „Hintergründe zu den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten“ in Athen liefern zu wollen. Der folgende Artikel strotzt dann jedoch nur so vor Auslassungen, Verdrehungen, Halbwahrheiten und Parteipropaganda der KKE. Da Heike Schrader seit Jahren in Athen lebt dürfte ihr all das bekannt sein. Der Artikel kann deshalb nur als wissentliches Lügenkonstrukt bezeichnet werden.

Zu den Auseinandersetzungen war es am 2. Tag des 48stündigen Generalstreiks zwischen einem Block von AnarchistInnen, Linksradikalen und nicht eingebundenen Jugendlichen einerseits und Ordnern der stalinistischen KKE, ihrer Jugendorganisation und der von der KKE dominierten Gewerkschaftsfront Pame gekommen. Das 53-jährige Pame-Mitglied Dimítris Kotzarídis erlitt nach Tränengas- und Blendschockgranatenbeschuss durch die MAT-Sondereinheiten der Polizei einen Herz- und Atemstillstand und verstarb noch vor Ort. Ärzte, die vergeblich versuchten ihn wiederzubeleben, führen seinen Tod auf das Einatmen großer Mengen von Tränengas zurück. Nach Aussagen eines ihn begleitenden Bekannten, war er nicht an den Auseinandersetzungen beteiligt und „fiel direkt nachdem eine Tränengasgranate vor seinen Füßen explodierte, plötzlich um.“ Anstatt diesen erneuten Polizeimord anzuklagen, sprach die KKE-Vorsitzende Aléka Paparíga die Polizeikräfte noch am 20. Okt. auf einer Pressekonferenz von jeder Schuld frei.

Dass Schrader im Artikel nicht einmal die Todesumstände erwähnt spricht Bände. Bei ihr liest sich das folgendermaßen: „Als »organisierten mörderischen Angriff von Befehle ausführenden Provokateuren« bezeichnete die Kommunistische Partei Griechenlands, KKE, den Angriff auf ihre Gewerkschaftsfront PAME am Donnerstag. Dabei hatten mehrere hundert Vermummte den Demonstrationsblock der PAME vor dem griechischen Parlament mit Steinen, Rauchgeschossen und sogar Brandbomben angegriffen. Bei den Auseinandersetzungen wurden mehr als 40 Menschen verletzt, der PAME-Gewerkschafter Dimitris Kotzaridis erlitt einen tödlichen Herzinfarkt.“

An dem Satz ist einzig das Zitat der KKE richtig zitiert! Und das die griechischen Stalinisten all diejenigen, die nicht ihren eigenen Befehlen gehorchen als „Befehle ausführende Provokateure“ bezeichnet ist bekannt. So waren, angefangen von den aufständischen BesetzerInnen des Polytechnikums 1973, von denen einige ihren Kampf gegen die Militärdiktatur mit dem Tod bezahlten, bis zu den Beteiligten des sozialen Aufstands im Dezember 2008, als nach der Ermordung von Aléxandros Grigorópoulos tagelang griechische Innenstädte brannten, laut KKE immer nur „Provokateure“ am Werk.

Des weiteren wurde am 20. Okt. 2011 kein „Demonstrationsblock der Pame“ angegriffen, sondern die mit Helmen, Knüppeln und Vierkanthölzern bewaffnete Schutztruppe der Pame, die über viele Stunden das Parlamentsgebäude vor anderen DemonstrantInnen geschützt hatte. Dieser Schutz, wohlgemerkt des Gebäudes in dem in diesen Stunden die weitere Ausplünderung des Landes beschlossen wurde, geschah mit körperlichen Zwangsdurchsuchungen, Taschen-, und teilweise Personalienkontrollen „verdächtiger“ DemonstrantInnen und sollte bis zum Ende der Abstimmungsprozedur aufrecht gehalten werden. Die so freiwerdenden Polizeikräfte tranken in dieser Zeit Café, bzw. verteilten sich strategisch in den umliegenden Straßenzügen. Schon am Tag zuvor, dem ersten Tag des Generalstreiks, hatte die KKE über vier Stunden die komplette Straße vor dem Parlament für andere Demonstrierende dicht gemacht. Nur um Haaresbreite konnte dabei eine Straßenschlacht zwischen der seit zwei Wochen streikenden Müllarbeitergewerkschaft und der KKE vermieden werden.

Nicht umsonst zeigten sich die ParlamentarierInnen beeindruckt vom „gut organisierten Schutzschild der KKE für die parlamentarische Demokratie“. Bei früheren Generalstreiks hatten zum Teil zehntausende Demonstrierende versucht das Parlament zu stürmen, was zu heftigen Straßenschlachten mit den Polizeikräften und vielen Unannehmlichkeiten für die „Volksvertreter“ geführt hatte. Anarchistische und linksradikale Gruppen hatten auch jetzt im Vorfeld erklärt, dass nur die Erstürmung und Besetzung des Parlaments neue Sparbeschlüsse verhindern könne. Die „mehrere hundert Vermummte“, waren dann auch mehrere tausend Menschen, die genug vom unterdrückerischen Tun der KKE haben. Sie prügelten sich in der Folge im übrigen mit den nicht minder behelmten und vermummten „roten Bullen“ der Partei und die „mehr als vierzig Verletzten“ dürften zu einem nicht geringen Teil die von den KKE-Ordnern „verhafteten Provokateure“ sein, die zuerst übel zusammengeschlagen und dann den echten Bullen übergeben wurden.

„Doch der brutale Angriff auf Griechenlands Kommunisten kommt nicht aus heiterem Himmel:“ Da hat Schrader tatsächlich recht – allerdings schreibt sie nichts dazu in ihrem Artikel. War es im letzten Jahrzehnt relativ ruhig was körperliche Auseinandersetzungen in der griechischen Linken betrifft, so liegt dies vor allem daran, dass die KKE seit bestimmt 15 Jahren nur noch getrennt von allen anderen demonstrierte und somit keine direkte Gefahr mehr für die körperliche Unversehrtheit all derer darstellte, die sich ihr nicht unterordneten. Einzig aus diesem Grund kam es in letzter Zeit nicht zu den in den 70er, 80er und 90er Jahren regelmäßig stattfindenden brutalen Prügeleinsätzen der KKE-Schläger, die oftmals in Zusammenarbeit mit den MAT-Sondereinsatzbullen auf Demoblöcke von Linksradikalen, Autonomen, AnarchistInnen, und „Wilder Jugend“ im Rahmen der Gedenkdemonstrationen zum 17. November losgingen (u.a. 1979, 1995, 1998, 1999).

Insofern ist das ständige Geheule der KKE über „bezahlte, vermummte Provokateure“ oder „Anarcho-Faschisten“, die zum Schaden der Partei mit dem Staat zusammenarbeiten, mehr als scheinheilig. Die einzige organisatorische (linke?) Macht, die in Griechenland ständig mit allen Mitteln konkurrierende Strukturen – und hierbei vor allem so genannte oder tatsächliche Linksabweichler, Trotzkisten, Anarchisten – bekämpft, ist die KKE. Dass sie dabei wann immer es ihr nötig erscheint mit dem Staatsapparat zusammenarbeitet versteht sich von selbst. Momentan versucht die KKE den Mehrwert der Demonstrationen und der Auseinandersetzungen für sich zu verbuchen:
- Anerkennung vom System für den Schutz desselben eingeheimst,
- gleichzeitig „kämpferisch“ mit Helm und Knüppel dagegen in die Schlacht gezogen – und außerdem noch „Opfer staatlich gelenkter Provokateure“.

Da kommt ein Toter gerade recht – nur schade, dass ihn kein Stein von „Vermummten“ erschlagen hat.

Beim Generalstreik vom 19./20. Oktober haben hunderttausende Menschen die KKE in Aktion erlebt (frei nach dem Motto „wer nicht für mich ist, ist der Feind“ wurden auch AktivistInnen der „bezahlt wird nicht“-Kampagne von den KP-Schlägern verprügelt) und konnten sich erneut ein Urteil bilden. Die kommenden Mobilisierungen werden zeigen welchen Schluss sie daraus gezogen haben. Da Massenmedien, PolitikerInnen aller Parteien, staatstragende Gewerkschaften und die KKE an diesem Punkt eine propagandistische Einheitsfront bilden, kommt es – wie immer – aufs eigene Denken an.

Ralf Dreis, Vólos, Griechenland

Quelle: Contra Info

Wien: Konsumräume sind überfällig und das seit über 20 Jahren!

Mit Ende Oktober geht die initiative drogenkonsumraum an die Öffentlichkeit. Es handelt sich hierbei um ein Bündnis, das sich zum Ziel gesetzt hat in Wien einen Raum mehrheitsfähig zu machen, in dem mitgebrachte Drogen in einem hygienischen & geschützten Rahmen konsumiert werden können. Die Initiative erhofft sich davon einen Rückgang bei Infektionen (Hepatitis C, HIV) und bei den Todesfällen (Überdosierungen), eine Entlastung der Mehrheitsbevölkerung (Spritzen in Stiegenhäusern & Parks) und letztendlich mehr Pragmatismus in der Drogenarbeit. Aus diesen Erwartungshaltungen heraus, setzen sich auch die Beteiligten zusammen. So ist es dieses Mal nicht nur die Basis diverser Drogenvereine die sich hier selbst organisiert. Das Bündnis soll das gleichberechtigte Zusammentreffen von Angehörigen, Anrainer_innen, Aktivist_innen, Konsument_innen, Studierenden, Solidarischen und Interessierten ermöglichen. Und das wurde und wird schon in der Vorbereitungsphase in verschiedener Intensität genutzt. Nun beginnt die eigentliche Kampagne und die ist darauf ausgerichtet, möglichst viele Menschen zum Mitmachen zu bewegen. Dabei ist von einer einfachen Unterzeichnung der Online-Petition und dem Verkleben von Stickern, bis hin zum persönlichen Engagement bei Treffen und Aktionen alles gewünscht und möglich. Fachwissen ist keines nötig.

Alles muss mensch selber machen

Wir von der LISA sind seit der Räumung des Karlsplatzes 2010 in Sachen Drogenarbeit aktiv. Die Forderung nach einem Konsumraum erscheint uns sinnvoll und überfällig. Doch dem nicht genug. Wenn mensch die Entwicklung des Wiener Drogenhilfesystems der letzten Jahr(zehnt)e anschaut, dann bekommt mensch den Eindruck, dass abgesehen von einigen kleinen Ausnahmen, Umstrukturierungen und Machterhalt den absoluten Vorrang vor Innovation und Partizipation haben. Belange wie iv-Substitution, Diamorphinbehandlung, Selbstbestimmung & Selbstorganisation von User_innen werden höchstens in Fachgremien zu Tode debattiert. Der Öffentlichkeit wird eine auf Fakten beruhende Auseinandersetzung gar nicht mehr zugetraut und die Basishackler_innen der betroffenen Vereine werden mittlerweile auch nur mehr vor vollendete Tatsachen gestellt. Partizipation ist zu einer leeren Worthülse der Entscheidungselite verkommen. Umso begrüßenswerter und verständlicher ist es, wenn sich die Betroffenen nun auf die Beine stellen und selbstbestimmt neue Wege abseits von Verwaltung, Bürokratie und Politik einschlagen. Wir rufen alle progressiv gesinnten Menschen zur Beteiligung am Bündnis und alle betroffenen Menschen zum konstruktiven Streit und zur Auseinandersetzung auf.

Quelle und weitere Infos unter: syndikalismus.tk

Bristol, “UK”: Solidarität mit der besetzten Fabrik

Das Soziale Zentrum Fabrik ist ein besetzter autonomer Raum in St. Pauls, Bristol, UK. Es ist seit März 2010 besetzt.

Gegenwärtig bietet es Unterkunft für einen großen Personenkreis, außerdem für etliche Projekte.

Ein Unternehmen namens PG Gruppe will das Gebäude ausbauen.

Wir wollen nicht ausziehen und wir wollen nicht, dass dass Gebäude ausgebaut wird und bitten um eure Unterstützung
Für den Erhalt der besetzten Fabrik!
Gegen die Räumung und Gentrifizierung!
Autonome Räume verteidigen!

Marsch und Demonstration
Mittwoch, 26 Oktober, Portland Square, 12 Uhr

Weitere Info (englischsprachig): freefactory.wordpress.com

Quelle: Contra Info

Bericht: Aktionstag von Occupy Köln 22.10.2011

Am 22.10.2011 fand erneut ein Occupy-Aktionstag in Deutschland statt. In 26 Städten gab es wie auch schon am vergangenen Samstag Demonstrationen/Aktionen/Kundgebungen. Im folgendem berichten wir über die Ereignisse in Köln und versuchen auch unsere Kritik an der Occupy-Bewegung darzustellen.

Ablauf des Tages in Köln
Vor dem Dom versammelte sich eine ansehnliche Menge von etwa 1500-2000 Menschen. Es gab ein offenes Mikro an dem einige ihre Gedanken äußerten und auch einige kleinere Reden gehalten wurden. Danach ging es los durch die Einkaufsmeile Kölns. Einige Menschen schlossen sich spontan an und der Demozug erweiterte sich auf mindestens 2500 Teilnehmer. Die meisten Parolen beschränkten sich auf „Brecht die Macht der Banken und Konzerne“ und „Mach dich vom Ackermann!“ Teilweise kamen aber auch Parolen wie „Anti-Capitalista“ und „One Solution-Revolution“ gut an. Diesmal war die Demoroute deutlich länger und besser gewählt und fand ihren Schluss auf dem Rudolfplatz. Dort gab es wieder ein offenes Mikro und später fand sich auch noch eine kleine Diskussionsrunde zusammen. Der Tag endete im Vergleich zum vergangenen Samstag relativ schnell nach 3-4 Stunden und nur noch Einzelne blieben, hörten Musik und unterhielten sich.

Kritik
Schon von Beginn an war abzusehen, dass die kommunistischen Gruppen aller SDAJ, SAV usw. stärker präsent sein würden als noch am vergangenen Aktionstag. Die SAV war am Start und Endpunkt mit einem Stand sowie mit einem Banner, Flyern und Fahnen vertreten. Die SDAJ brachte es auf ein großes Banner sowie zwei Fahnen. Die neue Lautsprecheranlage, die laut gelobt wurde und für die zu Spenden aufgerufen wurde, organisierte die SAV (nicht offiziell sowie bei vielen Veranstaltungen). Wieso wir das so breit erzählen? Bei dem offenen Mikro sagte jemand, dass er nicht wolle dass die Occupy-Bewegung von Organisationen vereinnahmt wird. Explizit äußerte er jedoch, dass er gegen eine Unterwanderung der Proteste durch Anarchisten wäre. Schlimmer war eigentlich nur noch, dass er für eine solche Aussage auch noch Applaus bekam.
Es gab allerdings auch Gegenreden, die aussagten, dass ein freies Leben nur ohne Staat möglich wäre. Diese wurden ebenfalls mit großem Applaus beantwortet und zwar von den gleichen Leuten, die zuvor noch dafür geklatscht hatten, dass Anarchie gefährlich wäre! Sowieso wurde alles beklatscht, was nicht bei drei auf den Bäumen war, vom reformistischem Ansatz bis hin zum revolutionärstem Gedanken.
Das zeugt für uns von einer ziemlichen Inhaltsleere. Auch die Fixierung auf das Finanzsystem mit den Banken und das Ausblenden von so unendlich vielen weiteren Faktoren, die wichtig sind, um die herrschenden Zustände zu erklären und zu reflektieren, können wir nur kritisieren. Diese Bewegung muss sich unserer Meinung nach endlich klar werden, wohin sie will! Es ist schön viele Menschen auf den Straßen zu sehen, die endlich Veränderungen wollen, aber dafür muss mensch die gesamtgesellschaftlichen Probleme begreifen und eigene Ideen zum Aufbau einer besseren Welt entwickeln.

Fazit
Gerade in Anbetracht auf die Ereignisse in Griechenland als die KKE (Kommunistische Partei Griechenlands) versuchte die Avant-Garde für einen ganzen Aufstand zu spielen, muss klar sein, dass wir als Anarchisten/Antiautoritäre da sein müssen, um zu verhindern, dass dies auch in Deutschland passiert.
Dennoch danken wir der Occupy-Bewegung, dass Sie einen Rahmen gibt für Alternativen und Kritik am Bestehendem. Dieser muss nur endlich von den Menschen ausgefüllt werden!
Wir werden auch weiterhin an diesen Protesten teilnehmen in der Hoffnung, dass sie sich weiter entwickeln, sich reflektieren und dass mehr Menschen anfangen sich von unten zu organisieren.
Es muss um die ganze Scheiße gehen und nicht um ein „besseres“ Finanzsystem, eine bessere Verteilung oder was auch immer!
Für die direkte Demokratie als Möglichkeit der Emanzipation der Menschen hin zu einer völlig befreiten Gesellschaft! Hin zur Sozialen Revolution in allen Lebensbereichen!

anarchistischer Funke

Einen Weiteren Bericht mit Fotos findet ihr unter: anarchosyndikalismus.blogsport.de

Zu den Vorfällen der autoritär-kommunistischen Gruppen in Griechenland

Zu den Vorfällen der autoritär-kommunistischen Gruppen in Griechenland

Anders als bei vergangenen Streiks führte die stalinistische Gewerkschaft PAME gestern keine eigene Demonstration durch. Sie konzentrierte sich zusammen mit der kommunistischen Partei KKE und deren Jugendorganisation KNE darauf das Parlament zu „umzingeln“. Ziel war es angeblich die Zugänge zum Parlament zu blockieren. In Wirklichkeit jedoch spielten sie sich als eine Avant-Garde auf und blockierten allen anderen Demonstranten den Weg vor das Parlament.

Mit Motorradhelmen und Knüppelfahnen bewaffnet bildeten sie Reihen um den vorderen Teil des Parlamentes. Als die Demonstration der Streikenden zum Syntagma-Platz vor dem Parlament kam ließen die Mitglieder der PAME keinen mit anderen Meinungen zum Parlament, wie in diesem Video des Bündnisses „DenPlirono“ (Ich bezahle nicht) ab Minute 5 zu sehen ist: http://www.youtube XXX .com/watch?v=aOkmUlHRHYk

Es ist klar zu erkennen wie Stalinisten das Parlament beschützen und sich mit der Polizei im Rücken gegen die anderen Demonstranten richten.

Nach einigen Streitgesprächen mit den „Sicherheitskräften“ der Stalinisten kam es zu heftigen Auseinandersetzungen. Anarchisten, Anti-autoritäre und radikale Linke versuchten die Blockade der PAME und KKE zurückzudrängen oder aufzulösen um den Menschen den Zugang direkt vor das Parlament zu öffnen.

Allerdings hatten sich die autoritären Kommunisten zu gut vorbereitet und konnten so auch mit Hilfe der Polizei, welche vom unteren Teil des Syntagma Platzes versuchte die Demonstranten einzukreisen, den Angriff abwehren. Damit hatte die Polizei leichtes Spiel fast alle Demonstranten auf dem Syntagma Platz zu vertreiben. Somit war ein weiterer Protest gegen die Politiker im Parlament und das Sparpaket nicht möglich.

Des weiteren gab es Berichte über Mitglieder der PAME, welche Demonstranten an die Polizei auslieferte. Auch in anderen Städten gab es Übergriffe. In Ioannina attackierten Mitglieder der KNE andere Demonstranten. Ähnliche Szenen gab es in Rethymnona auf Kreta.

Nicht zum ersten Mal zeigen diese Gruppen ihr wahres reaktionäres Gesicht. So gab es beispielsweise 1998 gemeinsame Angriffe der Polizei und der KNE gegen Anti-Autoritäre, Libertäre und Anarchisten in der Stadiou Straße in Athen.
http://www.youtube XXX .com/watch?v=GTiOb35SSs0

Die PAME, KKE und KNE sind eindeutig kontra-revolutionäre Gruppen. Es ist wichtig sie in dem gleichen Maße zu bekämpfen wie Polizei, Militär, Kapital, Religion und Politik. Diese Gruppen haben auch Kontakte zu deutschen Organisationen wie der DKP, welche nun Lügen verbreitet um den lächerlichen Versuch der autoritären Kommunisten zu verherrlichen und sie sogar noch als Opfer darzustellen.

Der Kampf für eine befreite Gesellschaft ist auch der Kampf gegen anti-emanzipatorische Kräfte. Die Geschichte hat mehrfach gezeigt, dass autoritäre Kommunisten nur an der Macht und den eigenen Vorteilen interessiert sind. Sie sind bereit dafür über Leichen zu gehen und mit anderen faschistischen Kräften zusammen zu arbeiten. Die Ereignisse vom 20.10.2011 reihen sich nahtlos ein in die lange Reihe autoritär-kommunistischer Verbrechen gegen die Freiheit.
1921 Niederschlagung des Kronstädter Matrosenaufstands
1922 Zerschlagung der Machnowschtschina in der Ukraine
1930er Verrat der spanischen Revolution
1939 Hitler-Stalin Pakt und der gemeinsame Überfall auf Polen
..um nur einige Beispiele zu nennen.

Erfreulicher Weise gab es bereits in der Nacht Gegenangriffe von Anarchisten zum Beispiel in Athen und Thessaloniki. Mit roter Farbe wurden Parteibüros der KKE angegriffen und anarchistische Parolen an die Wände geschrieben. Fotos: athens.indymedia.org

Einen Verlauf der gestrigen Ereignisse gibt es hier: de.contrainfo.espiv.net

Solidarität mit den freiheitlichen Kräften in Griechenland!
Gemeinsam gegen alle Feinde der Revolution!

anarchistischer Funke

Athen: KKE und MAT greifen Streikdemo an

Gestern, am ersten Tag des Generalstreiks, postierte die KKE eine Ordnerkette mit Knueppeln vor dem griechischen Parlament. Nicht abgedeckt wurde von dieser Kette die Auffahrt zum Parlament und die Strasse, die zum Eingang fuehrt. An diesen beiden Stellen suchen die Demobloecke traditionell die Konfrontation mit der Polizei.

Nach dem es gestern an den von der KKE unbewachten Zugaengen zum Parlament Zusammenstoesse zwischen DemonstrantInnen und der Polizei gab, besetzte heute morgen PAME, die KKE Gewerkschaft, die Strasse vor dem Parlament am 10:30, einer Zeit zu der die anderen Demonstrationen noch auf dem Weg zum Syntagma waren.

PAME blockierte allen anderen DemonstrantInnen den Weg vor das Parlament. An der Stelle an der es gestern geknallt hatte wurde von KNE, Jugendorganisation der KKE, die Strasse gesperrt und ein Checkpoint errichtet. Leute die als Anarchisten bekannt sind wurden von KKE Geheimdienstlern identifiziert, geschlagen und verjagt. Ebenso Jugendliche die wie Anarchisten aussahen oder Menschen mit roten Fahnen, die von der KKE dafuer keine Erlaubnis hatten.

Als ein anderer Demoblock versuchte zum Parlament zu gelangen wurde er von PAME und KNE Ordner (nur maennlich) angegriffen.

Daraus entwickelte sich eine heftige Strassenschlacht zwischen AnarchistInnen und PAME/KNE/KKE die gemeinsam mit MAT angriffen. Die Stalinisten schleuderten schwere, scharfkantige Marmorbrocken in die Menschenmenge auf dem Syntagma und schlug die Leute mit Knueppeln fast tot. Mancher blutverschmierte Stein wurde mehrfach hin und her geschmissen.

Anarchistische und andere DemonstrantInnen warfen mit Steinen und Mollis zurueck bis die Stalinisten mit Hilfe der MAT den Platz erobert hatten.

Die griechischen Kommunisten haben heute versucht den Traum von einem allgemeinen Aufstand zu ersticken weil sie an den Staat glauben. Dabei schrecken sie auch nicht vor einer Zusammenarbeit mit den MAT-Killern zurueck. In den Strassen um den Syntagma kaempften die unterschiedlichsten Leute noch stundenlang mit der Polizei.

In Deutschland sollte jetzt ueberlegt werden wie mit Gruppen umgegangen wird, die die KKE unterstuetzen.

Quelle: linksunten.indymedia.org

Geschichte wiederholt sich…lasst uns daraus lernen!
Nieder mit den stalinistischen Revolutionsverrätern!