Archiv für Juli 2012

Neue IWW-Ortsgruppen in Gründung

Wobblies im deutschsprachigen Raum bekommen Zuwachs in Kassel und Berlin. Die IWW in Deutschland begrüßt neu gegründeten Ortsgruppen in Kassel und Berlin, deren offizieller Aufnahme, so dem IWW-Blog zu folge, durch das IWW-Herbsttreffen im deutschsprachigen Raum im November 2012 wohl nichts im Wege stehen dürfte.

Wir sind die Wobblies Kassel

Endlich gibt es auch eine Ortgruppe der Wobblies in Kassel. Am Samstag, dem 07. Juli haben wir uns in Kassel gegründet. Unter anderen wurde auch die Erstellung einer Website beschlossen, mit der wir fortan über unsere Aktivitäten in Kassel, aber auch über Aktivitäten für die Rechte der arbeitenden Bevölkerung, über den Tellerrand hinaus, aufmerksam machen wollen.

Wir, die Wobblies Kassel werden nicht die Augen davor verschließen, wie die arbeitende Bevölkerung auch in Kassel, tagtäglich ihre Arbeitskraft dafür einsetzt, dass andere sich an ihr bereichern. Die sich den Mehrwert der Arbeit in die eigene Tasche stecken, ohne sich einen Dreck darum zu scheren, wie es um die Lebens- & Arbeitssituation ihrer Beschäftigten bestellt ist.

Wir, die Mitglieder der Wobblies verstehen uns nicht als handelsübliche Gewerkschaft, sondern packen unsere Probleme selbst an. Dabei unterstützen wir natürlich jede Initiative die aus den Betrieben heraus, von den dort Beschäftigten an uns herangetragen werden.

Wir sind kein Versicherungsunternehmen mit garantierter Minimallohnsteigerung. Wir kämpfen, ohne Stellvertreter für unsere Interessen. So behalten wir auch unsere Ziele besser im Griff. Denn wir sind der Meinung, dass nur die Beschäftigten selbst wissen können, was sie wollen und das deshalb auch nur sie wirkliche Verbesserungen erreichen können.

Wir halten nichts von der sogenannten Sozialpartnerschaft! Wir meinen, dass es keine gemeinsamen Interessen zwischen Arbeitern und ihren Chefs, Aktionären und anderen Ausbeutern geben kann. Die sogenannte Sozialpartnerschaft hat letzlich nur dazu geführt, dass heute einige wenige sehr reich und eine immer größere Gruppe abhängig Beschäftigter immer ärmer geworden sind. Immer mehr Menschen sind auf die menschenunwürdigen HartzIV Regelsätze angewiesen.

In der sogenannten Sozialpartnerschaft zahlen am Ende immer wir! Deshalb reicht es nicht aus, dass wir Stellvertretern unsere Belange überlassen. Die Wobblies sind mehr als nur eine Gewerkschaft. Jeder und jede abhängig Beschäftigte kann bei uns mitmachen, wenn sie erkannt haben, dass es ander Zeit ist seine Interessen – selbstbestimmt – in die eigenen Hände zu nehmen.

Seite der Kassel Ortsgruppe findet ihr unter: wobblies-kassel.de

HIER findet ihr die offizielle Seite der Wobblies.

Stimulator – ACAB

Video in englischer Sprache
Themen unter Anderem:
-Bildungsstreiks in Kanada und Chile
-Polizeigewalt in den U.S.A.

Weitere Videos gibts hier: submedia.tv/stimulator

Wer braucht denn schon BürgermeisterInnen?

Vor einigen Tagen geisterte es durch die deutschsprachigen Medien: das Städtchen Talkeetna im US-Bundesstaat Alaska mit seinen rund 900 BewohnerInnen. Vor 15 Jähren nämlich waren diese von den Bürgermeisterkandidat(Inn)en so angepisst, dass spaßeshalber Kater Stubbs nominiert wurde – und die Wahl gewann. Seitdem ist Bürgermeister Stubbs in Amt und Würden und niemand scheint ein regierendes Stadtoberhaupt zu vermissen…

Extrem frech raubkopiert von anarchismus.at (Zwei Videos)

All Hail Stubbs !!!

1.-10. August: Aufruf von Contra Info für Propagandaaktionen gegen Repression

Wir rufen in den folgenden zehn Tage zu Propagandaaktionen in so vielen Orten wie möglich auf mit der Absicht, soziale Kämpfe, die einigen mehr, anderen weniger bekannt sind, zu unterstützen. Individuen und / oder Gruppen, die sich in diesen zehn Tagen anschließen wollen, wählen selbst die Thematik und die erforderlichen Mittel – je nach eigenen Kriterien und Dynamiken. Ziel ist es die internationale und gegenseitige Solidarität unter den Unterdrückten zu stärken.

Wir empfehlen allen voran, auf die Straßen zu gehen und Parolen an Wände zu malen oder Transpis in Solidarität mit Fällen, die wir für wichtig erachten, an markanten Plätzen aufzuhängen. Wir haben ähnliche Aktion in Athen in den letzten Monaten durchgeführt und ihr habt solche Aktivitäten sicher auch in verschiedenen Situationen ausgeführt. Wir müssen jedoch einen Schritt vorangehen und solche Aktionen gleichzeitig und koordiniert auf einem europäischen Level – und hoffentlich darüber hinaus – zu vollziehen. Einige von uns sind in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Serbien, Portugal, Italien, Griechenland, aber auch in Amerika. Daher können aus einer simplen Aktion etwas Großes erreichen. Für jene, die sich allein in ihren Orten fühlen, wo sie leben, mag es sicher härter sein… Aber alles, was du brauchst, ist ein Stück Stoff, Farbe oder Spraydosen und einen netten Ort. Wo immer ihr auch seid, ruft eure Kumpels und verbreitet das Wort.

Vom 1. bis zum 10. August werden wir Transpis in verschiedenen Orten platzieren, Poster und Flyer verbreiten, Parolen an Wände schreiben oder jegliche andere Aktionen ausführen, die der Ausdehnung des anarchistischen/libertären Diskurses jenseits von staatlichen- und Sprachbarrieren fördern. In dem Sinne freuen wir uns, Dokumentationen in Form von Fotos und/oder geschriebenem Material von so viel wie möglich Aktionen, wo immer sie auch stattgefunden haben, zu erhalten und weiter zu verbreiten.

Im frühen August werden wir unsere Anstrengungen koordinieren und unsere Stimmen gegen die Repression und die Gesellschaft der Knäste, gegen die Staaten und ihre Grenzen, gegen das Kapital und seinem Profit erheben. Wir können viele sein; wir können überall sein.

Für eine Informationsguerilla…
Das Gegeninformationsnetzwerk Contrainfo.espiv.net

Quelle: Contra Info

Düsseldorf: Kein Mensch ist Illegal – Demonstration

Am 19. März 2012 begannen Flüchtlinge in Würzburg gegen die unmenschlichen Lebensbedingungen in den Lagern, in denen sie untergebracht werden, zu protestieren. In kürzester Zeit dehnte sich der Flüchtlingsstreik aus. Mittlerweile wurden auf zentralen Plätzen in Aub, Würzburg, Regensburg, Bamberg, Berlin und auch hier in Düsseldorf Protestcamps errichtet. Bis zu letzt war es den Freunden in Düsseldorf verboten, zu campieren. Es wurde ihnen von der Polizei untersagt, auf der für vier Wochen angemeldeten Mahnwache zu schlafen oder sich nur auszuruhen. Erst das Oberverwaltungsgericht stoppte den Ordnungswahn der Stadt und stellte fest, dass das Versammlungsrecht über dem Ordnungskonzept der Stadt zu stehen hat.
Aus diesem Anlass und aus Solidarität mit den streikenden Flüchtlingen werden wir am Samstag, den 28. Juli 2012 eine Demonstration abhalten, um den Forderungen der Freunde Nachdruck zu verleihen.
Die Forderungen im Einzelnen lauten wie folgt:

-bedingungslose Abschaffung der Residenzpflicht

-Stopp aller Abschiebungen

-Schließung aller Lager, die keinen anderen Zweck als die Isolation der Flüchtlinge haben

-Anerkennung als politische Flüchtlinge

Kommt zahlreich und beteiligt euch am Protest.
ASYL IST MENSCHENRECHT!
KEIN MENSCH IST ILLEGAL!
SOLIDARITÄT MIT ALLEN FLÜCHTLINGEN!

Quelle: refugee-resist-duesseldorf.de

Streetart-Künstler Banksy und die Olympischen Spiele in London

Offizielle Seite von Banksy: banksy.co.uk

[London] Scheiß auf die Olympischen Spiele 2012

Vortrag: Colin Goldner über den tibetischen Buddhismus

Weitere Links gibt es auf syndikalismus.wordpress.com

Yes, We Are! Lesben, Homophobie und Widerstand in Polen

Beschneidung von Jungen

Kinderschutz ist Antisemitismus?
In den vergangenen Wochen gab es eine heftige Debatte um das Urteil des Kölner Landgerichts, welches die Beschneidung eines Jungen als Körperverletzung erkannt hatte. Seitdem versuchen viele Juden und Muslime, aber auch Christen, die Genitalverstümmelung bei männlichen Säuglingen als Teil der Religionsfreiheit zu verklären. Es wurde sogar gesagt die Beschneidung, also die Körperverletzung von männlichen Säuglingen, sei elemantarer Bestandteil jüdischen Glaubens und ein Verbot dieser religiösen Tradition würde jüdisches Leben in Deutschland unmöglich machen. Schnell folgte ein Vergleich mit der Verfolgung von Juden zu Zeiten des Nationalsozialismus und dem Holocaust.
-Ein mögliches Gesetz zum Schutz der Kinder vor unnötiger Amputation eines Körperteils wird verglichen mit der erbarmungslosen Verfolgung und der systematischen Ermordung von circa sechs millionen Juden.-
Selbst wenn mensch sich den leider immer noch weitverbreiteten Antisemitismus weltweit vor Augen hält, ist dieser Vergleich widerlich und er zeigt nur die Argumentationslosigkeit bei den religiösen Befürwortern der Genitalverstümmelung.

Hierarchisches Denken als Grundlage jeder Religion
Es ist ein sehr schwieriges Thema, nicht zuletzt deswegen, weil Religionen immer schon Probleme hatten bzw. völlig unfähig waren ethische Grundprinzipien zu verstehen und fast alle religiösen Menschen auf Grund jahrelanger Indoktrination und dem Wesen der Religionen (Gott > Rest) hierarchisches Denken verinnerlicht haben. Vor allem Kinder haben darunter zu leiden. Die Taufe bei christlichen Familien scheint im Vergleich zur Genitalverstümmelung bei den meisten jüdischen und muslimischen Familien sogar fast schon „okay“. Wobei natürlich auch in christlichen Familien den Kindern der Glaube der Eltern über Jahre aufgezwungen wird.

Die Nutzlosigkeit von Gesetzen und der Einfluss von Religion auf Politik
Als Anarchisten wissen wir, dass selbst bei einem gesetzlichen Verbot dieser brutalen Tradition viele jüdische und muslimische Eltern ihren männlichen Kindern trotzdem einen Teil ihrer Vorhaut entfernen lassen werden, wenn nötig in anderen Staaten. Verbote ändern nicht das Denken der Menschen; oft auch nicht ihr Handeln. Einen wirklichen Schutz für wehrlose Kinder kann ein Gesetz niemals bieten. Insofern ist es für uns auch nicht relevant, dass im Bundestag nicht über ein Verbot gesprochen wird, sondern über ein Gesetz, welches ausdrücklich die Legalität der Beschneidung ermöglichen soll! Die Frage ob Beschneidung ethisch überhaupt zu legitimieren sei, wird gar nicht erst gestellt. Die Mehrheit des deutschen Parlaments kniet vor den Forderungen der religiösen Oberhäupte kritiklos nieder. Religion und Politik in gemeinsamer Sache für die religiöse Bevormundung von Kindern durch ihre Eltern egal ob „nur“ durch Indoktrination von religiösem Schwachsinn oder sogar durch nicht wieder veränderbare Verstümmelung eines Teils des menschlichen Körpers.

Kinder sind gleichwertige Mitglieder dieses Lebens
Es muss ein Umdenken stattfinden, nicht erzwungen durch Verbote, sondern vorbereitet durch einen öffentlichen Dialog der Menschen über dieses Thema. Kinder dürfen nicht als Besitz der Eltern angesehen, sondern müssen als gleichwertige Mitglieder des Lebens anerkannt werden. Dass eine religiöse Tradition bereits seit Jahrtausenden praktiziert wird, ist kein Grund diese nicht zu kritisieren. Vor allem aber ist es kein Grund eine Tradition, welche ganz klar anderen Menschen Schaden zufügt, nicht als unmenschlich aufzudecken und auf Grund dessen zu verurteilen. Die Beschneidung der Vorhaut, egal ob Penis oder Vagina, kann nie wieder rückgängig gemacht werden. Religiöse Menschen müssen ihren Glauben frei ausleben können, wenn sie dabei aber die Freiheit anderer Menschen (und dazu zählen auch Kinder!) einschränken, dann kann solch religiöse Praxis nicht toleriert werden.

Appell an eure Vernunft
Obwohl das Medienecho groß war haben wir (bisher) keinen Standpunkt der anarchistischen Bewegung zu diesem Thema gehört. Vielleicht ist die Irrationalität und Unmeschlichkeit der Beschneidung so eindeutig, dass einige Anarchisten meinen sie müssten dazu nichts sagen. Wir sehen uns in der Pflicht Stellung zu beziehen und wir sehen an der Beteiligung dieser Diskussion eine Chance. Eine Chance die Reproduktion von antiemanzipatorischen Denkmustern und Verhalten von Eltern zu Kindern zumindest in Bezug auf Religion zu verringern. Eine Chance einen weiteren wichtigen Teil zur Aufklärung beizutragen. Religion bedeutet immer auch Macht und Kontrolle. Kontrolle über Menschen durch Anerziehung von Religiösität und Einschränkung und Eindämmung sexueller Selbstbestimmung. Die Beschneidung männlicher Säuglinge ist genau das. Also beteiligt euch aktiv an der Diskussion und helft ein Umdenken zu erwirken!

Unter folgendem Link gibt es ein Video von einer Beschneidung eines männlichen Säuglings, welche 1998 in Kanada stattfand. Nicht nur die Bilder der Beschneidung selbst sind verstörend, vor allem die schrecklichen Schreie des Säuglings zeigen die Brutalität und Unmenschlichkeit dieser unnötigen Behandlung: video.google.com
Eine deutschsprachige Beschreibung zu dieser Behandlung gibt es hier: gomco-methode

Viele weitere Informationen und Artikel zum Thema Beschneidung (auch Beschneidung bei Mädchen und Frauen) gibt es unter beschneidung-von-jungen.de

Religion vergiftet alles!
Befreie dein Bewusstsein!

anarchistischer Funke