Mehr Infos unter: Mastanlagen Widerstand
Archiv der Kategorie 'Speziesismus/Anti-Speziesismus'
Die erste Landesbeauftragte für Tierschutz in Baden-Württemberg ist eine Tübingerin, Dr. Cornelie Jäger. Sie wird ihr Amt am 1. April antreten. Der Ministerrat habe der Besetzung des Postens mit Cornelie Jäger zugestimmt, teilte Verbraucher- und Tierschutzminister Alexander Bonde (Grüne) am Sonntag mit. Damit werde ein bedeutendes Anliegen aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt: „Mit dem Amt schafft die Landesregierung eine funktionsfähige sowie nachhaltige Einrichtung für die Belange des Tierschutzes“. Die Tierschutzbeauftragte soll in Zukunft, so das Ministerium, „eine wichtige Ansprechpartnerin für Tierschutzverbände und -vereine sowie für Organisationen und Einrichtungen, die sich mit dem Tierschutz und der Tierhaltung beschäftigen“, sein. – Diese können sich gleich einmal mit der Frage an sie wenden, weshalb die Regierung, von der sie gestern als neue Tierschutzbeauftragte eingesetzt worden ist, ihre Wahlversprechen bricht und die Primatenversuche in Tübingen nicht beendet.
Vor fast genau einem Jahr ist in Baden-Württemberg der neue Landtag gewählt worden. Bündnis 90/Die Grünen, die seither Regierungspartei sind, hatten in ihrem Wahlprogramm auch Tierrechte als Leitidee verankert. Grundsätzlich wurde ein respektvoller und ethisch verantwortbarer Umgang mit Tieren gefordert. In Bezug auf Tierversuche forderte die Partei: Wo immer möglich eine Abschaffung und den Einsatz alternativer Methoden; die Versuche an Primaten, die an drei Instituten in Tübingen durchgeführt werden, sollten innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens ganz beendet werden. Auch die SPD hatte wichtige Ziele zur Stärkung der tierversuchsfreien Forschung in ihrem Wahlprogramm festgeschrieben. Im Koalitionsvertrag der beiden Parteien heißt es: „Wir wollen die Zahl der Tierversuche im Land weiter verringern und die Entwicklung von Alternativmethoden besser fördern.“
Von einer „weiteren“ Verringerung konnte allerdings gar nicht die Rede sein. Die Zahl der Tierversuche ist seit dem Jahr 2000 in Deutschland um 56 Prozent gestiegen – und Baden Württemberg ist führend: Dort werden rund 20 Prozent aller deutschen Versuchstiere „verbraucht“.
Nun ist klar: Das Bundesland hält auch an den Tübinger Tierversuchen mit Primaten fest – wie die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V. vermutet, in erster Linie aus elitären Interessen: Die Regierungsparteien wollten die Bestrebungen der Universität im Rahmen der Exzellenzinitiative nicht gefährden. An deren Medizinischer Fakultät ist eines von bundesweit 20 Exzellenzclustern etabliert, das Zentrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN), das von internen und externen Partnern getragen wird, u.a. vom Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik und vom Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung – jenen Instituten, an welchen die Affenversuche durchgeführt werden, die Kritiker für sinnlos halten. – Auf der Website des CIN wird die „Grundlagenforschung mit nichthumanen Primaten“ verteidigt; zwar wird zugegeben: „Grundlagenforschung beschäftigt sich mit Phänomenen und Fragestellungen, für die es bislang keine Erklärungen gibt, daher ist ihre spätere Anwendung nicht planbar“ – dennoch stellen laut CIN „die Experimente mit Rhesusaffen, einen wichtigen Pfeiler der biomedizinischen Forschung dar.“
Die Affen werden durch Durst gezwungen, stundenlang mit angeschraubtem Kopf Aufgaben am Bildschirm zu erfüllen. Über ein Bohrloch im Schädel werden dabei Elektroden ins Gehirn eingeführt. Der Tierarzt für Versuchstierkunde Dr. Franz Gruber kam beim Betrachten von Videoaufnahmen, die das ZDF von den Versuchen gemacht hatte, zu dem Schluss, schon alleine das Fixieren im sog. „Primatenstuhl“ bedeute für einen Laboraffen erhebliches Leid: „Ich weiß es von Versuchspersonen, denen man den Kopf festgeschraubt hat, die haben alle nach 20 Minuten gesagt: Ich will hier raus!“ Nach ihrer Kopfoperation sind die Affen in den Tübinger Instituten 14 Tage lang Tag und Nacht derart fixiert. – Prof. Nikos Logothetis, Direktor des Max-Planck-Instituts für Biologische Kybernetik, rechtfertigte gegenüber dem ZDF-Magazin „Frontal 21“ die Gewalt, mit der die Affen zur Teilnahme an den Versuchen gezwungen werden, mit der Aussage, „wir“ würden ja auch gegenüber Heimtieren und Kindern Zwang ausüben. „Frontal 21“ kam zu dem Schluss: „Es geht um viel Geld, wissenschaftliches Prestige und Karrieren. Für die Affen und all die anderen Tiere um ein ganzes Leben unter Qualen – für die zweckfreie Forschung!“
Vor drei Jahren hat die Antispeziesistische Aktion Tübingen in Kooperation mit Ärzte gegen Tierversuche e.V. eine Kampagne gegen die Primatenversuche initiiert. 2009 und 2010 wurden jeweils Großdemonstrationen in Tübingen zum Thema veranstaltet. Am 18. Oktober 2011 übergab die Ärztevereinigung dem Stuttgarter Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz stellvertretend für alle Unterstützer der Kampagne gegen die Affenversuche 60.000 Unterschriften, verbunden mit der Aufforderung, dem Beispiel anderer Bundesländer zu folgen und der Hirnforschung an Affen in Baden-Württemberg die rote Karte zu zeigen. Reinhold Pix, tierschutzpolitischer Sprecher der grünen Regierungspartei, war bei der Übergabe der Unterschriften zugegen und meinte: „In unserem Wahlprogramm hatten wir uns klar zu einem Ende der Affenversuche innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens ausgesprochen sowie möglichst für eine Abschaffung der Tierversuche generell, zumindest aber eine jährliche Reduzierung um zehn Prozent. Unseren Bürgern und Wählern gegenüber sind wir hierzu nun verpflichtet und müssen diesen Regierungsauftrag umgehend erfüllen.“
Inzwischen aber wollen die Regierungsparteien davon nichts mehr wissen. Es ist sogar eine Ausweitung der Forschung zu befürchten, da derzeit an der Universität Tübingen die Räumlichkeiten für die Haltung von Affen ausgebaut werden.
Diplom-Biologin Silke Bitz, Sprecherin von Ärzte gegen Tierversuche e.V., urteilt deshalb nun: „Offensichtlich beugt sich die Landesregierung lieber der mächtigen Experimentatorenlobby, anstatt sich ihren selbst gesetzten Zielen zu widmen. Ein trauriges Bild, das die Politik abgibt, der Wähler nicht zuletzt aufgrund des Vorhabens, Affenversuche auslaufen zu lassen, ihr Vertrauen geschenkt haben.“
Wie jedes Jahr findet auch dieses Jahr am 24. März 2012 eine Demo gegen die Messe „Reiten – Jagen – Fischen“ in Erfurt statt. Die Demonstration wird 12:30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz beginnen (also am besten 12 Uhr schon kommen) und durch die Stadt führen. Dort werden wir vor verschiedenen Geschäften, die mit Tieren Profit machen, Zwischenstops einlegen und durch Redebeiträge der Öffentlichkeit zeigen, dass wir nicht gewillt sind Tierausbeutung und Naturzerstörung hinzunehmen und somit auch für ein friedliches Zusammenleben auf der Erde eintreten. Am Ende geht es hoch zur Messe, wo dann noch einmal eine Kundgebung stattfinden wird.
Für den Demozug und das Demoende auf dem Messegelände würden wir uns freuen, wenn sich Leute finden, die diesen Protest mit Redebeiträge und kreativen Aktionen unterstützen.
Hintergrund: Seid vielen Jahren findet in Erfurt die Messe „Reiten, Jagen, Fischen“ statt, indem dort
Jäger, Angler und sogenannte Pferdeliebhaber sich treffen, um ihre Trophähen zu kühren, sich mit neuen Waffen einzudecken und es in einer Volksfeststimmung zu zelebrieren.
Grund genug um ihr Hobby und Naturschutz, als was sie es tarnen, ins Licht der Öffentlichkeit zu ziehen und zu zeigen, was es wirklich ist: Nämlich nichts weiter als „die Erfurcht vor dem Leben“, wie es Albert Schweizer ausgedrückt hat, mit den Füßen zu treten, Beute zu machen und Herrschaft über Tiere und Natur auszuüben.
Quelle, Mehr Infos: antispe-arge.org
Eine Empfehlung der AG Antispe!

Das Verhältnis von Menschen zu nichtmenschlichen Tieren stellt eine der großen Debatten der Gegenwart dar. Mit dem jungen Forschungsfeld der Human-Animal Studies leisten die Kultur- und Sozialwissenschaften einen wertvollen Beitrag zu dieser Frage der Zeit und weisen auf die Gesellschaftlichkeit der herrschenden Mensch-Tier-Verhältnisse hin. Der Band versammelt als eine der ersten deutschsprachigen Veröffentlichungen transdisziplinäre Beiträge, die nicht nur theoretische Fragen der Konstitution von Mensch und Tier erörtern, sondern auch daran anschließende Diskussionen über Geschlecht, Identität und politische Praxis, z. B. der Tierrechtsbewegung, aufzeigen. Thesen bekannter Denker_innen wie Foucault, Derrida und Haraway sowie aktuelle Ansätze, u.a. aus der Intersektionalitätsforschung und den Queer Studies, werden neu rezipiert und durch eigene theoretische und empirische Analysen ergänzt.
Auf der Veranstaltung werden die Herausgeber_innen nach einer kurzen Einführung in die Human-Animal Studies den Sammelband vorstellen und einige ausgewählte Abschnitte lesen. Im Anschluss ist Zeit für Fragen und Diskussionen zum Thema.
Eine Veranstaltung von alfred* und dem FSR Soziologie der Uni Leipzig.
19.01.2012, 19 Uhr
G16 Lesecafé
Gieszerstraße 16, Leipzig
Eintritt frei
Mehr Infos: human-animal-studies.de
Quelle: ASJ Leipzig
Am 20.12.2011 fand in Bonn eine Demonstration gegen den Bonner Weihnachtscircus statt, welcher diverse Tiere in seinem Programm hat.
Ca. 40 Menschen demonstrierten am gestrigen Dienstag gegen die Tiershow des Bonner Weihnachtscircus. Zur Premiere waren viele Menschen, vor allem Familien mit Kindern, erschienen. Es wurden verschiedene, auch kindgerechte, Flyer verteilt, welche sich kritisch mit der Thematik Tiercircus auseinandersetzen.
Eine Vorführung von Menschen mit Elefantenmasken, die angekettet waren und im Kreis trotteten, sollte den Besucher_innen das Leid der Tiere verdeutlichen.
Besonders thematisiert wurde die Elefantendame Tembo, welche bei Temperaturen unter 5 Grad auf engstem Raum frieren muss, obwohl 15 Grad vorgegeben sind. Elefanten sind sehr soziale Tiere, die in Herden leben. Tembo hingegen lebt in Einzelhaltung. Sie weist bereits Verhaltensstörungen auf. So ist sie zeitweise am Weben (Weben ist eine Verhaltensstörung , die bei Elefanten in Gefangenschaft weit verbreitet auftritt. Sie zeichnet sich durch ein gleichförmiges Bewegungsmuster aus, bei dem der Elefant Vor- und Rückschritte andeutet, dabei rhythmisch mit dem Körper schaukelt und den Rüssel schwingt oder mit dem Kopf nickt).
Durch verschiedene Redebeiträge wurden die Circusbesucher_innen über die Zustände in Tiercircussen informiert. Einige entschlossen sich gegen den Besuch des Circusses.
Davon waren die Circusbesitzer_innen natürlich wenig begeistert. Sie versuchten durch provozierende Kommentare vom Thema abzulenken. Auch wurden die Demonstrant_innen mit Schneebällen beworfen.
Es wurde ein deutliches Zeichen gegen Tierausbeutung gesetzt. Nicht nur Wildtiere, sondern gar kein Tier gehört in den Circus!
Bis jeder Käfig leer steht!
Kein Applaus für Tierquälerei! Artgerecht ist nur die Freiheit!
Tierrechtsgruppe Bonn, 21.12.2011
Quelle, Bilder: Indymedia
Buchvorstellung mit den Herausgeber_innen
§ 278a Gemeint sind wir Alle! Der Prozess gegen die Tierbefreiungs-Bewegung und seine Hintergründe
von Christof Mackinger und Birgit Pack (Hg.)
am Montag, 24.10., 20 Uhr
im Buchladen Le Sabot, Breite Straße 76, 53111 Bonn
„Im Mai dieses Jahres endete der über einjährige Prozess gegen dreizehn AktivistInnen der Tierrechts- / Tierbefreiungsbewegung in Österreich überraschender Weise mit Freisprüchen für alle Angeklagten. Auch wenn die Urteile noch nicht rechtskräftig sind – der Staatsanwalt meldete Berufung an – versucht das vorgestellte Buch jetzt schon die Hintergründe der staatlichen Repression zu beleuchten. Sorgte der Prozess für relativ viel Aufsehen in österreichischen Medien, ist es mittlerweile wieder Still um den Fall geworden. Eine effektive Diskussion um die Abschaffung des Organisationsparagrafen 278a StGB („Bildung einer Kriminellen Organisation“) findet nicht (mehr) statt. Den HerausgeberInnen, selbst Betroffene im Verfahren bzw. in der aktiven Antirepressionsarbeit tätig, geht es deshalb darum, diese Diskussionen aufzugreifen und – jenseits eines nebulösen, rechtsstaatlichen Paradigmas – auf das System hinzuweisen, mit dem Soziale Bewegungen kriminalisiert werden und wurden. Dabei dokumentieren sie sowohl ihre eigenen Erfahrungen der politischen Prozessarbeit und der Aussageverweigerung sowie den Ablauf des Verfahrens vor, stellen dies jedoch auch in einen breiteren Kontext der Relevanz aktiver Solidarität gegen eine zunehmend weltweite Kriminalisierung unbequemer politischer Bewegungen.“
-> mit veganen Snacks und Gertränken
Quelle: ASJ Bonn

Aufruf
Für die Demonstration gegen die Pelzindustrie und gegen die Nerzfarm-Orsbach am 1.Oktober wird von TierbefreiungsaktivistInnen zu einem herrschaftskritischen und antikapitalistischen Tierbefreiungs-Block mobilisiert. Damit soll sich klar und deutlich von den Positionen der „TierschützerInnen“ und selbsternannten „TierliebhaberInnen“ abgegrenzt werden, deren Einsatz für die Tiere lediglich ein inkonsequentes Lippenbekenntnis ist und die Situation der Tiere bei der Betrachtung einer langfristigen Perspektive kein bisschen verbessert.
Denn was die „Tierschützer“ gerne ausblenden: Nicht nur für Pelzprodukte werden Tiere gequält. Egal ob für Milch, Eier, Fleisch, Leder oder Fisch: Für alle diese „Produkte“ werden Tiere der Freiheit beraubt, in winzige Käfige gesperrt, gequält und letztendlich für Profit und Gaumen ermordet.
Sich dafür einzusetzen, dass die Tiere unter besseren Bedingungen gehalten werden, ist ein deutlicher Zuspruch für die Legitimation des Tiermordes durch die Tierausbeutungsindustrie, denn es beinhaltet immer noch ein Recht auf Töten. Vereine und Gruppierungen wie beispielsweise „Die Tierfreunde“, „Vier Pfoten“ oder die sich derzeit in der Auflösung befindenden „Tierversuchsgegner Aachen“ setzen sich zwar für eine Verbesserung der Haltungsbedingungen der sog. „Nutz“tiere ein, wir TierbefreierInnen aber fordern ein komplettes Ende der Haltung von lebenden Individuen für den Konsum.
Deshalb wollen wir am 1.Oktober 2011 nicht nur gegen die Pelzindustrie, sondern gegen jegliche Tierausbeutung auf die Straße gehen!
Wir wollen uns klar abgrenzen und unsere Sicht der Dinge auf die Straße tragen!
Wie es sowohl beim Antispe Action-Day in Frankfurt (a.M.) im März, als auch vor wenigen Tagen am 10.September bei der Köln-Pelzfrei-Demo gezeigt wurde, ist ein herrschaftskritischer Block möglich. Sowohl in Frankfurt als auch in Köln wurde klar, dass Tierbefreiung nichts mit der Verbesserung der Haltungsbedingungen zu tun hat und dass „TierschützerInnen“ und TierbefreierInnen nicht sonderlich viel gemeinsam haben!
Was allerdings auch deutlich wurde ist, dass bei einem konsequenten und energischen Block wie in Frankfurt die Haltung der Teilnehmenden deutlicher vermittelt wurde als beispielsweise in Köln.
Der herrschaftskritische Block, der in Frankfurt auf der Straße war, machte deutlich: Antispe verlangt, sich klar antispeziesistisch zu positionieren! Antispe verlangt, antifaschistisch Position zu beziehen! Antispe verlangt antikapitalistisch zu sein! Und die Antispe lässt sich nicht von willkürlichen Polizeischikanen des BFE beeindrucken!
Anders in Köln: Es gab keinen Block, stattdessen einen Demonstrationszug mit metergroßen Lücken zwischen den Transparenten, die der Polizei repressive Übergriffe zu einem Kinderspiel hätten machen können. Zwei Personen erhielten eine Anzeige wegen vermeintlich gefährlicher Körperverletzung durch die „unsachgemäße Handhabung eines Megaphons“. Auch diese schikanöse Maßnahme der Polizei hätte durch das Entgegenwirken eines entschlossenen und solidarischen Blockes mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Erfolg gehabt.
Die deutlich antispeziesistische Haltung der Demospitze wurde zwar sehr klar rübergebracht, es gab aber keinerlei Raum für spontane Aktionen und ein offensives Auftreten war auch nicht zu spüren und der Tierbefreiungs-Block ging fließend in den Rest der Demonstration über, wodurch eine strikte Trennung leider verunmöglicht wurde. Ein von dem Block ausgehendes antisexismus-Statement mittels Parolen änderte nichts daran, dass zum Teil Sexistische Anti-Pelz-Plakate (von Peta u.a.) nahezu übergangslos in die Demospitze übergingen.
In Aachen soll das anders sein!
Wir rufen nicht zu einem „Black Block“ auf, werden aber auch nicht die Bildung eines solchen wie in Köln unterbinden! Es soll vorne einen entschlossenen und geschlossenen Block geben, der es den „TierschützerInnen“ unmöglich macht, ihre Position mit der unseren verschleiert zu vermischen. Wir wollen mit vielen Transparenten einen sowohl vorne, als auch an den Seiten dicht geschlossenen Block bilden, um Repression und Schikane durch die Polizei zu unterbinden, egal wie groß der Block sein wird!
Der herrschaftskritische Block soll sich sowohl durch seine eindeutige Tierbefreiungs-Position, als auch durch eine klare antifaschistische Haltung auszeichnen!
Das Ganze ist ein erster und längst überfälliger Versuch bei den Demonstrationen gegen die Nerzfarm-Orsbach Herrschaftskritik mit einzubringen und diese Schritt für Schritt zu etablieren.
Radikal und militant – Antispe heißt Widerstand! Für die Befreiung von Mensch und Tier!
Demonstration am 1.Oktober 2011 – Beginn um 11.30 Uhr – Willy-Brandt-Platz (Kugelbrunnen) in Aachen
Flyer können unter antispeaachen[at]yahoo.de kostenlos bestellt werden!
Quelle: aktive-antispe-aachen.myblog.de
Am Samstag fand zum 6. Mal das größte vegane Straßenfest Deutschlands, der Veggie-Street-Day in Dortmund, statt. Es gab ein vielfältiges Programm und enorm viele Fress- und Infostände (zum Beispiel roots of compassion, Sea Shepherd, Vegan Wonderland und viele andere.) Das Bühnenprogramm war eher mittelmäßig, weil die Thematisierung inhaltlicher Aspekte zu kurz kam und der Schwerpunkt eher auf Dingen wie kochen und gewichtheben lag. Am besten gefallen hat uns der Auftritt von Albino und Callya, der auch die inhaltlichen Defizite des restlichen Programms wieder herausholte. Lange Schlangen an vielen Ständen zeigten, wie gut besucht der Veggie-Street-Day war. Durch die zentrale Lage des Straßenfestes konnten viele Leute einen Einblick in die vegane Lebensweise und Themen wie Antispeziesismus und Tierrecht bekommen. Auch wir waren aktiv und haben einige hundert Flyer verteilt (HIER findet ihr den verteilten Flyer). Die Tatsache, dass es in Dortmund seit einigen Monaten auch einen veganen Supermarkt und ein veganes Café gibt, zeigt, dass die vegane Lebensweise immer bekannter wird.
Kurios war der Aufritt eines multinationalen, Millarden schweren Softdrink-Giganten, der kostenlos tausende seiner Cola-Dosen unter die Leute brachte. Es war schon verrückt anzusehen, wie hunderte von Menschen mit Cola-Dosen bestückt durch die Innenstadt strömten. Damit die örtlichen Pfandsammler nicht von dieser Aktion profitierten, stellten sich Angestellte dieses dubiosen Konzerns an die Mülltonen, wo die Dosen im Austausch gegen Fast-Food-Gutscheine eines weiteren kapitalistischen Konzerns eingesammelt wurden. Es sei dahin gestellt, inwieweit es Zufall war, dass beide Veranstaltungen zeitgleich stattfanden.
Bis auf die genannten Kritikpunkte finden wir die Idee eines Veggie-Street-Days, welcher auch zum zweiten Mal in Stuttgart stattfand, gut und unterstützenswert. Wir hoffen, dass sich noch einige Dinge verbessern, sich die Idee weiter ausbreitet und freuen uns schon auf das nächste Jahr.
anarchistischer Funke
Zur Seite vom Veggie-Street-Day gehts HIER
Dieses Jahr waren wir zusammen mit der Schwarzen Katze mit einem Stand auf dem Friedensfestival in Iserlohn vertreten, welche eine Gegenveranstaltung zum Iserlohner Schützenfest ist. Mit zwei Bannern machten wir auf die in der Bevölkerung am stärksten wahrgenommen Probleme aufmerksam.
Gerade in Deutschland erlebt der Umweltschutz zur Zeit mit der Anti-AKW-Bewegung oder den Protesten gegen Stuttgart-21 eine neue Stärke. Mit unserem Banner „Umweltschutz von unten“ wollten wir die Leute darauf aufmerksam machen nicht irgendwelchen Politikern zu vertrauern, sondern selbst aktiv zu werden.

Das zweite Banner richtete sich an unsere Genossen in Griechenland, welche seit Monaten gegen die harten Sparmaßnahmen der Regierung und der Troika kämpfen. Da die meisten Menschen in Deutschland von den verfälschten Darstellungen der Massenmedien über die Situation in Griechenland total verblendet werden, machten wir die Leute auf die von uns schon oft verlinkte Seite Contra-Info aufmerksam, damit mensch sich eine eigene Meinung über die Kämpfe in Griechenland machen kann.
Gerade das Thema Griechenland erzeugte interessante Diskussionen mit Besuchern unseres Standes. Wir merkten erneut deutlich, dass die meisten Leute nicht wissen was wirklich in Griechenland passiert und sie sich vom geschürten Hass der Massenmedien mitreißen lassen. Nach den Diskussionen zeigten die Leute dann aber mehr Verständnis für die Proteste in Griechenland.
Zudem gab es jede Menge Infomaterial zu vielen weiteren Themen und sogar selbstgebackene vegane Haselnusskekse, welche allen Leuten sehr gut schmeckten.
Eine Zitatbox mit anarchistischen Zitaten gefiel den Leuten auch sehr und viele merkten wie sehr anarchistiche Ideen ihren eigenen Idealen entsprechen können.
anarchistischer Funke
Kommt und kämpft mit uns gegen den dekadenten Tiermord für Pelz und für Tierrechte! Die Frankfurt Pelzfrei, die als Demo gegen die Pelzmesse Fur & Fashion begann, ist eine der größten Tierrechtsdemos in Deutschland. Das erste Ziel haben wir erreicht: Die Fur & Fashion hat ihre Pforten 2009 endgültig dichgemacht. Die Proteste in Frankfurt gehen jedoch weiter – denn so lange Frankfurt die Hochburg der Kürschnerbetriebe in Deutschland bleibt und so lange wie in Frankfurt noch Pelz in Geschäften angeboten wird, so lange werden wir auch dagegen protestieren.
Die Proteste gegen die ethiklose Pelzindustrie werden sich auf einige pelzverkaufende Geschäfte in der Frankfurter Innenstadt konzentrieren. Mit Musik, Redebeiträgen und Aktionen werden wir auf die blutverschmierte Pelzindustrie aufmerksam machen, die auch im 21. Jahrhundert noch die Kleidung der Steinzeitmenschen als einen Teil der Mode sieht.
Samstag, 26. März 2011 um 13 Uhr
Demo gegen die Pelzindustrie
Treffpunkt: Hauptwache
Infostände ab 11 Uhr
Quelle und weitere Infos unter: fuf.tirm.de