Am Sonntag Morgen stürmt ein SEK die ehemalige Schule in der Ohlauertstraße/ Kreuzberg. Die meisten Bewohner_innen schlafen noch. Türen zu den Schlafzimmern werden aufgebrochen, teilweise ganz herausgetreten. Die Leute werden mit vorgehaltenen Waffen in den verschiedenen Stockwerken zusammen getrieben und dort für mehrere Stunden, teilweise nur in Unterwäsche festgehalten. Einige werden mit einer Waffe am Kopf aus dem Schlaf gerissen, andere geschubst und getreten. Es wird ihnen nicht gesagt warum sie so behandelt werden, welche ihre Rechte sind, weswegen ihre Zimmer durchwühlt werden. Eine Anwältin wird nicht zu ihnen durchgelassen. Es ist bekannt, dass das Gebäude von Geflüchteten bewohnt ist, trotzdem sind zu dem Einsatz keine Dolmetscher hinzugezogen worden. „Deutsch ist immer noch Amtssprache“ weiß der Einsatzleiter diese Vernachlässigung zu begründen. Die Opfer des Polizeieinsatzes kommen aus Kriegs- und Krisengebieten, viele sind traumatisiert durch ihre Flucht, durch die Behandlung deutscher Behörden und Zwangsunterbringung in Flüchtlingslagern.
Heute, am Sonntag den 07.04.2013 um 7.30 Uhr morgens stürmten Knüppeltrupps der Berliner Polizei mit Hilfe des SEK, unter dem Vorwand dort nach „Verdächtigen“ einer, nach Aussage der Cops, in der Nähe statt gefundenen „gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung“ zu suchen, das Refugee Strike House in der Ohlauer Straße in Berlin.
Rechte Gewalttaten haben in den letzten Jahren ihre Spuren in der gesamten BRD hinterlassen. Nicht nur der Terror des „Nationalsozialistischen Untergrunds“, sondern mindestens 189 Tote und zahlreiche Brand- und Bombenanschläge sowie unzählige Verletzte zeugen vom Hass der Neonazis auf diejenigen, die ihnen als Feind_innen gelten.
Im Rahmen der Refugee-Bus-Tour, die seit dem 28. Februar quer durch Deutschland führt, fand am vergangenen Freitag eine Kundgebung vor der Landesaufnahmestelle (LaSt) in Karlsruhe statt. Die Bustour ist Teil des bundesweiten Protests von Geflüchteten, die seit dem vergangenen Jahr mit vielfältigen Aktionen gegen ihre menschenunwürdige Unterbringung, diskriminierende Verordnungen, wie Residenzpflicht und Essenspakete und die rassistische Asylgesetzgebung im Allgemeinen protestieren.
Hiermit geben wir die Gründung der Gruppe Contra Públic bekannt.
Wir, die Gruppe Contra Públic (katalan: Gegenöffentlichkeit) sind eine offene antifaschistische Gruppe aus Dresden, die ihr Aktionsfeld vor allem im Bereich der “Öffentlichkeitsarbeit” sieht. Darunter verstehen wir die Organisation von Infotischen oder Kundgebungen sowie das Zusammentragen und Publizieren von Informationen über Rechtsradikalismus und -populismus oder Polizeigewalt.
Wir verstehen uns als Ergänzung zu den bereits bestehenden radikal-antifaschistischen Gruppen in Dresden und Umgebung. (mehr…)
Am Mittwoch den 30.1.13 attackierte eine Gruppe zum Teil mit Messern bewaffneter Nazis eine Veranstaltung in der Stadtbibliothek von Jyväskylä (Finnland). Bei der Veranstaltung handelte es sich um eine Lesung aus einem Buch über Rechtsextremismus in Finnland, welche unter anderem von einem lokalen anarchistischen Kollektiv organisiert wurde. Bei dem Überfalls wurde eine der Personen, die für den Türschutz gesorgt hatten, mit einem Messer am Rücken verletzt, die anderen Antifaschist_innen wurden zum Teil durch Flaschen verletzt.
Heldendenkmäler für die Soldaten der deutschen Kriege finden sich in fast jedem Dorf. Das Jahr über kaum beachtet, werden sie jedes Jahr zum Volkstrauertag hergerichtet. Allerorts werden Kränze für die deutschen Gefallenen der Weltkriege niedergelegt und oft unreflektiert diesen gedacht. In Friedrichroda findet neben dem offiziellen Gedenken der Stadt und des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge nun zum zehnten Mal das Heldengedenken der Nazis statt, um unter anderen der Waffen-SS zu gedenken. Von der Öffentlichkeit kaum beachtet, stört sich nur ein kleines Bündnis lokaler Antifagruppen an diesem Heldengedenken.