Einen Bericht auf Englisch findet ihr unter: Contra Info
Archiv der Kategorie 'Soziale Kämpfe in Griechenland'

Mehr Infos: Contra Info
In den letzten Jahren richtete sich der Blick der anarchistischen Bewegung immer wieder nach Griechenland. Die von den Massenmedien in Deutschland oft als „faule Griechen“ beleidigten Menschen kämpfen täglich gegen die Verschärfung des kapitalistischen Systems infolge der Sparmaßnahmen im Sozial- und Gesundheitswesen. Immer wieder gibt es Generalstreiks und Demonstrationen im ganzen Land. Bilder von Straßenschlachten verdeutlichen die Wut der Menschen über die bestehenden Verhältnisse.
Das „Biocollective“ ist ein Netzwerk, ein Schirm unter dem sich zeitweise verschiedene landwirtschaftliche Projekte entwickeln, treffen und ihre Produkte vertreiben oder tauschen. Grundsatz ist, dass alle Produkte Ergebnis von Arbeit sind, die die Umwelt nicht verseucht sondern respektiert und in der es keine Art von Arbeitgeber-Angestellter Verhältnis gibt, sondern nur das von Mitarbeitern.

„Es geht nicht um Politik, es geht ums Leben“
Die täglichen Festnahmen und brutalen Behandlungen „undokumentierter“ MigrantInnen, die im Rahmen des griechischen Polizeimassenpogroms unter dem „einladenden“ Namen „Xenios Zeus“, das Schläge, Erniedrigungen und Folter in Polizeibussen, in den Kerkern der Polizeistationen und den berüchtigten „Internierungslagern“ beinhaltet, sind ein integraler Bestandteil des modernen Totalitarismus, der Armut und sozialen Kannibalismus auferlegt, die zivile Einberufung Streikender (z. B. erzwungene Rückkehr zur Arbeit) befiehlt, Mobilisierungen zum Protest mit Repression begegnet, besetzte Häuser durchsuchen lässt und selbstorganisierte soziale Unternehmungen angreift.
Indymedia Athens ist gegenwärtig vom Netz!
Die rechtsextreme (Anmerkung AF: Wir unterstützen den Extremismus Begriff und die Theorie sowie Logik die dahinter steht nicht!), feige Junta (Regierung) Griechenlands hat am Donnerstag Indymedia Athen abgeschaltet! Die AnarchistInnen/Antiautoriäre/Libertäre haben ihre wichtige Gegeninformationsquelle verloren. Wir dürfen diese Zensur nicht hinnehmen!
Informiert über diese Zensur. Boykottiert alles, wovon der griechische Staat profitiert, seid kreativ und lasst euch was einfallen. Nehmt es nicht hin! Counterattack now! Jede erdenkliche Solidarität auch praktischer Art ist erforderlich! Auch Linksunten sollte Solidarität zeigen z.B. durch ein Banner „Hände weg von Indymedia Athens“.
Auf das die Herrschenden ihre Schritte bereuen werden!
Quelle: Linksunten
Mehr Infos: occupiedlondon1, occupiedlondon2, contrainfo

Am 20. Februar 2012 hat die Belegschaft das städtische Krankenhaus im griechischen Kilkis besetzt und angekündigt, es bis auf Weiteres unter Kontrolle der dort Arbeitenden weiterbetreiben zu wollen. Die Situation im griechischen Gesundheitswesen hat sich im Zuge der „Krisenbekämpfung“ dramatisch zugespitzt. Es wird geschätzt, dass sich inzwischen rund die Hälfte der Bevölkerung keine Krankenversicherung mehr leisten kann. Auch die Beschäfigten im Gesundheitswesen stehen vor dem Scherbenhaufen der kapitalistischen Austeritätspolitik. Es ist nicht nur Personal entlassen worden, die Löhne – sofern sie überhaupt noch ausbezahlt werden – sind um bis zu 40% gekürzt worden. Vor einigen Tagen hat eine der Ärtztinnen im besetzten Krankenhaus für die Generalversammlung der ArbeiterInnen einen offenen Brief an die vielen UnterstützerInnen veröffentlicht, den wir nachfolgend dokumentieren.

“Ich möchte, dass mein Kind ein/e HausbesetzerIn wird”
Am 15. und 16. Februar 2013 wurde zu einer zweitägigen Soliveranstaltungen mit besetzten Häusern, selbstorganisierten Projekten und selbstverwalteten Strukturen der Gegeninformation, die seit dem Polizeiüberfall auf die Villa Amalias (20.12.2012) von Repression betroffen sind, im Polytechnikum im Stadteil Exarchia (Athen) aufgerufen.

