Archiv für Juli 2013

Leipzig: EIN STOLPERSTEIN FÜR ARTHUR HOLKE!

Am 16.07.2013 war es soweit, der Stolperstein für Paul Arthur Holke wurde verlegt. Bislang kamen die Stolpersteine für politisch Verfolgte hauptsächlich aus dem sozialdemokratischen und kommunistischen Lager. Vor den Augen der ca. 25 Teilnehmer_innen wurde nun erst der zweite Stolperstein1* für ein_e Anarchist_in überhaupt eingelassen. Mit Redebeiträgen von einem FAU/ASJ- Mitglied und einer Familienangehörigen von Paul Arthur Holke wurde ihm, so hoffen wir, ein würdiges Andenken geschaffen. Zum Abschluss spielte ein Saxophonist das Lied „Die Gedanken sind frei“.

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Neues Verzeichnis für Kollektivbetriebe: Ohne-Chef.org

Unter ohne-chef.org findet ihr seit kurzem ein Verzeichnis für Kollektive Projekte und Betriebe für den Deutschsprachigen Raum. Bis jetzt sind lediglich 11 Projekte gelistet, verbreitet die Seite also weiter um dafür zu sorgen das es mehr werden! Zu den Ambitionen des Projektes:

Über uns
ohne-chef.org ist ein Onlineverzeichnis von Kollektivbetrieben. Die Idee zu dieser Website entstand aus einer Anfrage an die FAU-Bonn. Isabel wollte in ihrem Cafe gerne Getränke anbieten, welche in Kollektiven produziert werden. Eine Recherche im Internet führte uns vor Augen, dass ein solches Verzeichnis, wie wir es hätten gebrauchen können, nicht (bzw. nur für Berlin) existiert. Als primäres Ziel dieses Verzeichnisses stellen wir uns eine Schnittstelle zwischen Produzent*innen und Konsument*innen vor. Menschen, die ihre Einkäufe und Aufträge lieber an Kollektive vergeben wollen, statt mit Ihrem Geld die Ausbeutung anderer zu unterstützen, sollen hier eine Anlaufstelle haben. Dabei möchten wir uns darauf beschränken, die Kontaktdaten und Informationen bereitzustellen und zu pflegen. Die Kontaktaufnahme erfolgt dann direkt zwischen dem interessierten Menschen und dem Kollektiv.
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„Gentrification heißt Verdrängung“ Andrej Holm im Gespräch (Teil 1):

Schwarzer Tresen der AGÖR: Drogen

Drogen: Eine offene Diskussionsrunde

Drogen sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig, aber in den meisten emanzipatorischen Gruppen eine Thematik zu der selten ein ausführlicher Diskurs stattfindet. Dabei spielt der Einfluss von bewusstseinsverändernden Substanzen eine große Rolle in unserem Leben und dies auf unterschiedlichste Weise. Des weiteren ist der teilweise gezielte Einsatz von Drogen ein Mittel der Herrschenden zur Manifestierung des Bestehenden.

Was sind überhaupt Drogen? Was machen Drogen mit dir und deinem Sozialem Umfeld? Fühlst du dich freier wenn du Drogen konsumierst oder versuchst du lediglich der Realität zu entfliehen? Was bedeuten Drogen gesamtgesellschaftlich von der Produktion bis zum Konsum? Welche Bedeutung haben Drogen zum Beispiel im Knast? Welche Rolle würden Drogen in einer anarchischen Gesellschaft spielen? Diese und weitere Fragen, die sich aus der offenen Diskussion ergeben, möchten wir zusammen mit euch besprechen. Dabei wollen wir nicht die von den Herrschenden geprägten Definitionen von Drogen (legal oder illegal) verwenden. Außerdem verurteilen wir jegliche Verfolgung von Menschen (zum Beispiel Drogenabhängigen) durch den Staat und seine Organe.

Im Trotz Allem – Witten – Augustastr. 58 – Fr. 26. Juli 19:00 Uhr
Wie immer mit leckerer veganer VoKü.

Quelle: Anarchistische Gruppe östliches Ruhrgebiet

FAU Berlin: „Work hard, play hard“

Film: Work hard, play hard (2011)

Carmen Losmann hat einen zutiefst beunruhigenden Film über moderne Arbeitswelten gedreht. Die Grenzen zwischen Arbeit und Lifestyle sollen verschwinden. Bei Auswahl, Motivation und Training der Mitarbeiter von Morgen wird nichts dem Zufall überlassen. Selbstoptimierung steht auf dem Programm.
Die Sektion Medien zeigt den Film und will mit euch ins Gespräch kommen.

Fr. 26.07. [19.00 Uhr]
Wie immer im FAU-Lokal: Lottumstr. 11 (U8 Rosenthaler, U2 Rosa-Luxemburg)

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Alle Termine der FAU Berlin unter berlin.fau.org/termine

Ein RAP für Clement Meric – „NI OUBLI, NI PARDON“

Clément Méric war ein Französischer Anarchist der unter anderem in der CNT aktiv war und von Faschisten Am 5. Juni 2013 erschlagen wurde. Er wurde grade einmal 18 Jahre alt, möge die Erde im leicht sein!

Marburg: Besetzung Augenklinik wird zur (T)Raumklinik

Am Freitag wurde abends in der Robert-Koch-Str. 4 in Marburg das ehemalige und seit 2011 leerstehende Gebäude der Augenklinik in einen Freiraum verwandelt. Die Besetzer*innen kritisieren das Fehlen von bezahlbarem und selbstverwalteten Wohnraum in Marburg. Es fehlen außerdem selbstverwaltete und unkommerzielle Räume, in denen sich Menschen treffen und mit anderen austauschen können.

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Türkei: Polizeiüberfall in Istanbul

In den frühen Stunden des 16. Juli 2013 überfiel die Polizei einhundert verschiedene Orte in Istanbul.

Gegen 5.30 Uhr überfiel die Polizei in einer gleichzeitigen Aktion viele Häuser. Nach übereinstimmenden ersten Berichten wurden zwölf Mitglieder vom Studierendenkollektiv Öğrenci Kolektifleri und Liseli Genç Umut (Junge Hoffnung der Hochschule) verhaftet. Im Stadtteil Sancaktepe wurden 26 Personen inhaftiert, darunter LeserInnen solcher Magazine wie Özgür Gelecek (Freie Zukunft), Devrimci Demokrasi (Revolutionäre Demokratie) sowie Mitglieder der AKA-DER (Anatolische Recherche und Kultur-Stiftung) und HKP (Volksbefreiungspartei). Es wurde berichtet, dass die Häuser der Funktionäre und Mitglieder der TGB (Jugendgewerkschaft der Türkei) ebenfalls durchsucht werden.

Rechtsanwälte informierten, dass der Staat die Entscheidung zur Dursuchung von Häusern und der Verhaftung von 60 Leuten innerhalb einer Zeitspanne von 72 Stunden getroffen hatte (darunter Mitglieder von Halkevleri, Öğrenci Kolektifleri, Özgür Gelecek, Devrimci Demokrasi, Aka-Der, HKP und TGB). 56 Leute werden beschuldigt, Leute zur Revolte angestiftet und öffentliches Eigentum zerstört zu haben. Die Fallakte wurde als Verschlusssache eingestuft. So wurde es den dreißig Leuten, die immer noch in Gewahrsam sind, nicht genehmigt innerhalb 24 Stunden mit ihren Anwälten zu sprechen. Die Bullen haben sich auch entschlossen von den Häftlingen Speichelproben zu nehmen.

Quelle: Contra Info

Priests bless Golden Dawn’s offices in Corinth

Religion ist Heilbar! Tod dem Faschismus!

Göppingen: Gedenkkundgebung für Erich Mühsam

„Noch darf die Welt uns Sklaven heißen, noch gibt es Ketten zu zerreißen.“

Der anarchistische Schriftsteller und Publizist Erich Mühsam wurde am 10. Juli 1934 von den Nazis im KZ Oranienburg ermordet. Auf dem Erich-Mühsam-Platz in Göppingen-Holzheim, dem einzigen in Deutschland neben dem in München-Schwabing, gab es deshalb gestern Abend eine Kundgebung mit einem dutzend Teilnehmern. Organisiert wurde diese von der FAU Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Antifaschistischen Gruppe Göppingen. In einer Rede wurde der Lebenslauf von Mühsam aufgezeigt und durch Gedichte, Anekdoten mit lokalem Bezug und einem längeren Text ergänzt.
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