Archiv für Juni 2013

Die libertäre Szene in Moskau ist gespalten

Der Einfluss von Nationalismus, Homophobie und Antifeminismus nimmt zu. Ein Bericht aus Moskau

Schwule und Lesben können in Russland nicht angstfrei leben. Homophobie ist weit verbreitet. Allein im Mai und Juni 2013 wurden zwei Schwule ermordet. Als Motiv nannten die Behörden die „nicht traditionelle sexuelle Orientierung“ der Opfer. Putins Regierung schürt den Hass auf Schwule und arbeitet an einem Gesetz, das „Homosexuellen-Propaganda“ verbieten soll. Auch öffentliches Küssen stünde dann unter Strafe.

Homosexualität ist im flächenmäßig größten Land der Erde seit 1993 nicht mehr strafbar und gilt seit 1999 nicht mehr als „psychische Störung“. Nun ist Russland aber nicht mehr weit davon entfernt, Schwulsein wieder zu kriminalisieren. Homophobie wird nicht nur durch die russisch-orthodoxe Kirche und die Regierung geschürt, sondern sogar von vermeintlich „Libertären“. Ein Bericht von Vadim Damier aus Moskau. (GWR-Red.)
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Schweiz: ANARCHISTISCHE BUCHMESSE 2013

2010 fand zum ersten Mal in der zweisprachigen Stadt Biel/Bienne eine anarchistische Buchmesse statt. Mit gut 500 BesucherInnen, mehr als zwei Dutzend AusstellerInnen und Vorträgen zur Theorie und Praxis des Anarchismus war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Aufgrund dieser Erfahrung wurde der Entschluss eine Buchmesse auf der Sprachgrenze zu veranstatlten auch 2011 gefasst. Eine Nummer grösser war die Buchmesse 2012, als sie während dem Internationalen Anarchistischen Kongress in St. Imier stattfand und den Grossteil eines Eishockeyfeldes einnahm. Die Stände wurden von AusstellerInnen aus weit über einem Dutzend Ländern in acht Sprachen belegt. Die allseits beliebte Buchmesse soll auch dieses Jahr wieder stattfinden. Dieses Mal wieder am gewohnten Ort im Herzen von Biel/Bienne allerdings etwas später im Jahr vom 20.-22. September.
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Knutschen ist wichtiger als Deutschland!

Neues Textupdate auf www.anarchismus.at

In den letzten Tagen wurde www.anarchismus.at umfangreich aktualisiert.
Über 200 Texte sind dazugekommen, darunter viele neu digitalisierte
„Klassiker“ sowie Texte zur Spanischen Revolution 1936 und deren Mythen,
zum Rätekommunismus, zur FAUD uvm.

Aus dem Bereich der Anarchismusforschung ist nun „Anarchosyndikalismus
in Deutschland“ von Hans Manfred Bock ebenso online, wie Beiträge von
Cornelia Regin zur Geschichte der anarchistischen Jugendbewegung der
1920er-Jahre und zur Frauenpolitik der FAUD.

anarchismus.at

Ägypten: Erneut Zelte auf dem Tahrir Platz – Zusammenstösse in mehreren Provinzen

Während sich gestern Abend in Kairo an die zehntausend Menschen am Tahrir Platz sammelten, wurden bei stundenlangen Kämpfen in verschiedenen Städten über 200 Menschen so schwer verletzt, dass sie in den Krankenhäusern behandelt werden mussten, ein Mensch wurde bei den Kämpfen getötet. In Mansoura waren an die 5000 Islamisten zu einer Unterstützungskundgebung für Muris zusammen gekommen. Aktivisten und Anwohner kämpften mit Steinen und Molotows gegen den faschistischen Mob, es gab viele Verletzte durch Schrotmunition.
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Schwarzer Tresen Witten 28.06.: Völker ohne Regierung

„Ohne Regierung geht es nicht“ ist bei Diskussionen oft die Antwort, wenn wir unsere Vorstellungen von selbstbestimmtem Leben erläutern. Was Anarchisten wollen gilt als total utopisch. Dem werden ebenso oft Beispiele von anarchistischen Gesellschaften in Spanien während des Bürgerkriegs oder in der Ukraine entgegnet.

Dabei gab und gibt es viele Gesellschaften die ohne Regierung auskommen. Ohne die Kenntnis über theoretische anarchistische Überlegungen haben die meisten der Völker oder Gesellschaften anarchisch gelebt. So waren Gesellschaften der Jäger und Sammler in der Regel anarchisch strukturiert. Unter den nomadisch lebenden Völkern sind auch heute noch anarchische Strukturen zu finden. Auch in den Gesellschaften der Gartenbauer und Hirtenvölker erkennen wir anarchische Formen des Zusammenlebens. Die Theorien der Anarchisten haben in den USA des 19ten Jahrhunderts dann zahlreiche Großkommunen in die Realität umgesetzt. Nach welchen Kriterien können wir die Gesell schaften als anarchisch oder anarchistisch ansehen? Wie sind Entscheidungen in diesen Gesellschaften entstanden? Wie wurden Sanktionen festgelegt und ausgeführt? Diesen Fragen sind Anthropologen nachgegangen und fanden anarchische Strukturen.

Im Trotz Allem – Witten – Augustastr. 58 – 19:00 Uhr
Es wird wie immer eine vegane VoKü geben (gegen Spende)

Vorschau: im Juli wollen wir dann einen Schwarzen Tresen zum Thema Drogen veranstalten

Quelle: anarchistische Gruppe östliches Ruhrgebiet

27.06. Berlin: Aktion gegen Lohndumping bei Heinrich-Böll-Stiftung

Die Heinrich-Böll-Stiftung, die Parteistiftung der Grünen, beschäftigt seit Jahren Mitarbeiter_innen über Outsourcing-Firmen zu prekären Bedingungen. Nachdem sich jetzt Betroffene wehren, will die Geschäftsführung aber nicht etwa die miesen Beschäftigungsverhältnisse abschaffen, die so schlecht zu grünen Forderungen nach Partizipation und Mindestlohn passen wollen, sondern sie will sie anscheinend rechtlich absichern und die aufmüpfigen Kolleg_innen durch neue Leiharbeiter_innen ersetzen.

Wann?: 27.06.2013 von 18:30 bis 20:30
Wo?: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8 (U6 Oranienburger Tor)
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26. Juni: Internationaler Solidaritätstag mit dem Kampf der Arbeiter von Vio.Me.

Der Kampf der Arbeiter von Vio.Me. hat schon eine lange Geschichte, doch gleichzeitig ist es ein Kampf, der aus der Zukunft kommt.

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Rassismus

Chemnitz: Sommer, Sonne, Arbeitskampf!

Am 29.06.2013 lädt die FAU Initiative Chemnitz erneut ins AJZ Chemnitz zum Soli-Konzert. Musikalisch unterstützt von Zweifel, Kummerland & Dickär! Dazu gibt es einen Klamottenwühltisch und veganen Gulasch. Hinzu kommt noch eine Spielecke mit Diabolos, Lunasticks, Devilsticks, Poi’s, Astrojacks, Pfeil und Bogen sowie einem Einrad.

Wir freuen und nicht nur auf UnterstützerInnen der FAU, sondern auch auf alle anderen, die gerade Bock haben mit uns zu feiern. Ausgenommen sind Nazis und andere antiemanzipatorische Kräfte. Wir behalten uns daher vor solche Indivuduen und Gruppierungen von der Veranstaltung auszuschließen!