Archiv der Kategorie 'Militarismus/Krieg'

Filmpiraten: Volkstrauertag

Heldendenkmäler für die Soldaten der deutschen Kriege finden sich in fast jedem Dorf. Das Jahr über kaum beachtet, werden sie jedes Jahr zum Volkstrauertag hergerichtet. Allerorts werden Kränze für die deutschen Gefallenen der Weltkriege niedergelegt und oft unreflektiert diesen gedacht. In Friedrichroda findet neben dem offiziellen Gedenken der Stadt und des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge nun zum zehnten Mal das Heldengedenken der Nazis statt, um unter anderen der Waffen-SS zu gedenken. Von der Öffentlichkeit kaum beachtet, stört sich nur ein kleines Bündnis lokaler Antifagruppen an diesem Heldengedenken.

->filmpiraten.org

Lebenslaute Aktion 2012 vor Heckler & Koch

06.09.2012 Gegen 4.30 Uhr am Montagmorgen, den 3. September, machten sich die Musiker_innen der Gruppe Lebenslaute auf den Weg nach Oberndorf am Neckar, wo die Waffenfabrik der Firma Heckler & Koch steht. In der Fabrik im Schwarzwald werden Kleinwaffen produziert. Dagegen protestierten die Musiker_innen mit ihren Mitteln der musikalischen Blockade der Zugänge und Zufahrtswege. Mehr als 100 Menschen beteiligten sich an der Aktion. Nach mehr als fünfstündiger Blockade hielten die lebenslaute vor dem Haupttor ein großes KOnzert ab, zu dem mehrere hundert Zuhörer_innen kamen.


Quelle: graswurzel.tv

Warum ich kein Patriot bin

von Mihai Rusu

Ich bin überzeugt, dass die meisten jener, die sich Patrioten nennen und dies durch einen Hang zu heimischen Orten oder lokalen Traditionen rechtfertigen, gute Absichten haben. Ich bin aber der Ansicht, dass ihr Hang zum Patriotismus ein Fehler ist, aus Gründen die ich unten ausführen werde.

Auch ich fühle mich meiner Stadt oder meinem Land, in dem ich lebe, aufgrund der einfachen Tatsache verbunden, dass die Sprache, die ich hier spreche, diejenige ist, auf der ich mich am besten ausdrücken kann, aufgrund der Tatsache, dass ich einfach hier lebe und die Personen, mit denen ich meine Zeit verbringe, dieselbe Kultur teilen, die sich mit uns weiterentwickelt oder ändert. Wo immer menschliche Gemeinschaften existieren entsteht eine eigene Kultur dieser Gemeinschaften. Jeder von uns ist unweigerlich an die Kultur gebunden, in der wir uns entwickeln. Jedoch ist dieser Hang von dem ich spreche nichts weiter als eine Sache meines persönlichen Komforts. Ich muss mich nicht außergewöhnlich anstrengen, mich hier anzupassen, wie ich es irgendwo machen müsste, wo beispielsweise eine Sprache gesprochen wird, die ich nicht sehr gut beherrsche.

Nun meine ich zwei Dinge, die die vulgäre Erweiterung dieses natürlichen Gefühls der Zugehörigkeit zu heimischen Orten und den Patriotismus repräsentieren:

Sobald dieses Gefühl der Zugehörigkeit die Grundlage einer Ideologie stellt, ist es egozentrisch – die Quelle von Konflikten statt Kooperation, der Feindseligkeit statt des Verständnisses und friedlichen Zusammenlebens, im Gegensatz stehend zum sozialen Draht des Menschen. Patriotismus als Manifestation des gesellschaftlichen und politischen Lebens schadet der individuellen Freiheit, da man ihn am Meisten als Vorwand heranzieht, um Machtmissbrauch und das Dienen von Massen ihnen eigentlich entgegengesetzten Interessen gegenüber zu bewahren.

1. Der Patriot ist egozentrisch. Er reduziert seine gesamte Existenz auf den Ort, an dem er zufällig und unverschuldet geboren wurde. Diese Eigenschaft wird oftmals durch einen Komplex der Überlegenheit der restlichen Welt gegenüber verstärkt. “Es ist beklagenswert, dass jemand der Feind der gesamten Menschheit werden muss, um ein guter Patriot zu sein”, stellt der Philosoph und Illuminat Voltaire fest. Der Patriot ist unfähig, andere Kulturen, andere Gemeinschaften zu bewundern und wenn er sie sieht, macht er das mit Neid oder Verachtung. Es ist kein Zufall, dass der Patriotismus als Ideologie Hand in Hand mit dem Militarismus oder einem Heldenkult einhergeht. „Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalt und die leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich erscheint mir der Krieg: ich möchte mich lieber in Stücke schlagen lassen, als mich an einem so elenden Tun beteiligen!“, sagte Albert Einstein in einer Epoche, in der der deutsche Patriotismus der Grund für die größte Zerstörung in der Geschichte der Menschheit war.

Der Fetisch der Patrioten ist die Geschichte, eine nationale Geschichte, eine Interpretation der eigenen Geschichte, die sich in den meisten Fällen in Unstimmigkeit mit der geschichtlichen Realität befindet. Eine Geschichte, die eine lange Reihe von Männern des Volkes als Retter präsentiert, eine Geschichte die den Heldenkult aufrechterhält. Ich will nicht auf diesen Punkt beharren, doch ist offensichtlich, dass die wirkliche Geschichte fern von diesem romantischen Bild ist, das von Patrioten propagiert wird. Sowohl das Mittelalter als auch die Moderne sind geschichtliche Perioden in denen es von Missbrauch seitens der Kleriker, der Feudalen, der privilegierten Klassen nur so strotzte, und dabei ist nichts Heldenhaftes. Es strotzt vor Kriminalität, Ungerechtigkeit, unnötiges Opfern so sehr, dass ich im Innern unserer Gesellschaft ein größeres “Übel” identifizieren kann als ein “Übel” von außen. Patrioten aber verstehen sich darin, das Elend unter den Teppich zu kehren. Sie beziehen sich in den meisten Fällen auf eine gefälschte Geschichte oder einer, die ihnen recht kommt und ignorieren, was nicht ihrer Sache dient. Das machen sie nicht nur mit der Geschichte. Ihre Gefühle sind leicht zu verletzen. Kritisiert jemand Fremdes ihre Gesellschaft, ziehen sie es vor die Realität zu mystifizieren und ein anderes Bild jenseits vom Realen zu präsentieren. Ich erinnere mich an das Beispiel der an AIDS erkrankten Kinder oder denen aus Waisenhäusern in den 90er-Jahren. Die gesamte rumänische, öffentliche Meinung war betrübt, weil der Westen mit dem Finger auf Rumänien zeigte, als Land, in dem Kinder aufgrund unmenschlicher Bedingungen, denen sie ausgesetzt waren, sterben gelassen wurden. Die Patrioten waren über dieses Bild aufgebracht und ihre Bemühung diente nicht der effektiven Verbesserung der Leben jener Kinder. Diese Kinder waren lediglich eine Schande, etwas, das versteckt werden musste. Ich kann es nicht vermeiden, die Oberflächlichkeit, mit der Patrioten das Leben sehen, feststellen. Sie hätten alles getan um jene Kinder vor der fremden Presse zu verstecken und hätten auf jegliche externe Hilfe verzichtet, nur weil die Kinder einen Schandfleck auf der Backe Rumäniens repräsentierten. Verlangt nun von dieser Generation von Kindern (jener, die überlebt haben), patriotisch zu sein – warum sollten sie? Für die Patrioten wurde das “Böse” durch die fremde Presse verkörpert und nicht durch die Art und Weise, in der der Staat mit jenen Kindern umging. Eine patriotische Gesinnung steht im Widerspruch zur Evolution einer Gesellschaft. Patriotismus macht dich blind gegenüber Machtmissbrauch (ich werde auf diese These zurückkommen).

2. Patriotismus als soziale oder politische Manifestation schadet der individuellen Freiheit und wird am Meisten als Vorwand herangezogen, um Machtmissbrauch und das Dienen von Massen ihnen eigentlich entgegengesetzten Interessen gegenüber zu bewahren. Weiter oben habe ich verdeutlicht, dass die nationale Geschichte, so wie sie in Schulbüchern oder von patriotischen Organisationen präsentiert wird, eine Lüge ist. Auch habe ich verdeutlicht wie diese Geschichte einen Heldenkult betreibt und das dies in der Realität ein propagandistisches Mittel ist. Aus diesem Grund sind Antipatrioten gleichzeitig Antimilitaristen. Wie könnte ich diesen Kult der Helden, der Soldaten verehren, wenn die Armee diejenige war, die im Laufe der Geschichte nicht wenige Male zum Töten des eigenen Volkes benutzt wurde: 11.000 Tote in der Bauernrevolte 1907, als sich die von Verzweiflung getriebenen Bauern gegen die Ungerechtigkeit aufrichteten; Grivita, [Eine Eisenbahnwerkstatt in Bukarest – Anm. ASIR] 1933, als Gendarmen das Feuer auf Streikende eröffneten; Dezember 1989, als staatliche Strukturen das Feuer auf die nach Freiheit strebende Bevölkerung eröffneten. Ich könnte viele Beispiele dieser Art finden.

Wenn diese autoritäre Regime waren und sich dadurch ihre Gewalt erklärt, ist es naiv zu glauben, dass andere, an anderen Idealen orientierten, besser wären. Das aufgrund der einfachen Tatsache, dass Gewalt der Macht innewohnend ist und hilft, diese zu konservieren. Diese Konservierung wird im Guten oder mit Gewalt gemacht, entweder durch Patriotismus, Gehorsam oder durch Gewalt, sobald Protest zu einer Warnung an die Macht und die Machthabenden heranwächst. “Je größer der Staat ist, desto falscher und roher ist der Patriotismus und umso größer ist die Summe der Leiden, auf denen seine Macht gegründet ist”, beobachtete Leo Tolstoi.

Es ist kein Zufall, dass alle nationalistischen Regime ein Anwachsen der staatlichen Autorität anstreben. Sie berufen sich auf die Disziplin und die Naivität der Patrioten um ihre Macht zu konservieren und im Falle einer Opposition werden sie stets an die Gewalt appellieren. Herrmann Göring selbst stellte aufrichtig fest: “… Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg, weder in Russland noch in England, noch in Amerika, und ebensowenig in Deutschland. Das ist klar. […] Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.”

Das Identifizieren eines solchen äußeren Feindes ist ein gemeinsames Element aller Patrioten. Britische Patrioten verachten Franzosen und umgekehrt, französische Patrioten Deutsche und umgekehrt, rumänische Patrioten Ungaren und so weiter. Das hält selbst in Friedenszeiten ein Maß an Anspannung aufrecht, das dass patriotische Gefühl bewahrt. Ist dieser dämliche Stolz etwas, für das es sich zu sterben lohnt oder für das es sich lohnt, die Tatsache zu negieren, dass auch die Anderen ein Recht auf Leben haben? Für Patrioten ja, weil “Patriotismus die Bereitwilligkeit ist, aus trivialen Gründen zu töten und getötet zu werden” – Bertrand Russell.

Patriotismus ist nur das Dogma, das dich in den Tod schickt, und an diesem Tod ist nichts heldenhaftes. Welches Heldentum ist im Falle eines getöteten Militärs, beispielsweise im Irak oder in Afghanistan, zu finden, der dort hingegangen ist, um einen höheren Sold als den hierzulande zu bekommen und der jungen Alters in einem Krieg stirbt, der ihm nicht gehört? Macht ihn eine Zinnmedaille zum Helden, die er post-mortem bekommt? Macht ihn die Tatsache zum Helden, dass er Menschen tötet, die er nicht einmal kennt? Menschen wie er, mit Familien, mit Freunden, die sich am Leben erfreuen oder schuften um sich über Wasser zu halten.

Politiker werden sich immer des Patriotismus bedienen, um eine Politik zu rechtfertigen, mit der du nicht einverstanden bist, um ihre Privilegien zu konservieren oder um dich blind gegenüber dem Missbrauch von Macht zu machen, weil “Patriotismus das Plädoyer für Raub im Interesse der privilegierten Klassen des staatlichen Systems ist, in das wir zufällig hineingeboren wurden” – Leo Tolstoi.

Als eine Antwort auf all das finden Patrioten immer Definitionen für den Patriotismus, die entweder oberflächlich (und somit eine tiefgründigere Analyse dessen, was der Patriotismus ist, verhindern) oder emotional (die ihren Mangel an rationalen Argumenten kompensieren sollen) sind. Zusätzlich können sich diejenigen, die vor 1989 gelebt haben, daran erinnern wie einem der Patriotismus durch Erziehung und allen propagandistischen Mitteln eingeimpft wurde, die dem Staat zugänglich waren. Ein leichtes Mittel der Kontrolle in der Hand der Macht – unabhängig ihrer Art, unabhängig der Epoche, sei es vor 1945, sei es danach, sei es in der Gegenwart.

Aus all diesen Gründen bin ich kein Patriot.

Aus dem Rumänischen übersetzt.

Original: Salpetru
Quelle: Verfallen

Aktion gegen Bundeswehranwerbung in Stuttgart

Heute und morgen ist die Bundeswehr Aussteller auf der Bildungsmesse Vocatium im Carl Benz Center in Stuttgart. Die Bundeswehr sucht dringend neues Kanonenfutter. Mit dem Slogan „Bundeswehr: Wir. Dienen. Deutschland.“ wirbt die Armee um neue Rekruten.

Die Bundeswehr ist jedoch kein Arbeitgeber und Ausbilder wie jeder andere, denn Töten ist kein Beruf. Um dies deutlich zu machen und die BesucherInnen der Messe über das mögliche Ende einer Karriere bei der Bundeswehr zu informieren, verteilten einige AktivistInnen des Offenen Treffen gegen Krieg und Militarisierung Stuttgart Flyer vor dem Messestand der Bundeswehr. Zudem wurde eine Rede gehalten und ein Transparent gezeigt, auf dem, angelehnt an den neuen Werbeslogan „Bundeswehr: Wir. Töten. für. Deutschland.“ stand.
Dies wurde abrupt durch ein Eingreifen der Bundespolizei unterbrochen, welche ihren Stand direkt gegenüber von dem der Bundeswehr hatte. Alle AktivistInnen bekamen ein Hausverbot für das gesamte Gelände und sämtliche Personalien wurden aufgenommen.

Anschließend wurden vor dem Messegelände ca. 250 Flyer an BesucherInnen der Messe verteilt, welche diese größtenteils interessiert annahmen.

Trotz der relativ kurzen Protestaktion ist es gelungen, sowohl am Messestand der Bundeswehr als auch außerhalb des Geländes viele junge Menschen über die Machenschaften der Bundeswehr zu informieren. Zudem konnte der angekündigte Vortrag der Bundeswehr quasi nicht stattfinden, da trotz Platz für ca. 50 Personen nur drei interessierte Personen anwesend waren.

Dennoch ist es weiterhin wichtig, den Auftritten der Bundeswehr in der Öffentlichkeit kontinuierlich entgegenzutreten, egal ob auf Bildungsmessen, an Schulen oder bei anderen Auftritten im öffentlichen Raum.

Lasst uns der Militarissierung der Gesellschaft entgegentreten!
Bundeswehr und NATO auflösen!

Quelle und Bilder der Aktion: Linksunten.Indymedia

Nicosia, Zypern: Dies ist die Armee, dies ist der Friedhof

1000 Flyer wurden auf einer Demonstration anlässlich einer Explosion in der Naval Kaserne in Nikosia verteilt.

Am Morgen des 11. Julis kam es in auf dem Naval-Stützpunkt „Evangelos Florakis“ zu einer heftigen Explosion bei der 6 Feuerwehrleute und 2 Marinesoldaten getötet wurden sowie zahlreichen Verletzten. Die Explosion war ein Resultat der Nachlässigkeit von „kompetenten“ Autoritätspersonen, die sich dem Problem bewusst waren. Sie taten nichts, wahrscheinlich um Kosten für Sicherheitsinspektionen zu sparen. Natürlich waren sie zu sehr damit beschäftigt eine Hetzjagd gegen Rebellierende anzuzetteln als dass sie sich dem kleinen Problem eines bevorstehenden tödlichen Unfalls widmen könnten.

Die Verachtung menschlichen Lebens ist nichts Neues in dieser Welt. Wir sehen diese Verachtung jeden Tag in der Schule, in der Armee (immernoch gibt es für junge Männer in Zypern 2Jahre obligatorischen Militärdienst), auf der Arbeit – überall. Die Explosion auf dem Naval-Stützpunkt war die Kurzfassung dieser Konzepte in einer mörderischen Zeit.

Die Verachtung des menschlichen Lebens und ihrer Würde ist stark mit einem gewissen Militarismus und der militärischen Maschine verflochten. Das Militär ist eine Institution errichtet um zu töten, egal ob in einem Krieg, an Grenzen oder in einer „Friedensmission“ (siehe Irak, Bosnien etc.). Sie tötet nicht nur Menschen, sondern durch die Auferlegung von Nationalismus, Hierarchie und striktem Gehorsam manipuliert und tötet sie das Gewissen. Als SchülerInnen sehen wir dies als Fortführung der Gehirnwäsche wie sie bereits in der Schule angewandt wird. Ein Versuch uns nach ihren Standards zu formen um gehorsame Sklaven ihres Systems und ihrer Macht zu werden.

Es muss ein Bezug zur kriminellen Vergangenheit des Zyprischen Militärs gemacht werden, denn es wäre zu heuchlerisch und sich selbst widersprechend zu denken das Militär wäre nur jetzt negativ. Des weiteren gibt es eine lange Liste von Selbstmorden von Soldaten (abgesehen von den psychologischen Problemen von Soldaten) und „Unfälle“. Außerdem noch die Zusammenarbeit mit der Militärdiktatur (Griechenland 1967-73) und die Partizipation am Putsch 1974 mit tragischen Konsequenzen.

So viel zum Nationalen Wächter. In Zypern gibt es ein Theater der Absurdität nachdem wir hier nicht nur eine oder zwei sondern sechs Armeen haben! E/K – Griechisch-Zyprisch, ELDYK – griechische Armee, TOURDYK – türkische Armee, U.N., NATO und eine britische Basis. Sechs Armeen auf einer kleinen Insel! Warum? Weil das Militär ein wesentlicher Teil des hierarchischen Systems, der Auferlegung und Unterdrückung, der Ausbeutung und sozialen Kontrolle ist. In Zypern haben die Armeen eine wichtige Rolle in der Förderung und endlosen Fortsetzung des ethnischen Hasses und der Teilung der Menschen im Interesse der Macht, welche auf den Schultern der Gesellschaft unter dem Vorwand der Zyprischen Streitfrage profitiert. Und zu denen welche jetzt nach Rücktritten verlangen oder Forderungen machen sagen wir: solch eine Logik ist einfach nur eine Möglichkeit die Reaktionen der Menschen zu manipulieren und sie zu Abhängigen des Parlaments zu reduzieren.

Es ist notwendig die Illusion zu zerstören, dass eine andere Administration etwas verändern würde. Beschuldige nicht nur einige wenige Minister und andere „Verantwortliche“, sondern das gesamte Staatssystem und alle Konzepte die es untermauern. Die Sichtweise nach der Geld wichtiger ist als menschliches Leben bewahrt nationale Trennungen und militärischen Irrsinn und sie unterstützt den unglaublichen Kannibalismus auferlegt durch Militäreinheiten in Uniformen weltweit. Unsere einzige Hoffnung liegt in dem Widerstand gegen jegliche militärische Maschine egal welcher Macht. Für eine Welt ohne Grenzen, Armeen und ohne das ekelhafte Missachten von menschlichem Leben.

Kein Diener irgendeiner mörderischen Maschine!
Weg mit allen Armeen!

PS: Wir schicken unsere Solidarität zu den Rekruten und denen die gezwungen sind die Brutalität und die autoritäre Auferlegung des Militärs zu ertragen. Keine Geisel in den Händen des bewaffneten Staates!

Schülergruppe SKAPOULA
skapoula.espivblogs.net / skapoula@espiv.net

Quelle: Contra Info

Panzer, Tonfa und Stacheldraht: die Gegenwart der Bildung?

17.06. | 20h | Podiumsdiskussion | Im FAU Lokal (Lottumstr. 11)
Mit den Plänen des Verteidigungsministers zum Umbau der Bundeswehr zu einer Angriffsarmee bei gleichzeitiger Abschaffung des allgemeinen Kriegsdienstes geht einher, dass die Bundeswehr mehr Nachwuchs braucht. So versucht die Bundeswehr an Schulen, die zukünftigen SoldatInnen direkt anzusprechen, beispielsweise über Stände bei Berufsmessen oder
teilweise verpflichtenden Werbeveranstaltungen auf Schulhöfen, wo die Bundeswehr als ganz normaler Arbeitgeber dargestellt werden soll. Etwas subtiler kommen „Verbindungsoffiziere“ gerne in den Politikunterricht und berichten über die friedensschaffenden Missionen der Bundeswehr. Mit der „Bildungsmethode POL&IS“ wendet sich die Bundeswehr mit Projekttagen direkt an SchülerInnen und StudentInnen um über Politik und Sicherheit zu „lehren“.
An Universitäten dagegen wird das Militär selbstverständlicher Teil der Universität, als wichtige Finanzquelle für auf Drittmittel angewiesene Forschungsvorhaben und über die Organisation eigener Studiengänge. An der Universität Potsdam gibt es den Studiengang „Military Studies“ und an der FU Berlin den Sonderforschungsbereich 700 „Governance in Räumen
begrenzter Staatlichkeit“.

Auch Repressionsorgane wie die Polizei und der Verfassungsschutz drängen unteranderem mit Themen wie „Extremismus“ weiter in den Bildungsbereich. Besonders fragwürdig wird dies wenn eigentlich zivilgesellschaftliches Engagement im Kampf gegen antidemokratische und rassistische Tendenzen gefragt ist.

Meist können Polizei, Bundeswehr und Verfassungsschutz ihr Angebot – im Gegensatz zu Vereinen und Freiberufler_innen – kostenlos anbieten und sorgen so für zusätzliche Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse.

Zu der Podiumsdiskussion mit Betroffenen und Engagierten, wie Alex Müller von der Anarchosyndikalistischen Jugend (ASJ), Frank Metzger vom Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin (APABIZ) und AktivistInnen zum Studiengang Military Studies, läd euch die Bildungssektion der FAU Berlin herzlich ein.
Die Veranstaltung ist am 17.06 um 20 Uhr im FAU-Lokal in der Lottumstraße 11.

Quelle: asj-berlin

Frage:

Was treibt die Bundespolizei in Saudi-Arabien?

Copy and Paste:
http://www.mdr.de/fakt/8420448.html

No comment…

Frontex heißt Krieg an der Grenze!

Der Anti-Emigrations Krieg geht (verschärft) weiter.

Die Ankunft von Hunderten Professionellen Mördern Anfang November [2010] steht genau in diesen Rahmen der Verschärfung. Frontex ist nicht nur hier um die Migranten zu Verhaften oder sie den Fluss Ebros »zurück zu schicken«. Das Hatten die Einheimischen Bullen, Grenzwärter und Soldaten sowieso Voll im Griff, das können tausende von Migranten bezeugen.

Frontex ist hier um diesen Krieg eine Gesamt-Europäische operative und Politische Deckung zu Bieten. Hinter den high tech Drohnen und den Wärmekameras bildet sich eine blutige Wirklichkeit: Emigration mit rein militärischen Mitteln zu bekämpfen. In diesen Kontext sind die Grenzen wieder offiziell Schlachtfelder. Einer sehr unfairen Schlacht, die mit der Entwertung der Arbeitskraft des internationalen proletariats anfängt und bei den Lebens-verachtenden Minenfeldern des Ebros oder im Grund des Aegeis Aufhört. Von Kabul und Islamabad bis in die Zentren der westlichen Metropolen, bis Attiki und Ag.Panteleimonas [Zwei sich entwickelnde Gettos im Zentrum Athens].

Diese Schlacht, Dieser Krieg ist voll im Gange, und auch wenn bis heute die meisten glauben es geht sie nichts an, wird das nicht immer so Bleiben. Die Krise und ihre Konsequenzen beglaubigen diese Realität in einer brutalen und gewaltsamen Weise.

Der Countdown hat begonnen.

Quelle: Contra Info

Historisches „Zitat“ des Monats

„Wenn du Hälfte willst von Polen, musst du Hitler einen runterholen.“
Joseph „Rainbow“ Stalin

Zugegeben wir wissen nicht genau, ob Stalin das wirklich jemals genau so gesagt hat, aber kann doch sein oder?

Dazu noch etwas Geschichtliches: Hitler-Stalin-Pakt

CNT Kommunikee verurteilt den Notfallplan Spaniens

Deligierte des 10. Kongresses der CNT, der vom 4. – 8. Dezember in Cordoba abgehalten wird, äußern sich besorgt über den Beschluß der Regierung, einen Notfallplan dauerhaft zu legalisieren. Dies bedeutet die Einschränkung ziviler Rechte zugunsten des Militärs. Angestellte wurden mit Gefängniss und Bajoneten bedroht, falls sie nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Diese autoritären Maßnahmen gegen Arbeitskämpfe zeigen, unabhängig von dem vorherrschenden Koorporationismus, wie Gesetze, die einst von Franko geschaffen worden sind, als Werkzeug gegen Arbeitskämpfe eingesetzt werden. Daran zeigt sich außerdem das versteckte Gesicht dieser faschistischen und bourgeoisen Verfassung.

Die Öffnung für militärische Maßnahmen in einem Arbeitskampf zeigt deutlich das wahre Gesicht einer Regierung, die, wie alle anderen Regierungen auch, kein Problem damit hat ihre demokratische Maske fallen zu lassen, sobald sie nicht mehr Herr der Lage ist. Es zeigt ihre Unfähigkeit und hinterläßt einen klaren Eindruck darüber, auf welcher Seite sie stehen: auf der Arbeitgeberseite.

Wir bringen hiermit unsere rebellischste Abscheu gegen die Militarisierung öffentlicher Einrichtungen zum Ausdruck. Die Akzeptanz des Militärs bei Arbeitskämpfen kann nur mit einem Namen bezeichnet werden: DIKTATUR.

Quelle: IWA.blogspot.com