Archiv für Juni 2012

Anarchismus und Demokratie

Anmerkung (von Radio Chiflado): Die Diskussion um die Unvereinbarkeit zwischen „Demokratie “ und „Anarchismus“ , und „Kollektivität“ versus „freie Vereinbarung wird schon lange geführt. Durch die „neuen sozialen Bewegungen“ wie Occupy, M15, , M31 … und der Bereitschaft auch „anarchistischer“ Gruppen die „direkte Demokratie“ als „anarchistische Gesellschaft“ zu proklamieren, ohne sich um Herrschaftsanalysen zu kümmern, erfordert aber anscheinend hin und wieder eine dementsprechende Erwiderung. Es gibt vieles an Literatur darüber, meist aber in dicken Büchern verpackt oder in seitenlangen Broschüren ermüdend angeboten.
Bei http://radicalglasgowblog.blogspot.fr gibts nun eine nette Kurzfassung, sozusagen die (Hosen)-Taschenausgabe.

Je partizipativer ein soziales System ist, desto kompletter ist seine Kontrolle, weil sich die Person mit ihrer Rolle innerhalb des Systems identifiziert. Mit anderen Worten ist eine demokratische Struktur der effizienteste Weg, um Menschen in ein soziales System zu integrieren, sie spüren zu lassen, dass sie ein wesentlicher Teil einer sozialen Maschine sind. Zeitweiliger Aufruhr in Form „radikaler Fragen“, die demokratische Methoden verwenden und/oder mehr Gerechtigkeit, Gleichheit oder Teilnahme an demokratischen Prozessen fordern, sind Schmiermittel für die Maschinerie der sozialen Kontrolle.
Diejenigen, die gegen den sozialen Zusammenhang in seiner Totalität rebellieren, weil er ihrem Leben konträr gegenübersteht, werden Hooligans, Kriminielle, „Feinde der Menschen“ genannt. Sie können in einem demokratischen System nicht geduldet werden (noch nicht einmal die konsensbasierten Abstimmungssysteme einiger sogenannter Radikaler und anarchistischer Gruppen), denn ihre Handlungen höhlen das ideologische Fundament solcher Systeme aus: Sie zeigen, dass individuelle Freiheit aus selbstbestimmter Lebensweise resultiert und nicht aus irgendeinem Prozess zur Entscheidungsfindung. Radikale Gruppen werden solche Unruhestifter*innen nur vertreiben, aber innerhalb des grösseren sozialen Zusammenhangs müssen sie bestraft, eingegliedert oder, falls gefangen, zerstört werden.
Demokratie ist, egal wie „direkt“, nie anarchisch. Demokratische Entscheidungen sind nicht die Entscheidungen von freien Personen. Sie sind eher Wahlmöglichkeiten im sozialen Umfeld oder Entscheidungen, die von den Handlungen der Individuen unabhängig sind und verwendet werden, um jene Handlungen zu kontrollieren, sie dem Willen der Gruppe bzw. der Gesellschaft zu unterwerfen. Durch diese Entscheidungen, an demokratischen Prozessen teilzunehmen, wird entschieden zu dienen, ein(e) Sklav*in zu sein – außerhalb ihrer (seiner) selbst.
Kein frei-denkendes Individuum würde den mehrheitlichen Willen der Gruppe akzeptieren, wenn es um die Festlegung der zukünftigen Lebensumstände ginge, genauso wenig wie den Willen eines Diktators oder Zentralkomitees. Ich möchte nicht, dass mir die Gesellschaft meine Lebensbedingungen vorschreibt.
Ich will mein Leben so gestalten, wie ich es möchte.

Gefunden auf Radio Chiflado

Danke, Jesus!

Danke, dass du mir geholfen hast meine Autoschlüssel wiederzufinden.
Danke, dass du mir geholfen hast diesen Touchdown zu werfen.

STELL DIR EINE WELT VOR … [EIN AUFRUF]

No Border Camp 2012 in Köln/Düsseldorf Mobi Video

No Border Camp 2012 from No Border Camp on Vimeo.

Filmabend: Dalle Alpi Apuane

Widerständige Geschichten aus den Apuanischen Alpen

In Carrara, der Stadt des weissen Marmors, wird der 1. Mai in der lokalen anarchistischen Tradition gefeiert, welche auch auf die Aufstände von 1894 zurückzuführen ist.

Anarchistische und kommunistische Partisanen erzählen vom Kampf gegen die Nationalsozialisten und die italienischen Faschisten und auch heute gibt es widerständige Orte wie das besetzte Kulturzentrum R.D.A

Freitag 29.06.12, 20 Uhr in der Libelle.

Quelle: asjl.blogsport.de

Kassel: Hausbesetzung

Im Laufe des 22. Juni 2012 wurde von mehreren Aktivist_innen ein Haus im Stadtteil Vorderer Westen in Kassel besetzt. Die Aktion in der Querallee wurde am Nachmittag bekannt gegeben und mit Flyern für die Eröffnungsparty am Abend geworben.

In einer Erklärung der Gruppe, die sich selbst das dokumenta (13 ½) Team nennt, heißt es, das denkmalgeschützte Gebäude soll durch die Besetzung vor Leerstand und damit verbundenem drohenden Verfall geschützt werden. Gleichzeitig biete es den Raum zur kulturellen Entfaltung, der in Kassel fehlt. Es soll ein Ort entstehen, in dem sich kulturelles und politisches Leben jenseits ökonomischer Zwänge entfalten kann, heißt es weiter.

Bereits vor 10 Jahren wurde zur Eröffnung der documenta, einer weltbekannten Kunstausstellung, die alle 5 Jahre in Kassel stattfindet, von Aktivist_innen ein Haus in der Kasseler Nordstadt besetzt. Das Projekt, das damals unter dem Namen Document A bekannt wurde, bot schon damals unterschiedlichsten Personen einen offenen Raum zur freien Entfaltung. “Der Zeitraum, in dem die documenta stattfindet, hat mit der kulturellen Alltagsrealität der Stadt nicht viel gemeinsam. Abgesehen von dem überschaulichen kommerziellen Kulturangebot und einiger Initiativen und Jugendprojekte, die aufgrund zu hoher Mieten oder mangelnder Unterstüzung sich nur schwer von ihren finanziellen Sachzwängen lösen können, hat Kassel kulturpolitisch die meiste Zeit über wenig zu bieten. Gerade die documenta 13 macht durch das Bespielen dieser vielen ungenutzten Räume deutlich, wie viel Potential es in Kassel gibt. Mit dieser Besetzung wollen wir eben dieses Potential nutzen und damit neue Perspektiven eröffnen, sich ein Stückchen abseits der reinen Marktlogik zu bewegen.“, heißt es abschließend in der Erklärung.

Das Haus in der Querallee steht bereits seit über einem Jahr leer, was für kasseler Verhältnisse eine recht kurze Zeit ist, und ist in einem denkbar schlechten Zustand. Der Balkon ist notdürftig abgestützt worden und auf der Terrasse wuchert Unkraut. Schon der HNA fiel im Februar 2011 auf, dass die Stadt das Gebäude verfallen lässt. Zwar hieß es damals schon, das Gebäude solle an einen möglichen Investor verkauft werden, derartiges ist aber bisher nicht bekannt.

Errichtet wurde die Villa 1896 und wird seit 2001 vom Hessischen Immobilienmanagement verwaltet. In ihrem Inneren befanden sich bis vor einiger Zeit die Büros des Hessischen Baumanagements, was in Anbetracht der Baustellenoptik der Frontseite des Hauses durchaus ein wenig Ironie in sich birgt.

Die Eröffnungsparty in der Querallee 19-21, für die ein paar Stunden zuvor mit Flyern und auf Facebook geworben wurde, lockte wesentlich mehr Gäste an, als von den Aktivist_innen erwartet und der neu eingerichtete Partykeller des alten Gebäudes war brechend voll.

Auch wenn mehrere Polizeistreifen im Laufe des Abends am Ort des Geschehens vorbei fuhren, schienen sich die Cops zunächst nicht sonderlich für das Treiben dort zu interessieren. Erst gegen 3 Uhr morgens, als Beschwerden wegen Ruhestörung, verursacht durch die vielen Menschen, die sich vor dem Haus aufhielten, bei der Polizei eingingen, stattete eine Streifenwagenbesatzung der Party einen Besuch ab.

Die drei Polizist_innen verschafften sich Zutritt zu dem Gebäude und versuchten – scheinbar etwas überfordert mit der Situation – einen Verantwortlichen zu finden. Als ihnen dies jedoch nicht gelang und ihnen versichert wurde, dass auf den weiteren Lärmpegel geachtet werden würde, verließen sie das Gebäude recht zügig wieder, versuchten allerdings willkürlich von Menschen auf dem Vorplatz die Personalien aufzunehmen.

Da sie keinen Veranstalter der Party ausfindig machen konnten, wollten sie die Sachlage auf der Wache weiter überprüfen und ggf.zurück kommen, was bisher jedoch nicht der Fall war.

Die Besetzer_innen haben sich erstmal ins Haus zurück gezogen und freuen sich über Unterstützung im Laufe des Wochenendes.

Quelle: linksunten.indymedia

[NRW] Archäologie vor dem Aus

In NRW steht ein ganzer Wirtschaftszweig – ca. 350 Fachkräfte der Archäologie – vor dem Aus. Die neu gegründete Interessensgemeinschaft Archäologie meldet daher eine Demonstration in Düsseldorf an.

Archäologisches Fachpersonal wird in Fachfirmen eingesetzt, um Fundstellen zu dokumentierenund zu bergen. Für die Kosten kamen bis jetzt die Bauherren (im Rahmen der Zumutbarkeit) auf, die auf Bodendenkmälern bauten.
Mit einem Urteil des OVG Münster vom 20.09.2011 wurde diese Regelung des „Verursacherprinzips“ gekippt. Stattdessen wird die Verantwortung in die Hand der Kommunen gelegt.
Den größten Vorteil ziehen hieraus Privatfirmen, die großflächige Baumaßnahmen einleiten und nicht mehr für anfallende Kosten aufkommen müssen, die durch eine sachgerechte Dokumentation und Bergung von archäologischen Funden anfallen. Dieses deutliche Eintreten der Justiz für die Profitinteressen von Firmen, die als Bauherren handeln, lässt offensichtlich auf folgende Szenarien schließen:
Zunächst werden die Kommunen, d.h. die Steuerzahlenden, für die Kosten einer Arbeit aufkommen müssen, die wissenschaftlichen Standards genügt. Da die Kommunen selbst aber keine Gelder für diese Zwecke bereitstellen werden wollen oder auch gar nicht können, werden Fundstellen von wissenschaftlichem und kulturellem Wert rücksichtslos zerstört werden. Zugleich verliert das Fachpersonal eines ganzen Berufszweigs seine Existenzgrundlage.

Für Freitag den 29.06.2012 hat die neu gegründete „Interessensgemeinschaft Archäologie in NRW“ eine Demonstration in Düsseldorf angemeldet. Start: 10h, Düsseldorf Hbf.

Auch in diesem Fachbereich zeigt sich somit, dass die Profitmaximierung im Kapitalismus den höchsten Stellenwert hat. Kulturelle Güter, wissenschaftliche Arbeit und der Erhalt von Arbeitsplätzen sind in diesem System untergeordnet und weder für Politik noch Justiz sinnstiftende Faktoren.
Um eine Änderung dieses Zustands herbeizuführen, werden wir die herrschenden Verhältnisse überwinden müssen. Deshalb kämpfen wir für eine herrschaftsfreie, solidarische und selbstverwaltete Gesellschaft.

Wir treten ein für den Erhalt von freier Wissenschaft und Kultur.
Wir stehen solidarisch an der Seite unserer Kolleg*innen!

Freie Vereinigung Bau & Grabung
Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union Bonn

Quelle: fau-bonn.de

Coordenação Anarquista Brasileira (CAB) gegründet

In Brasilien wurde am vorletzten Wochenende (8.-10. Juni) die anarchistische Koordination »Coordenação Anarquista Brasileira (CAB)« in Rio de Janeiro auf dem ‘Congresso da Coordenação Anarquista Brasileira (Kongress der brasilianischen anarchistischen Koordination – CONCAB)’ gegründet, die aus folgenden neun Organisationen und Gruppen besteht:

• Federação Anarquista Gaúcha (Rio Grande do Sul, gegründet: 18.11.1995, FAG)
• Coletivo Anarquista Zumbi dos Palmares (Alagoas, grgr.: 2.3.2002, CAZP)
• Rusga Libertária (Mateo Grosso, gegr.: 2006, RL)
• Federação Anarquista do Rio de Janeiro (Rio de Janeiro, gegr.: 30.8.2003, FARJ)
• Organização Anarquista Socialismo Libertário (Sao Paulo, gegr.: 18.11.2009, OASL)
• Coletivo Anarquista Bandeira Negra (Santa Catarina, gegr.: August 2011, CABN)
• Organização Resistência Libertária (Ceará, gegr.: 2008, ORL)
• Coletivo Anarquista Luta de Classe (Parana, gegr.: Oktober 2010, CALC)
• Coletivo Anarquista Núcleo Negro (Pernambuco, grgr.: 2012, CANN).

Die CAB versteht sich als spezifistische anarchistische Organisation, die dem Konzept des Plattformismus (Politische Organisation) nahesteht. die einzelnen Gruppen arbeiten in Basisprojekten mit uns versuchen, anarchistische Ideen einzubringen und zu koordinieren. Es gibt u.W. keine Berührungspunkte mit der anarchosyndikalistischen COB-AIT.

Über die Arbeit der FARJ findet sich ein Artikel in der ila-Ausgabe zu Anarchismus in Lateinamerika von Tim Bartholl.

Die englische Übersetzung des programmatischen FARJ-Textes “Sozialer Anarchismus” findet sich hier als PDF: http://zabalazabooks.files.wordpress.com/2012/03/social_anarchism_and_organisation_farj_en.pdf

Kontakt: www.vermelhoenegro.net (noch unfertig) bzw. http://www.farj.org/

Quelle: syndikalismus.tk

[Frankreich] WÄHLT NIEMALS…

Uns gefällt es, uns selbst als freie und ganze Frauen und Männer zu betrachten und nicht als in kleine Teile zerschnitte Wesen, die man in die institutionellen Schubladen des Staats oder in die Finanzschubläden der Chefs oder anderer Eigentümer zwängen kann. Aber es ist unschwer festzustellen, dass dies alles nur eine weitere Illusion ist. Tatsächlich gelingt es uns nicht, uns selbst zu gehören. Durch Geld und Zeit werden wir zum Besitz der Herrschenden. Unsere Zeit ist in kleine Brocken zerstückelt zur Unterhaltung der Politiker_innen, der Werbemacher_innen, der Bullen, der Richter_innen, der Sozial”hilfe”, der Chefs, der Medizin, der Gemeinschaften und der Familien. All jene verbünden sich früher oder später, ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht, um uns zu zerteilen, uns gegeneinander aufzubringen, unserem Dasein ihren Sinn aufzudrücken, uns auszunehmen, uns einzugliedern, uns zu analysieren, uns zu bedrohen, uns zu kaufen und zu verkaufen, oder uns ganz einfach nur niederzuknüppeln.

Die Politiker sind jene, die uns zum besten Preis einkaufen, um uns zum Schleuderpreis zu verschachern. Sie gehören zu jenen, die uns feuchte Augen machen, bevor sie unsere verfügbare Hirnzeit vergewaltigen. Sie geben vor, unsere Bestrebungen zu repräsentieren, während sie uns ihre aufzwängen – die soziale Knarre an der Schläfe. Im Tausch gegen einen Wahlschein versprechen sie uns Oasen in den Sandstürmen unserer Existenzen, in der Wüste des falschen Scheins und des Elends, die unglücklicherweise unsere langweiligen Leben besiedeln.

Bald ist es wieder so weit, eine neue Wahlfrist, die Schlammschlacht, die absolute Vorherrschaft der Ideologieteppichhändler. Aber wer ist noch bescheuert genug, aufrichtig daran zu glauben? Wer ist noch bescheuert genug, mit klopfendem Herzen wählen zu gehen, als wäre es das erste Rendezvous?

Ungefähr niemand; wir gehen wählen wie andere stempeln, wir gehen wählen wie wir arbeiten gehen, wir gehen wählen wie wir die Steuererklärung ausfüllen: der Sache absolut überdrüssig, mit gesenktem Blick und uns selbst hassend.

Einige geben sich offen als Vertreter_innen des Bürgertums, einige andere behaupten, sie würden die Armen und Unterdrückten repräsentieren; aber nichts ähnelt einer_m Vertreter_in des Bürgertums mehr als ein_e Vertreter_in der Armen und Unterdrückten.

Kein_e Kandidat_in wird jemals unseren Hunger danach repräsentieren, nicht mehr repräsentiert werden zu wollen; keine_r von ihnen wird je wirklich zwei Individuen zugleich repräsentieren können. Keine Wahl wird uns je frei machen können, uns unsere Leben zurückgeben können. Die Frage ist nicht, für wen oder für was wählen, die Frage ist: wählen, für welchen Zweck?

Bei den nächsten Wahlen, wie schon bei den vorigen, werden wir uns enthalten, und wir laden jede_n ein, es uns gleich zu tun, nicht teilzunehmen an der eigenen Versklavung. Es geht allerdings nicht nur darum, sich zu enthalten und den Urnengang zu verweigern. Es geht darum, sie alle zu verbrennen und diese Welt in Flammen aufgehen zu lassen, die uns entwürdigt und entwertet. Es geht darum, uns unsere Leben wiederanzueignen, unsere Körper und unsere Würde. Und wenn Intelligenz nicht genügt, wird Gewalt den Rest tun.

Revolution.

GREIFEN WIR ALLES AN, WAS UNS SCHWACH MACHT UND UNS UNSERER LEBEN ENTEIGNET.
BEFREIEN WIR UNS VON DER POLITIK.

Anarchisten

Quelle: Contra Info

anarchistische Veranstaltungsreihe im AZ Wuppertal

1. Termin
Freitag, den 29.6.2012 Beginn 20 Uhr

Anarchismus & soziale Bewegungen im Balkan
Autonomes Zentrum
Markomannenstr. 3
Wuppertal, 42105
www.az-wuppertal.de, www.http://a3yo.noblogs.org/

anarchismus und soziale bewegungen im balkan – einblicke der letzten zehn jahre mit bildern und videoausschnitten

seit den kriegen im ehemaligen jugoslawien hat sich einiges in der region getan. seit nunmehr 8 jahren gibt es regelmäßig eine anarchistische buchmesse in zagreb, es gab mehrere hausbesetzungen, die teilweise erfolgreich waren und mal größere mal kleinere proteste, in die anarchist_innen involviert waren. die aufstände in griechenland beeinflussen auch die benachbarten regionen wie bulgarien und serbien, treffen aber auf erheblich schwächere anarchistische und emanzipatorische strukturen, so dass soziale konflikte viel stärker in rassistische und nationalistische muster abrutschen.

das projekt „a3yo“
wir beschäftigen uns seit einiger zeit mit anarchismus und sozialen bewegungen im balkan und in osteuropa allgemein.

die veranstaltung orientiert sich am interesse der anwesenden, mögliche schwerpunkte sind: gay pride in serbien und sexuelle orientierung im balkan, noborder und antirassistische aktivitäten, anarchistische organisierung und soziale treffpunkte, medien und zeitungsprojekte, antifaschismus und anti-nationalismus, antimilitarismus und männlichkeit, die soziale lage in der region und gegenstrategien, …

es wird einen infotisch, ein paar kurze film- und bildeindrücke und viel platz für fragen und diskussion geben, wir freuen uns auf euer kommen