Archiv der Kategorie 'Klimawandel'

Solidaritäterklärung mit den Perumanischen Anarchist*innen

Die IFA bekundet ihre Solidarität mit der sozialen Bewegung in Peru die dort gegen die Minen-Projekte, insbesondere gegen das CONGA Projekt kämpft. Schritt für Schritt zerstört die Regierung die natürlichen Ressourcen des Landes für den Profit multinationaler Konzerne. Durch den Verkauf ihres Landes raubt Peru den Menschen nicht nur die Einnahmen aus dem Minengeschäft, es wird auch das Ökosystem, die lokale Wirtschaft und die landwirtschaftliche Basis durch die Verschmutzung von Wasser und Boden zerstört.
Den Kampf der Menschen in Cajamarca um den Zugang zu Wasser und für das Recht auf Nutzung des Bodens, auf dem sie leben, hält die IFA für legitim.

Die IFA ist entsetzt über die 5 Todesopfer, die während der Repression und des Ausnahmezustands in Cajamarca getötet wurden. Demonstrationen wurden brutal niedergeschlagen und es es sind einige Menschen verschwunden.

Darüber hinaus möchte die IFA die Genoss*innen der USL unterstützen, die in dem Kampf und in den Aktivitäten ihrer Organisation tätig sind und von der Polizei schikaniert und unter Druck gesetzt werden. In der Presse werden sie als Terrorist*innen bezeichnet.
Die IFA wird alles tun, um eine praktische Solidarität zu den Genoss*innen in Peru aufzubauen.

CONGA no va!
Viva los que luchan!

Quelle: fda-ifa.org

CASTOR 2011 verhindern!

Der CASTOR soll am ersten Adventswochenende in Gorleben eintreffen. Auch in diesem Jahr werden sich wieder Menschen der FAU an unterschiedlichen Widerstandsaktionen gegen den letzten CASTOR-Transport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague ins niedersächsische Wendland beteiligen.

Dabei ist es noch immer unverantwortlich, den gefährlichen atomaren Abfall quer durch die Bundesrepublik ins Zwischenlager Gorleben zu kutschieren. Denn mit jedem weiteren Castor wird der Standort Gorleben auch als Endlager zementiert. Eine ergebnisoffene Endlagersuche – wie von den Herrschenden suggeriert – wird damit weiter unmöglich gemacht.

Ein über mehrere Millionen Jahre sicheres Endlager ist so oder so nicht möglich. Haften werden immer nachfolgende Generationen, sie tragen das Risiko und die finanziellen Folgekosten – die Asse lässt grüßen.

Statt Gorleben anzusteuern und den Weg dorthin mit Hundertschaften von „Sicherheitskräften“ gegen widerständige Menschen freizuprügeln, gehört der Transport abgesagt. Eine Zwischenlagerung, egal wo, birgt für die dort lebenden Menschen nur gesundheitliche Risiken. Zumal der Castorzug regelmäßig durch Wohngebiete fährt, so auch jedes Jahr durch das Stadtgebiet von Hannover.

Solange die Endlagerfrage ungeklärt ist, darf es keine weiteren Transporte geben!

Trotz der Abschaltung von acht Kernkraftwerken auf Grund der vermeintlichen Energiewende der Bundesregierung werden mit den restlichen Kraftwerken weiter Gewinne für die großen Energiekonzerne erzielt. Diesen kapitalistischen Normalzustand werden wir genauso wenig hinnehmen, wie den diesjährigen Castortransport selbst.

Wir als FAU Hannover werden dem nicht tatenlos zusehen, sondern uns in den Widerstand gegen den Castor, für eine echte Energiewende und für mehr Klimagerechtigkeit einbringen!

Quelle: FAU.org

Ökologischer Fußabdruck

„Unter dem Ökologischen Fußabdruck wird die Fläche auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen (unter Fortführung heutiger Produktionsbedingungen) dauerhaft zu ermöglichen. Das schließt Flächen ein, die zur Produktion seiner Kleidung und Nahrung oder zur Bereitstellung von Energie, aber z. B. auch zum Abbau des von ihm erzeugten Mülls oder zum Binden des durch seine Aktivitäten freigesetzten Kohlendioxids benötigt werden.“ – Wikipedia

Wenn du deinen eigenen ökolgischen Fußabdruck berechnen willst guck doch mal auf der Seite des WWF nach: WWF-Footprint-Rechner

Umweltschutz beginnt bei dir!

Köln: Anti-Atom-Proteste

Am 14. März 2011 fand im Rahmen der bundesweiten Proteste gegen Atomkraft auch in Köln eine Kundgebung anlässlich der Reaktorkatastrophen in Japan statt. Auf dem Rudolfplatz versammelten sich – nach Angaben der Veranstalter/innen – über 2.000 Demonstrant/innen aller Altersstufen, um ihre Ablehung jeglicher Atomkraft und ihre lautstarke Anteilnahme mit den japanischen Opfern der bisherigen AKW-Explosion auf die Straße zu tragen.

Es wurde deutlich, dass viele die Lügen und Versprechungen der Regierungen in Deutschland und anderswo nicht mehr glauben. Dass nur der Boykott und direkte Aktionen einen wirksamen Widerstand gegen die Atomindustrie und ihre politischen Handlanger/innen zu leisten imstande sind, wurde mehrfach betont. Es kann im Kampf gegen Atomkraft nicht nur um einen Regierungswechsel und neue Wahlversprechen gehen, sondern um einen sofortigen und endgültigen Ausstieg aus dem Wahnsinnskreislauf von Uranabbau, Kernenergie und Atommüll – sowie ein Ende der alles verseuchenden Nuklearwaffen.

Im Laufe des Abends hatten sich von einer unabhängig zur gleichen Zeit stattfindenden Kundgebung am Dom noch weitere Demonstrant/innen dem Protest auf dem Rudolfplatz angeschlossen. Zwar hatten die Organisator/innen der autonomen Demonstration auf dem Rudolfplatz jegliche Parteiwerbung mehrfach abgelehnt, doch weder die MLPD, noch die Hochschulgruppen von Linkspartei und Grünen hielten sich an diese Absprachen. Lediglich die Atomkonsens-Partei Bündnis 90/Grüne hat nach einer Protestaktion ihr Werbetransparent wieder eingepackt. Medienwirksame Aktionen gab es unter anderem von der bürgerlichen NGO Greenpeace.

Nach rund zwei Stunden lautstarker Kundgebung mit Redebeiträgen gegen die Atomindustrie und die zerstörerischen Folgen des Kapitalismus, die von Klaus dem Geiger mit Band begleitet wurden, zogen noch etwa 100 Leute als Spontandemo durch die Innenstadt zum Hauptbahnhof und riefen „Abschalten jetzt“ und „Ob Süd, ob Nord – Atomkraft ist Mord!“.

Für den folgenden Dienstag gibt es einen Aufruf um 18 Uhr am Hauptbahhof eine Mahnwache abzuhalten, um der bisherigen Opfer der Atomkatastrophen zu gedenken.

Anarchosyndikat Köln/Bonn

Quelle und Bilder unter: anarchosyndikalismus.blogsport.de

Im Herzen der fossilen Bestie

RWE Power legt die Kettensäge an den Hambacher Forst

Pünktlich zum „Internationalen Jahr des Waldes 2011“ der UN legt RWE Power die Kettensäge an die letzten 3000 Ha des ökologisch bedeutenden Hambacher Forsts bei Köln, wobei es sich mindestens um 600.000 Bäume handelt. Damit schafft RWE Power Fakten und macht Platz für das größte Loch Europas, den Tagebau Hambach. Bleibt die Frage, ob RWE Power in diesem Frühjahr 2011 alle Bäume nördlich der derzeit noch bestehenden Autobahn A4 abholzt, oder ob sie noch einige Reihen als kosmetischen Sichtschutz auf den Tagebau stehen lassen.
Der Hambacher Forst – Home of the Bechsteinfledermaus
Der Hambacher Forst ist ein ehemals 4500 Hektar großes Waldgebiet im Rhein-Erftkreis bei Köln, welches in seiner Struktur 12.000 Jahre alt ist und durch einen hohen Anteil an Totholz, Eichen, Winterlinden usw. ein ökologisch sehr wertvollen Lebensraum für eine Fülle von bedrohten Pflanzen- und Tierarten darstellt. Seit 1970er Jahren hat RWE immer mehr Fläche des Hambacher Forsts gekauft, teilweise zum Spottpreis von 50 Pfennig den m² von der Gemeinde Elsdorf, was ein wunderbarer Beleg für die Verfilzung von der RWE mit den lokalen Kommunen darstellt, die die öffentlichen Gemeingüter an den Konzern verscherbeln. Seit des Aufschlusses des Tagesbaus Hambach im Jahre 1978 wurde der Forst Stück für Stück dezimiert.

Von doppelter Ausbeutung und doppelten Profit

Durch die Zerstörung des Hambacher Forsts geht einerseits der Wald als wichtiger CO2-Speicher verloren, anderseits wird ein wichtiger Lebensraum für viele bedrohte Pflanzen- und Tierarten ausgelöscht. Nach der Entwaldung kommt der größte Bagger der Welt (Bagger 293 mit einer Länge von 225 m) und baggert die Braunkohle ab, um sie anschließend u.a im naheliegenden Kraftwerk Niederaußem, dem größten Klimakiller Deutschlands, zu verstromen. Für RWE ist das Ganze ein doppeltes Geschäft. Erst wird an dem Ausplündern des wertvollen Hambacher Forsts mit seinen Eichen, Winterlinden verdient. Anschließend verkauft RWE dem Verbraucher zu überhöhten Markpreisen diesen maximal dreckigen Strom, wobei natürlich die meisten gesellschaftlichen Folgekosten wie Klimazerstörung, Bergschäden, Zerstörung des Wasserhaushalts usw. externalisiert und der Gesellschaft aufgebürdet werden. Klar brüstet sich RWE mit einigen Renaturierung- und Wiederaufforstungsprojekten, doch angesichts der ökologischen und sozialen Zerstörungen, die Teilweise noch gar nicht abzusehen sind, ist dies ein Witz. Im Jahr 2010 machte RWE insgesamt einen Rekordgewinn von 7700 Millionen Euro!

Die Gigantomanie des Rheinischen Braunkohlenreviers

Das Rheinische Braunkohlenrevier ist das Herz des fossilen Kapitalismus rheinischer Prägung. Es war wesentlicher Bestandteil der Autarkiepolitik der Nazis und lieferte nach dem zweiten Weltkrieg die Kohle und Energie für das „Wirtschaftswunder“. Derzeit ist das Rheinische Braunkohlerevier Europas größter Braunkohlekomplex aus den drei Tagebaugebieten Hambach, Garzweiler und Inden, sowie den Braunkohlekraftwerken Frimmersdorf, Neurath, Niederaußem und Weisweiler und Europas größter CO2-Emittent. Dabei produzieren allein die drei Kraftwerke Frimmersdorf, Neurath und Niederaußem soviel CO2 wie 25 Millionen Autos pro Jahr. In diesem Jahr soll zusätzlich das Kraftwerk Neurath II mit 2200 Megawatt ans Netz gehen. Vom Timing her brilliant gab RWE Power während der Klimaverhandlungen in Cancún bekannt, dass das größte Braunkohlekraftwerk Deutschlands Niederaußem noch um zwei sogenannte BoA-Blöcke mit insgesamt 2200 Megawatt erweitert werden soll. Niederaußem wäre dann das größte Kohlekraftwerk der Welt. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich RWE so verhält, als würde es den Klimawandel gar nicht geben und betreibt eine aggressive Expansion seines Kraftwerkparks mit dem nachweislich dreckigsten aller Energieträger: Braunkohle.

Kampf um die Energiewende: Endgegner RWE
RWE steht für ein autoritäres Herrschafts- und Produktionsmodell aus vergangenen Zeiten. Früher war der Braunkohletagebau eine Quelle von Wohlstand auf Kosten der Natur, der Menschen im globalen Süden und zukünftigen Generationen. Heute wurden massiv Arbeitsplätze abgebaut und RWE steht mit seinen zentralisierten Grundlastkraftwerken der Energiewende entscheidend im Weg. Dabei verfügt RWE über ein sehr enges und effektives Netzwerk, mit Verfilzungen von den Kommunen, den Medien bis in die höchste Politik. Der Toplobbyist von RWE, sein Vorstandsvorsitzender Jürgen Großmann, der auch schon maßgeblich hinter der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke stand, spielt auf Zeit und möchte einen Systemwechsel im Bereich der Energieversorgung so lange wie möglich verhindern.
Da Steinkohlekraftwerke zunehmend unwirtschaftlicher werden und heimische Braunkohle noch in gigantischen Mengen in Deutschland vorliegt, ist es strategisch von entscheidender Bedeutung für eine Energiewende den Braunkohletagebau und die Braunkohleverstromung zu stoppen.
Nur wenn es gelingt die Macht der Stromkonzerne insbesondere von RWE zu brechen, das heißt, die Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren zu rekommunalisieren, wird es auch die Schließung des Rheinischen Braunkohlereviers und den Atomausstieg geben. In diesen Systemkonflikt müssen wir auf echte Demokratie setzen gegen eine Politik im Burschenschaftsstil à la Großmann (Corps Montania Clausthal).

Die juristische Grundlage der Ausbeutung von Tagebauen
Nicht nur das autoritäre und panternalistische Produktionsmodell ist von Gestern, sondern ebenso die juristischen Grundlagen, die dieses autokratische Verwertungsregime ermöglichen: das Bergrecht.
Die Belange von Mensch und Umwelt werden durch das Bundesberggesetz (BBergG) weitgehend ausgeblendet. Das Bundesbergrecht in seiner heutigen Form ist juristisch antiquiert und aus umwelt-, klima- und energiepolitischer Sicht destruktiv. Teile der Reichsgesetzgebung, die in den Dreißiger und Vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts als „Kriegsertüchtigungsgesetz“ gestaltet wurden, sind bis heute Bestandteil des Bergrechts. Es räumt Bergbauvorhaben fatale Sonderprivilegien gegenüber anderen Rechten ein, ohne auf gesellschaftliche Belange Rücksicht zu nehmen. In juristischen Auseinandersetzungen ziehen die Betroffenen häufig den Kürzeren und die Abbau-Unternehmen bekommen Recht. Somit ist die alte Nazigesetzgebung immer noch die Basis für heutige Rechtsprechung – Bergrecht bricht Grundrecht. Dies trifft z.B. Opfer des Bergbaus, die von Bergschäden (Zerstörung von Gebäuden) betroffen sind. Dabei ist das Bergrecht auch für viele andere Energiekämpfe relevant wie z.B. beim sogenannten Fracking, der unkonventionellen Gasförderung mittels in den Untergrund gepresster Chemikalien, welche große Gefahren für das Trinkwasser birgt. Um RWE zu stoppen und eine Energiewende durchzusetzen ist die Änderung des Bergrechts ein wichtiger Baustein.

Was ging die letzten Jahre im Rheinischen Braunkohlerevier?
Widerstand gegen Rheinbraun und später RWE hat es immer gegeben. So haben sich ganze Gemeinden geschlossen gegen Abbaggerung und Schleifung der Dörfer gewehrt, Probebohrungen verhindert usw. doch doch Rheinbraun/RWE hat u.a. dank des Bergrechts immer den längeren Atem, die dort lebenden Menschen fast immer das nachsehen gehabt.
Auch gab es schon in der 1980er Bemühungen zum Schutz des Hambacher Forsts, doch den Verfilzungen von RWE bis in die höchste Politik konnte der regionale Widerstand nicht viel entgegensetzen, da ihm die überregionale Vernetzung und Unterstützung fehlte.
Die letzte große Demo im Rheinischen Braunkohlerevier gab es 2007 mit ca. 3000 Teilnehmenden gegen den Neubau des Braunkohlekraftwerks Neurath II, welche von der Klimaallianz NRW organisiert wurde. 2008 ließ sich der BUND pressewirksam von seiner eigenen Obstwiese räumen, da diese der Abbaggerung im Gebiet Garzweiler II im Weg war.
2010 war ein interessantes Jahr, da sich durch das Klimacamp der BUND Jugend in Borschemich (Garzweiler II) und der Grube-gräbt-Kampagne (u.a. K!BN, Attac Köln, ASJ Bonn), welche einen Gleisanschluss eines Kohlebunkers vom Kraftwerk Niederaußem blockierte, mehr überregionaler Basiswiderstand gegen das Rheinische Braunkohlerevier aktiv war. Dies gilt es nun weiter auszubauen und zusammen mit den regionalen Bürgerinitiativen eine überregionale Antibraunkohlebewegung aufzubauen, die eine strategische Wichtigkeit beim Erkämpfen der Energiewende hat.

Wie geht es im Kampf gegen RWE und das Rheinische Braunkohlenrevier weiter?

Ein wichtiges Ziel wird auf jeden Fall das strömungsübergreifende Klimacamp vom 26.08.-04.09. 2011 im Rheinischen Braunkohlerevier sein. Davor werden sich KlimacampaktivistInnen weiter mit regionalen Bürgerinitiativen vernetzen und ggf. noch die eine oder andere kleine Aktion zusammen durchführen. Auch soll das Camp internationaler ausgerichtet sein und AktivistInnen in den angrenzenden Niederlanden und Belgien ansprechen, um so einen grenzüberschreitenden Widerstand gegen Europas größten Klimakiller zu ermöglichen.

RWE den Stecker ziehen!

Quelle und eindrucksvolle Bilder findet ihr bei: Indymedia

Nachbereitung der Kundgebung im Wendland: Bunte Protest-Party gegen den Castor

Am 7.10. fand in Dannenberg bei der Verladestelle des Castortransportes die Auftaktkundgebung für die diesjährigen Blockaden des Castors statt.
Organisiert von einheimischen Bürgern und Bauern sowie Naturschutz- und Antiatombündnissen, war die Kundgebung ein Schauplatz für vielfältige Formen und Farben des Widerstands gegen Atomkraft.

Die meisten Anwesenden waren MitgliederInnen bzw. WählerInnen der „alternativen“ und linken Parteien oder ihrer Jungendorganisationen. Selbst eine Fahne der ÖDP flatterte zeitweise über das Gelände.
Allerdings waren auch Antifas, Antispes, sehr viele KommunistInnen, doch leider nur vereinzelt AnarchistInnen anzutreffen. Die größte anwesende „Menschengruppe“ war jedoch die Polizei mit etwa 16.000 Leuten. Dummerweise nahmen diese nicht an den friedlichen Ereignissen teil, sondern behinderten diese massiv durch den Einsatz von Schlagstöcken etc.

Das Programm der Kundgebung bestand sowohl aus teils prominenten RednerInnen als auch aus Musikacts wie zum Beispiel Bela B,Rocko Schamoni und Irie Revoltes, die der Kundgebung eine gewisse Partystimmung verliehen. Das war es dann letzten Endes auch: eine große Party. Trotzdem konnten die 50.000 Demonstranten ihre Botschaft vermitteln.

Während es seitens der Parteien und ihren RednerInnen nur das übliche Geschwafel über die schrecklichen Fehler der derzeitigen Regierung, Vorwürfe und leere Wahlversprechungen gab, kam bei anderen auch generelle Unzufriedenheit an den Herrschenden hervor, egal ob sie nun grün, rot, schwarz oder gelb sein. Dort bekam mensch auch konstruktive Kritik an Autorität und Atomkraft zu hören.

Am Ende der Kundgebung gab es noch eine Blockade von 200 Traktoren im angrenzenden Ort Splietau, sowie gemütliches Beisammensein aller verblieben DemonstrantInnen am Lagerfeuer und Ähnliches. Insgesamt war es eine gelungene Kundgebung, und ein angemessener Auftakt für die Blockaden des Castortransportes 2010.

anarchistischer Funke

150.000 Menschen gegen Atomkraft!

Mehr als 120.000 Menschen haben gestern, am Samstag, 24. April, eine Menschen- und Aktionskette vom AKW in Brunsbüttel bis nach Geesthacht zum AKW Krümmel gebildet. Beide Kraftwerke sind seit mehr als zwei Jahren aufgrund diverser Störfälle vom Netz. Mit dieser KettenreAktion fordern die TeilnehmerInnen nicht nur die endgültige Abschaltung der beiden Pannenreaktoren, sondern auch den endgültigen Ausstieg aus der Atomkraft.

Mit weiteren Aktionen in Biblis, Ahaus sowie der Abschlusskundgebung des Anti-Atom-Trecks am AKW Krümmel waren gestern insgesamt fast 150.000 Menschen gegen Atomkraft auf der Straße. Das ist die größte Protestaktion seit der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl vor 24 Jahren.

Quelle: www.graswurzel.tv

Erwartungen erfüllt

Erwartungen erfüllt

COP15 ist vorbei und unsere Erwartungen an die Botschafter, Minister und Staatsoberhäupter von 193 Staaten wurden erfüllt. Es gibt nämlich keine Ergebnisse. Zwar wird in manchen Medien das Ziel die Erderwärmung auf 2°C zu beschränken als Erfolg gefeiert, doch da dieses Ziel absolut unverbindlich ist, bleibt es jedem Staat selbst überlassen ob er sich daran hält oder nicht. Doch angenommen alle würden sich daran halten wollen, sie würden es nicht schaffen die Klimakatastrophe aufzuhalten und die Welt langfristig zu “retten”, denn selbst die Zielsetzung die Erwärmung auf 2°C zu beschränken ist viel zu minimalistisch ausgelegt. Allein 2°C hätten fatale Auswirkungen auf unsere Lebensbedingungen.

Es bleibt also alles wie vorher: Viel Gerede, keine Taten und erst recht keine Schuldgeständnisse. Jeder beschuldigt den Anderen für die Klimakatastrophe verantwortlich zu sein.
So darf mensch sich fragen, was diese ganzen Politiker in den 2 Wochen in Kopenhagen gemacht haben. Mau-Mau gespielt? Urlaub? Party? Oder haben sie doch einfach nur die Polizisten dabei angefeuert tausende friedliche Demonstranten von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit abzuhalten? Wahrscheinlich Alles.

Wir stehen also genau da wo wir vorher standen. Und mittlerweile sollte jeder erkannt haben, dass man korrupten und machtbesessenen Politikern oder Wirtschaftsbossen kein Vertrauen schenken kann. Wenn sich etwas ändern soll, dann müssen wir agieren.

anarchistischer Funke

Kein Gerede, nur die Tat!

Klimagipfel Kopenhagen

Repression erreicht neuen Höhepunkt

In Kopenhagen entscheiden dieser Tage die Herrscher dieser Welt über die Zukunft dieses Planeten.
Es ist schon schlimm genug, dass die Menschen nur vertreten werden anstatt, dass sie mitreden können, und wie immer über ihre Köpfe hinweg entschieden wird, aber was noch undemokratischer ist, ist die Tatsache, dass fast 1000 friedliche Demonstranten ohne logischen Grund von der dänischen Polizei davon abgehalten wurden ihre Meinung zu äußern.
Doch das war noch nicht alles. Die Art wie diese Menschen davon abgehalten wurden ist einfach nur unmenschlich und zeigt, dass dieses System in dem wir leben eindeutig faschistoide Züge hat. Menschen wurden mit Kabelbindern die Hände gebunden und sie mussten bei eisigen Temperaturen auf der kalten Straße sitzen, ohne die Möglichkeit auf einen Toilettengang oder etwas zu Trinken gehabt zu haben. Nach einigen Stunden wurden die Demonstranten mit Bussen zu extra eingerichteten Lagerhallen transportiert, wo sie die Nacht über in Käfigen gefangen gehalten wurden.
Doch alles war legitim, denn die dänische Regierung änderte kurz zuvor noch die Gesetze. Der Polizei ist es nun erlaubt auf Grund von bloßem Verdacht für sie potentielle gewalttätige Demonstranten festzunehmen.
Diese neuen Gesetze öffnen der Willkür alle Türen und ein Polizeistaat ist nicht mehr weit entfernt.
Von den fast 1000 festgenommenen Demonstranten liegen bei nur drei Gefangenen Verdachtsmomente vor. Weit über 900 Menschen wurden also völlig zu Unrecht gefangen gehalten, aber selbst bei den drei immer noch Gefangenen sollte man die Verhaftung ernsthaft in Frage stellen.

Klimagipfel-Halbzeit
Viel Zeit bleibt den Staatschefs und Ministern nicht mehr, um das Debakel eines erneut gescheiterten Treffens zu verhindern. Denn bisher ist noch nicht wirklich etwas dabei rumgekommen. Die Entwicklungsländer fühlen sich von den Industriestaaten nicht ernst genommen und wollen solange nichts unternehmen bis sich dies ändert und die Klimaschutz Ziele nicht höher gesteckt werden.
Was vielen Leuten schon vorher klar war, sollte in wenigen Tagen jedem offensichtlich sein -COP15 wird scheitern- . Nicht, weil sich die Länder nicht einig werden, auch nicht weil das Problem zu groß und zu kompliziert ist, sondern weil sich nie etwas ändern wird, wenn einige wenige über das Leben Aller entscheiden. Den Mächtigen dieser Welt interessiert es nicht, ob Milliarden Menschen hungern oder Tierarten aussterben oder ganze Landstriche bald unbewohnbar sind.
Veränderungen können nur von uns ausgehen! Also werdet aktiv!
there is no planet b
but there is a plan Ⓐ

anarchistischer Funke