Bericht 2. Libertäre Medienmesse in Bochum

Vom 24-26. August fand zum zweiten mal die libertäre Medienmesse im Ruhrpott statt. Vor zwei Jahren startete das Projekt LiMesse mit großem Erfolg in Oberhausen und damals lautete unser Fazit: „Wir sehen die Messe als guten Schritt für die Etablierung von libertären/anarchistischen Inhalten und als Stärkung der anarchistischen Bewegung. Wir freuen uns auf das/die nächste/n Jahr/e Limesse! “

Diesesmal fand die LiMesse im Bahnhof Langendreer in Bochum statt, welcher ein „soziokulturelles Zentrum mit breitem Programmspektrum“ ist. Der Ort an sich war gut zu erreichen und bot genau den richtigen Platz für die diesjährige LiMesse. Zwei große Räme waren gefüllt mit den Ständen von über 36 Verlagen, Zeitungsprojekten, Gruppen und anderen Medienprojekten. Außerdem gab es einen großen und einen kleinen Vortragsraum, ein Kino, sowie einen immer besetzten Tresen/Infopoint, der direkt am Eingang Getränke, Kuchen und Infos zur Messe bot.

Inhaltliches Programm
26 Vorträge, Workschops und Filme makierten über die drei Tage Limesse das inhaltliche Programm. Es wurde versucht ein breites Themenspektrum anzubieten und so reichte das Programm von „Vernetzte Gehirne – kann der Kapitalismus mit dem Internet fertig werden? “ über „Leiharbeit “ bishin zur „Vorstellung des Antifa-Camp Dortmund“. Die Vorträge, Workschops und Filme waren unterschiedlich gut besucht, was auch abhängig von der Uhrzeit und dem Interesse an der Thematik war und reichten von überfüllten Räumen bishin zu kleinen Runden.

Regionale Vernetzung
Besonders erwehnenswert ist an dieser Stelle das „Erstes Treffen der Initiative zur Gründung der Anarchistischen Föderation Rhein-Ruhr“. Zeitweise über 50 Menschen füllten den Raum und symbolisierten ein großes Interesse an einer Organisierung/Vernetzung im Rhein/Ruhr-Gebiet. Zu Beginn des Workshops wurden die bisher von der Vorbereitungsgruppe erarbeiteten Grundzüge einer anarchistischen Föderation Rhein/Ruhr vorgestellt, welche überwiegend als positiv empfunden wurden. Es gab auch konstruktive Kritik an einigen Aussagen des Vortrages über die darauf direkt diskutiert wurde. Des weiteren wurde nochmal betont wie wichtig und überfällig eine Vernetzung im Rhein/Ruhr-Gebiet sei. Danach fanden sich dann alle Interessierten in drei kleineren Gruppen zusammen, welche nach Städten und Regionen sortiert waren, um über ein weiteres Vorgehen zu beraten. Die Ergebnisse der Diskussionen wurden dann nochmal in großer Runde zusammengetragen. Es bleibt abzuwarten was sich letztendlich aus dieser Initative entwickelt. Das Treffen allerdings bot eine gute erste Basis aus der sich eine starke anarchistische Bewegung im Rhein/Ruhr-Gebiet entwickeln kann.

Fazit
Abschließend sagen wir das sich auch diese Limesse als Erfolg werten lässt. Erneut wurde es geschafft eine Veranstaltung anzubieten, welche aus dem Üblichem Szene Sumpf heraussticht.Wir wünschen uns eine Fortsetzung dieser begonnen „Tradition“… Die nächste Limesse wird 2014 stattfinden.

anarchistischer Funke