Archiv für September 2012

Weltblasphemietag !

Weitere witzige religionskritische Bilder in der Kommentarspalte von blasphemieblog2.wordpress.com

Doku: Der alltägliche Rassismus an den Supermarktkassen

“Wechselgeld?! – gibt’s nicht!” so der Titel der 25-minütigen Filmpiraten-Doku über das Gutscheinsystem für Flüchtlinge. 1993 schuf die damalige Bundesregierung das Asylbewerberleistungsgesetz, ein diskriminierendes Sondergesetz für asylsuchende Menschen in Deutschland. Seitdem erhalten Flüchtlinge in vielen Landkreisen und freien Städten Gutscheine, um sich damit Lebensmittel zu kaufen. In Thüringen, wo der Film entstanden ist, wurde das ohnehin einschränkende Asylbewerberleistungsgesetzim Vergleich zu einigen anderen Bundesländern in den letzten Jahre besonders restriktiv auslegt. In der neusten Entwicklung kündigte jedoch der thüringische Innenminister Geibert Mitte September eine Lockerung dieser Praxis an, indem er den Landkreisen die Gutscheinparaxis nicht mehr vorgibt, sondern frei stellt, ob sie Gutscheine oder Bargeld auszahlen. Dennoch wollen einige Landkreise weiterhin an dem Gutscheinsystem festhalten.

Die Dokumentation zeigt die Betroffenen des Gutscheinsystems. Mit der versteckten Kamera begleiteten die Filmpiraten Flüchtlinge beim Einkaufen, um den alltäglichen, diskriminierenden Irrsinn an Supermarktkassen zu zeigen, wenn Gutscheine bei einem Einkauf „aufgebraucht“ werden müssen oder Wörterbücher „nicht auf Gutschein gehen“. Einen Platz findet auch die alltägliche Solidarität von Menschen, die in Gutscheinumtauschinitiativen den Flüchtlingen 1:1 ihre Gutscheine in Bargeld umtauschen, jedoch nicht allein dabei stehen bleiben, sondern generell die Abschaffung der Gutscheinpraxis fordern.

Quelle: filmpiraten.org

Freiheit für die Gefangenen in Weißrussland

Fünf Anarchist*innen; Ihar Alinevich, Mikalai Dziadok, Artsiom Prakapenka, Pavel Syramolatau, Aliaksandr Frantskievich und ein weiterer Aktivist, Jauhen Vas’kovich, wurden zwischen Herbst 2010 und Winter 2011 verhaftet. Ihnen wird eine Vielzahl von Aktionen vorgeworfen, unter anderem die Beteiligung an einer illegalen, antimilitaristischen Demonstration, direkte Aktionen gegen kapitalistische Symbole, ein Angriff auf die Zentrale des weissrussischen Geheimdienstes KGB, sowie das Hacken von Regierungswebsiten.
Die Aktivist*innen erhielten Freiheitsstrafen zwischen 3 und 8 Jahren. Dabei sind sie nicht die einzigen, die von massiver Repression betroffen sind. Seit seiner Machtübernahme 1994 schlagen Sicherheitskräfte des „letzten Diktator Europas“, Alexander Lukaschenko jeden regimekritischen Protest brutal nieder.
Soliaktionen am Wochenende der “Wahl” in Weißrussland

In Berlin dekorierten einige Menschen die belarussische Botschaft mit Slogans und Plüschtieren.

In Bonn gab’ es eine kleine Kundgebung vor dem weißrussischen Konsulat und im Anschluss in der Innenstadt.

Das Anarchistische Netzwerk Südwest* sendete mit einem Transpi Soli-grüße

In Paris hielten 70 Menschen eine Kundgebung vor dem Eifelturm ab & zogen danach durch die Innenstadt.

Es fanden noch Demos in London und Rom statt.

Die Solidarität muss weiter gehen!

Nach dem erneuten „Wahlsieg“ Lukaschenkos im September 2012 sieht es nicht nach einer baldigen Freilassung der 6 Genoss*innen aus. Umso notwendiger ist es daher ihnen, der Diktatur Lukaschenko und dem Rest der Welt zu zeigen, dass niemand, der wegen des Kampfes gegen Unterdrückung und Ausbeutung verprügelt, verhaftet oder eingesperrt wird alleine bleibt.

Wut und Solidarität kann sich auf viele Arten ausdrücken, eurer Fantasie sind nahezu keine Grenzen gesetzt.
Besonders freuen sich die Genoss*innen über Briefe.

Denn „das Schreiben von Briefen ist eine Waffe…
… gegen Vereinzelung, Vereinsamung, Stagnation, Resignation und Isolation.
… gegen die auf Zerstörung angelegte Natur des Knastsytems.
… gegen die Kontrolle des Lebens durch das Knastregime.“
(ABC Berlin)

Da Briefe, die nicht auf (weiss-)russisch verfasst und / oder aus dem Ausland verschickt wurden, häufig die Genoss*innen nicht erreichen, könnt ihr diese auch über die Homepage von ABC Belarus verschicken, wo sie übersetzt werden und auch dafür gesorgt wird, dass sie die Genoss*innen erreichen.

Aktuelle Infos und Hintergründe:
abc-belarus.org
fda-ifa.org | i-f-a.org
abc-berlin.net

Quelle: FDA-IFA

Straßenkämpfe vom Generalstreik am 26.9. in Athen

Radtour: Märzrevolution 1920

Im März wollen wir auf einem Tagesausflug durch das westliche Ruhrgebiet und den linken Niederrhein eine Fahrradtour machen. Unterwegs wird Rudolf Mühland immer wieder über einzelne Aspekte der Märzrevolution (Generalstreik, Arbeiterräte, Arbeiterwehr, Rote Ruhrarmee, Antisemitismus, Konterrevolution und Opfer des Faschismus) referieren. Alles was ihr mitbringen müsst ist ein funktionstüchtiges Fahrrad, der Witterung angemessene Kleidung, eine Thermokanne mit heißem Getränk und Picknickkorb.

Ein genauer Termin, sowie Zeit und Ort wird noch festgelegt. – Die Tour wird den ganzen Tag dauern. – Zur besseren Planbarkeit ist es erforderlich das ihr euch anmeldet. Schickt dafür bitte eine Mail an faud1[@]fau.org mit dem Betreff 1920 und schreibt mit wievielen Personen ihr teilnehmen wollt.

Unterwegs werden wir diverse Gedekstätten besuchen. An diesen wird es Gelegenheit zur Kranzniederlage und zum Gedenken geben. Angefragt ist auch ein Musiker, der die Reise durch Raum und Zeit musikalisch begleiten soll.

Da Geschichte nur Sinn macht, wenn die Kontinuität zur Gegenwart gesehen wird, werden wir uns nicht nur mit den historischen Aspekten der Märzrevolution beschäftigen.

mehr Info’s folgen später

Quelle: FAU Düsseldorf

Aktion Scherenschnitt – Refugees Welcome

Infos zum Protestmarsch unter: refugeetentaction.net

Antifa-Demo in Hoyerswerda in Erinnerung an den Pogrom von 1991

Samstag, 22. September 2012: Eine Demonstration mit 500 Teilnehmern gedenkt in Hoyerswerda dem Pogrom von 1991 und fordert ein Denkmal an die rassistischen Pogrome und die Entschädigung der Betroffenen. Am Rande versuchten Neonazis wiederholt das Gedenken zu stören. In diesem Viedeobeitrag berichten Antifaschist_Innen aus Hoyerswerda was vor 21 Jahren in der Stadt geschah und kritisieren die fehlende Aufarbeitung des Pogrom durch offiziellen Stellen oder die Einwohner.

In Gründung: Anarchistische Gruppe Düsseldorf

Die „An­ar­chis­ti­sche Grup­pe Düs­sel­dorf“ (AGD) be­fin­det sich noch in Grün­dung.

Die In­itia­ti­ve dazu ents­tannt auf der 2. Li­ber­tä­ren Me­dien­mes­se in Bo­chum (Au­gust 2012). Auf der Messe tra­fen sich über 50 Men­schen um über die Mög­lich­keit einer „An­ar­chis­ti­schen Fö­de­ra­ti­on zwi­schen Rhein und (Auf-)Ruhr“ (AFRR) zu dis­ku­tie­ren. Es grün­de­ten sich drei Ar­beits­grup­pen (östl. Ruhr­ge­biet, westl. Ruhr­ge­biet und Rhein­land) die in den nach­fol­gen­den Mo­na­ten zur Grün­dung der AFRR füh­ren sol­len. In die­sem Sinne ist die In­i­ta­ti­ve zur Grün­dung einer An­ar­chis­ti­schen Grup­pe Düs­sel­dorf ent­stan­den.

In we­ni­gen Tagen, wer­den wir euch hier mit wei­te­ren Info’s ver­sor­gen, ins­be­son­de­re
# wie ihr Kon­takt zu uns auf­neh­men könnt
# in wel­che kon­kre­ten Pro­jek­te ihr euch ein­brin­gen könnt
# und wie ihr Mit­glied der AGD wer­den könnt und
# in­ner­halb der AGD wei­te­re Pro­jek­te ans lau­fen brin­gen könnt.

1. Tref­fen der AG-​Düs­sel­dorf in Grün­dung
01.​10.​2012
20:00 Uhr
Kul­tur­café Sol­rais, Ko­per­ni­kus­str. 53, Düs­sel­dorf-​Bilk.
Wer nicht kom­men kann, aber auf dem lau­fen­den ge­hal­ten wer­den möch­te mel­det sich bitte bei: afrrheinruhr@​riseup.​net
BE­ACH­TEN: im Be­trefff schreibt ihr bitte immer DÜS­SEL­DORF (und dann gerne worum es sonst nich in der Mail geht)

Quelle: agd.blogsport.de

Köln: Flüchtlingsstreik Demo 06.10.12.

Am Samstag den 06.10.12. findet in Köln eine Demonstration in Solidarität und zur Unterstützung des Protestmarsches der geflüchteten Menschen von Würzburg nach Berlin statt. Treffpunkt ist der Ottmar-Pohl-Platz in Köln Kalk um 15:00 Uhr! Wenn deine Gruppe den Aufruf der Demonstration unterstützen möchte schreibt eine Mail an: agkoeln(A)riseup.net

Verbreitet bitte den Termin und den Aufruf zur Demonstration weiter. Weitere Materialien und Infos folgen auf dieser Seite.

  • AUFRUF
  • Unterstützt den „Flüchtlingsstreik“!

    Am 19. März traten geflüchtete Menschen, zunächst in Würzburg, dann in immer mehr Städten in der BRD in den Streik. Ihr Protest richtet sich gegen rassistische Unterdrückung, durch Sammelunterbringung und Abschiebungen, verzögerte Bearbeitung der Asylanträge und dass es ihnen unmöglich gemacht wird legal zu arbeiten. Dies hat Methode: die Geflüchteten sollen unter Kontrolle (Stichwort: Residenzpflicht) und in staatlicher Abhängigkeit verbleiben, z.B. von „Asylbewerberleistungen“.

    Um weiter Druck aufzubauen haben sich die geflüchteten Aktivist*innen entschieden die Streikcamps zu verlassen und in einem Protestmarsch von Würzburg nach Berlin zu laufen. Zeitgleich wollen Unterstützer*innen (die aktuell nicht von Flucht betroffen sind) eine Info-Tour durch Westdeutschland starten, um auf die Anliegen des „Flüchtlingsstreiks“ aufmerksam zu machen. Eine Station wird Köln sein. Es sind mehrere Aktionen und Veranstaltungen geplant (und bereits gelaufen), so auch eine Unterstützer*innen-Demonstration, am 06.10., in Solidarität mit den geflüchteten Menschen, gegen Alltagsrassismus und die Asylgesetzgebung.

    Immer wieder wird in der Öffentlichkeit (z.T. auch in der „linken Öffentlichkeit“) von „politisch Verfolgten“ und „Wirtschaftsflüchtlingen“
    gesprochen. Mit der Demo wollen wir dem Gut-Böse-Schema etwas entgegensetzen. Denn Flucht, aus materieller und existenzieller Not heraus – welche in den Herkunftsländern der Geflüchteten durch kapitalistische Ausbeutung und die marktwirtschaftliche Dominanz des ‚weißen‘ Westens entsteht – ist immer legitim! Gleichzeitig richtet sich die Demo gegen rassistische Diskriminierung, die wir tagtäglich in Köln erleben. Zum Beispiel wenn die Polizei in Kalk-Nord Menschen aufgrund ihres als ‚nicht-weiß‘ wahrgenommenen Aussehens oder Namens kontrolliert und schikaniert.

    Rassismus fängt also an bei: „Ich habe nichts gegen die, aber …“ und hört mitnichten dort auf, wo jährlich unzählige Menschen vor der Küste Europas durch Frontex zwecks europäischer Grenzsicherung zu Tode gebracht werden. Er hört nicht auf, weil er ein Mittel zur Herrschafts-
    und Privilegiensicherung darstellt.

    Um sich dagegen zu wehren, müssen wir uns unserer eigenen Position bewusst werden, uns austauschen, Menschen mit Fluchterfahrungen zuhören und von einander lernen. Wir gehen auf die Straße, gegen den täglichen Rassismus und um in einem solidarischen Akt den „Flüchtlingsstreik“ zu unterstützen.

    Kommt zur Support-Demo am 06.10.2012 um 15:00 Uhr zum Ottmar-Pohl-Platz in Kalk. Seid kreativ. Die Demo soll einen bunten und offenen Charakter haben. Unterstützt die Forderungen der Geflüchteten.

    Die Forderungender geflüchteten Aktivist*innen: sofortiger Stopp aller Abschiebungen! keine Lagerunterbringung! Aufhebung der Residenzpflicht! schnellere Bearbeitung der Asylanträge, denn Asyl ist ein Menschenrecht und kein Privileg!

    Alle Infos und bald auch Materialien zur Demo findet ihr unter: http://agkoeln.blogsport.de/fluechtlingsstreik-demo-06-10-12/

    Quelle: agkoeln.blogsport.de

    Protestmarsch der Flüchtlinge erreicht Erfurt – Demonstration gegen Asylsystem

    Der “Refugee- Protest- March” nach Berlin startete am 8.9. 2012 in Würzburg und erreichte am 17.09. Erfurt. Ein Tag darauf demonstrierten die Flüchtlinge und Unterstützer_innen in der Erfurt Innenstadt gegen das deutsche Asylsystem – unter anderen gegen die Lagerunterbringung, die Residenzpflicht und das Gutscheinsystem. Bereits am Morgen gab es gegen Mittag eine Auseinandersetzung mit Nazis während der Auftaktkundgebung vor dem Thüringer Landtag. Die Demo startete um 16 Uhr vor dem Thüringer Landtag und verlief an allen vier Flüchtlingslagern in Erfurt vorbei.

    Quelle: filmpiraten.org